{"id":1126,"date":"2012-11-26T02:32:22","date_gmt":"2012-11-26T01:32:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=1126"},"modified":"2012-11-26T02:32:22","modified_gmt":"2012-11-26T01:32:22","slug":"antifaschistische-spontandemonstration-in-freiburg-remembering-means-fighting","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=1126","title":{"rendered":"Antifaschistische Spontandemonstration in Freiburg &#8211; Remembering means fighting!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?attachment_id=1127\" rel=\"attachment wp-att-1127\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1127\" style=\"margin: 5px;\" title=\"sponti-24-11\" src=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/sponti-24-11-119x180.jpg\" alt=\"\" width=\"119\" height=\"180\" \/><\/a>Am Abend des 24. November 2012 nahmen etwa 60 Antifaschistinnen und Antifaschisten den <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/69148\">Aufruf der ALB<\/a> zur Beteiligung am diesj\u00e4hrigen Silvio-Meier-Gedenken zum Anlass und f\u00fchrten gegen 20 Uhr eine Spontandemonstration in der Freiburger Innenstadt durch, um sich solidarisch mit den Betroffenen faschistischer Gewalt zu zeigen, um ein Zeichen der Solidarit\u00e4t mit all den Betroffenen von Repression in Folge von Auseinandersetzungen mit Faschisten zu setzen und um den von Faschisten ermordeten Menschen zu gedenken. Im November j\u00e4hren sich die Morde an Silvio Meier, einem Hausbesetzer und Antifaschisten aus Berlin, Carlos Javier Palomino, einem jungen Antifa aus Madrid und dem russischen Antifaschisten Iwan Chutorskoi aus Moskau zum 20. bzw. f\u00fcnften bzw. dritten Mal. Dar\u00fcber hinaus wurde vor knapp zwei Wochen der junge Antifa Deniz K. vom N\u00fcrnberger Landgericht zu 2 1\/2 Jahren Jugendhaft verurteilt und Smily sitzt immer noch in Stammheim, ebenso wie viele weitere politischen Gefangene weltweit! Um den von Faschisten ermordeten Genossen zu gedenken und unserer Wut \u00fcber die Repression, mit der aktive Antifas \u00fcberzogen werden, Ausdruck zu verleihen, wurde die Demonstration entsprechend k\u00e4mpferisch durchgef\u00fchrt und damit ein entschlossenes Zeichen der Solidarit\u00e4t zu den Genossen in die Kn\u00e4ste geschickt.<!--more (weiterlesen...)--><\/p>\n<p><strong>Solidarit\u00e4t mit Juki! Freiheit f\u00fcr Deno, Smily und die Gefangenen vom NT-Areal!<br \/>\nRemembering means fighting! Nichts und niemand ist vergessen!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Silvio Meier<\/strong><br \/>\nAm 21. November 1992 wurde Silvio Meier in einer U-Bahn-Station in Berlin-Friedrichshain von Nazis erstochen. Silvio war in der DDR aufgewachsen und hatte sich schon in den 80-er Jahren politisch engagiert. Ein von ihm ma\u00dfgeblich mitorganisiertes Element of Crime-Konzert in der Ost-Berliner Zionskirche 1987 wurde von einer Horde Nazis angegriffen. Etwa 30 Faschisten schlugen mit Latten und Flaschen auf das Publikum ein. Anfang der 90-er war Silvio unter anderem als Hausbesetzer in der links-alternativen Szene Berlins aktiv. Am Tag seiner Ermordung war er in eine Auseinandersetzung mit mehreren Nazis verwickelt. Bei einer erneuten Begegnung mit derselben Gruppe Faschisten zogen diese Messer und stachen auf die Antifaschisten ein. Silvio wurde durch mehrere Stiche get\u00f6tet, zwei weitere Menschen schwer verletzt.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.antifa.de\/cms\/content\/view\/1971\/97\/\">[Mehr Infos]<\/a><\/p>\n<p><strong>Carlos Javier Palomino<\/strong><br \/>\nAm 11. November 2007 wurde der damals 16-j\u00e4hrige Antifaschist Carlos Javier Palomino in der Metro von Madrid an der Haltestelle Legazpi niedergestochen, als er mit Genossen auf dem Weg zu Protesten gegen die faschistische Partei \u201cDemocracia Nacional\u201d unter dem Motto \u201cGegen anti-spanischen Rassismus und gegen die Immigration\u201d war. Sein M\u00f6rder ist der (jetzt Ex-) Berufssoldat Josu\u00e9 Est\u00e9banez de la Hija, der sich ebenfalls in der Metro aufhielt, um zu der faschistischen Kundgebung zu fahren. Als Carlos und seine Genossen zustiegen, ihn als Faschisten erkannten und ansprachen, stach er mit einem bereitgehaltenen Messer Carlos direkt ins Herz und verletzte noch weitere Antifaschisten. \u00dcber ein Jahr lang fanden verschiedenste Gedenkaktivit\u00e4ten statt, welche in dem Film \u201cCarlos, un a\u00f1o sin ti, un a\u00f1o contigo \u2013 El mejor homenaje, continuar la lucha\u201d dokumentiert werden. Die Antifaschistische Jugend Bochum interviewte im April 2009 Carlos\u00b4 Mutter. Der Faschist wurde zu 26 Jahren Haft verurteilt, 19 f\u00fcr den ideologisch motivierten Mord an Carlos und 7 Jahre f\u00fcr die versuchte T\u00f6tung eines weiteren Antifaschisten.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/ajb.blogsport.de\/2009\/04\/22\/madrid-der-faschistische-mord-an-carlos-palomino\/\">[Mehr Infos]<\/a><\/p>\n<p><strong>Iwan Chutorskoi<\/strong><br \/>\nAm 16. November 2009 wurde der 26-j\u00e4hrige Antifaschist Iwan Chutorskoi in Moskau in seinem Hauseingang hinterh\u00e4ltig erschossen. Iwan organisierte in letzter Zeit den Saalschutz bei antifaschistischen Konzerten und f\u00fchrte Kampfsporttraining f\u00fcr Genossen durch. Den Faschisten war er wohlbekannt, sein Name tauchte neben denen von Stanislaw Markelow und Nikolai Girenko best\u00e4ndig in ihren Todeslisten auf. Vor dem Mord waren bereits drei Mordversuche auf Iwan ver\u00fcbt worden. 2005 wurde Iwan von Faschisten \u00fcberfallen, die ihm seinen Kopf zerschnitten. Ein weiteres Mal \u00fcberlebte er nur durch ein Wunder, als ihm Nazis im Hauseingang auflauerten und mit einem Schraubenzieher zahlreiche schwere Verwundungen im Halsbereich zuf\u00fcgten. Im Januar dieses Jahres \u00fcberlebte er wiederum nur knapp einen Messerstich in den Bauch, den er bei einem Stra\u00dfenkampf mit Faschisten erhielt. In Moskau war dies bis dato der sechste Mord und nicht der letzte an Antifas durch militante Faschisten.<a href=\"http:\/\/www.antifa.de\/cms\/content\/view\/1219\/1\/\"><br \/>\n[Mehr Infos]<\/a><\/p>\n<p><strong>Juki<\/strong><br \/>\nIm Zuge des traditionellen Gernsbacher Altstadtfestes kam es am 14. September 2012 im nordbadischen Gernsbach zu geplanten \u00dcbergriffen seitens faschistisch gesinnter auf subkulturelle Jugendliche und vermeintlich linke Personen. Hierbei wurden mehrere Leute zum Teil schwer verletzt. Im Laufe der Auseinandersetzung erlitt Juki dadurch, dass er bis zur Bewusstlosigkeit mit dem Kopf gegen eine Hauswand geschlagen und im bewusstlosen Zustand weiter getreten wurde, lebensgef\u00e4hrliche Kopfverletzungen. In einiger Entfernung zu der Auseinandersetzung kam es zeitgleich zu einem Messerangriff auf einen rechten Jugendlichen, der in einer gewaltt\u00e4tigen Neonazi-Kleingruppen unterwegs war. Juki wurde noch im Krankenhaus von der Polizei festgenommen und mit dem Vorwurf des versuchten Totschlags konfrontiert.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.jukisoli.blogsport.de\/\">[Mehr Infos]<\/a><\/p>\n<p><strong>Deniz K.<\/strong><br \/>\nAm 14. November 2012 wurde Deniz K., der seit mehr als einem halben Jahr in N\u00fcrnberg in U-Haft sitzt, von der Jugendkammer des Landgerichts N\u00fcrnberg-F\u00fcrth der versuchten gef\u00e4hrlichen K\u00f6rperverletzung, des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und des Landfriedensbruchs f\u00fcr schuldig befunden und zu 2 1\/2 Jahren Jugendhaft verurteilt. Damit wurden zwar die Vorw\u00fcrfe der Staatsanwaltschaft, die Deno urspr\u00fcnglich f\u00fcr f\u00fcnffachen versuchten Totschlags drankriegen wollten, stark abgemildert, dennoch ist das Urteil eine Frechheit. Die Beweislage ist mehr als d\u00fcrftig, kein Cop ernsthaft verletzt. Vielmehr ist das Verfahren politisch motiviert. Kampf der Klassenjustiz! Freiheit f\u00fcr Deniz!<br \/>\n<a href=\"http:\/\/denizk.blogsport.de\/\">[Mehr Infos]<\/a><\/p>\n<p><strong>Smily<\/strong><br \/>\nAm 5.\u00a0 September diesen Jahres fand vor dem Stuttgarter Landgericht die Berufungsverhandlung im Verfahren gegen den Stuttgarter Antifaschisten und RASH-Aktivisten Smily. Bereits am 8. Februar wurde er fr\u00fchmorgens in seiner Wohnung verhaftet und sitzt seither in Untersuchungshaft in der JVA Stuttgart-Stammheim. Vorgeworfen wird ihm, eine Gruppe, in der sich rechtsoffene Personen befanden, k\u00f6rperlich angegriffen zu haben. Au\u00dferdem wurde er wegen einer Sachbesch\u00e4digung auf dem Konzert einer Grauzonenband und dem Anbringen von Graffitis auf Polizeifahrzeugen angeklagt. In erster Instanz verurteilte ihn das Stuttgarter Amtsgericht wegen dieser Vorw\u00fcrfe zu einer Gesamthaftstrafe von 10 Monaten. Die Haftstrafe wurde in der Berufungsverhandlung best\u00e4tigt, wogegen Smily Revision eingelegt hat.<a href=\"http:\/\/solikreis-stuttgart.tk\/\"><br \/>\n[Mehr Infos]<\/a><\/p>\n<p><strong>Es geht weiter: Remembering means fighting!<\/strong><\/p>\n<p>Im Dezember 2012 findet dann in Freiburg unsere <a href=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=1045\">antifaschistische Veranstaltungs- und Gedenkreihe<\/a> unter dem Titel &#8222;Remembering means fighting!&#8220; statt.<\/p>\n<p>Mehr Bilder gibts <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/72356\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Abend des 24. 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