{"id":1184,"date":"2012-12-01T18:37:44","date_gmt":"2012-12-01T17:37:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=1184"},"modified":"2012-12-01T18:37:44","modified_gmt":"2012-12-01T17:37:44","slug":"aufruf-gemeinsam-gegen-das-bundeswehr-konzert-in-freiburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=1184","title":{"rendered":"Aufruf: Gemeinsam gegen das Bundeswehr-Konzert in Freiburg"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?attachment_id=1119\" rel=\"attachment wp-att-1119\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1119\" style=\"margin: 5px;\" title=\"bundeswehr-littenweiler\" src=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/bundeswehr-littenweiler-127x180.jpg\" alt=\"\" width=\"127\" height=\"180\" \/><\/a>Gemeinsam gegen das Bundeswehr-Konzert in Freiburg<\/strong><\/p>\n<p>Am 11.12.12 findet in Freiburg-Littenweiler in der Kirche St. Barbara ein sogenanntes Adventskonzert des Luftwaffenmusikkorps 2 der Bundeswehr statt. Ein Adventskonzert erweckt vielleicht den Eindruck einer kulturellen Bereicherung f\u00fcr die Gemeinde in der Vorweihnachtszeit, doch ein solches Bild ist in diesem Fall mehr als zynisch!<\/p>\n<p><strong>Die Bundeswehr f\u00fchrt Krieg! <\/strong><\/p>\n<p>Ob in Afghanistan, im Kosovo, oder vor der K\u00fcste Somalias \u2013 seit 1999 beteiligt sich Deutschland wieder aktiv an Kriegen. Bei diesen Eins\u00e4tzen geht es nicht um \u201eMenschenw\u00fcrde, Freiheit und Demokratie\u201c, wie so oft propagiert wird. Die Kriegseins\u00e4tze an denen die Bundeswehr beteiligt ist, bedeuten f\u00fcr die Menschen vor Ort immer eine Katastrophe!<!--more (weiterlesen...)--><\/p>\n<p>So ist seit Beginn des Krieges in Afghanistan die Zahl der in Armut lebenden Menschen drastisch gestiegen. Von einem Einsatz f\u00fcr Demokratie und Menschenrechte kann keine Rede sein, denn eine Marionettenregierung und die Zerst\u00f6rung der vor dem Krieg durchaus vorhandenen Frauenkampfbewegung sprechen eine deutliche Sprache! Auch findet dort mitnichten ein Krieg gegen den Opiumanbau statt, denn im Gegenteil: Immer mehr Menschen sind ihrer Lebensgrundlage beraubt und wenden sich diesem eintr\u00e4glichen Gesch\u00e4ft zu. Die steigende Unterern\u00e4hrung, der verschlechterte Zugang zu sanit\u00e4ren Einrichtungen und die gestiegene Arbeitslosigkeit sind weitere Indizien, warum Krieg schlichtweg inakzeptabel ist.<\/p>\n<p>Angebliche Hilfsma\u00dfnahmen wie Brunnen- und Schulenbau dienen vor diesem Hintergrund lediglich als Alibi zur Legitimierung der Eins\u00e4tze. In erster Linie wird deutsches Wirtschaftsinteresse verfolgt. So sicherten vergangene Kriegseins\u00e4tze z.B. in Afghanistan oder dem Sudan besseren Zugriff auf \u00f6rtliche M\u00e4rkte und Ressourcen, w\u00e4hrend die Bev\u00f6lkerung stark unter ihnen leiden musste und demokratische Rechte weiter zur\u00fcckgingen. Auch die unz\u00e4hligen Einzelschicksale, verbunden mit dem Kriegsgeschehen, sprechen f\u00fcr sich. Die gr\u00f6\u00dften Profiteure scheinen die am Wiederaufbau des zerst\u00f6rten Landes beteiligten Firmen zu sein.<\/p>\n<p>Kriege dienen letztendlich der Durchsetzung von wirtschaftlichen Interessen auf brutalste Art und Weise und d\u00fcrfen nicht als \u201eHilfsma\u00dfnahmen\u201c verharmlost werden. Die Errichtung von Scheindemokratien und Marionettenregierungen wird dabei billigend in Kauf genommen oder sogar bewusst gef\u00f6rdert, ohne auf die wirklichen Bed\u00fcrfnisse der Bev\u00f6lkerung zu achten. Bestes Beispiel ist Afghanistan. Der nach dem Einmarsch des Westens installierte Machthaber Hamid Karzai hat beispielsweise 2009 die Vergewaltigung in der Ehe von Strafverfolgung befreit und versucht aktiv seinem Familienclan die Macht zu sichern, indem er nun seinen Bruder auf das h\u00f6chste Regierungsamt hieven will.<\/p>\n<p><strong>Die Bundeswehr ist kein Kulturverein!<\/strong><\/p>\n<p>Auch das geplante Konzert am 11.12. ist bereits Propaganda f\u00fcr laufende und zuk\u00fcnftige Kriege. \u00d6ffentliche Auftritte der Bundeswehr in Deutschland geh\u00f6ren immer mehr zum Alltagsbild. Bei \u00f6ffentlichen Gel\u00f6bnissen, Infost\u00e4nden auf Messen, bei der Werbung in den Medien, Jugendoffizieren in Schulen, oder Konzerten von Musikkorps. Die Ziele sind immer die gleichen: Das Erreichen von potentiell neuen RekrutInnen und der Versuch Akzeptanz in der Gesellschaft zu erlangen, um die Kriegseins\u00e4tze im Ausland r\u00fcckwirkend zu legitimieren.<\/p>\n<p>Seit dem Wegfall der Wehrpflicht steht die Bundeswehr unter dem verst\u00e4rkten Druck, junge Menschen anzuwerben um f\u00fcr sie in den Krieg zu ziehen. Deshalb versucht sie sich als m\u00f6glichst attraktiv darzustellen und den tats\u00e4chlichen Charakter ihrer Kriegseins\u00e4tze in der \u00d6ffentlichkeit in den Hintergrund zu r\u00fccken. Soldat zu sein bedeutet nach wie vor \u201eT\u00f6ten und get\u00f6tet werden\u201c und eben nicht einen gesicherten Arbeitsplatz \u201eim Dienste einer gerechten Sache\u201c! Au\u00dferdem sinkt die Zustimmung in der Bev\u00f6lkerung zu deutschen Kriegseins\u00e4tzen immer weiter. Immer weniger Menschen glauben die L\u00fcgen der deutschen Kriegspolitik, weshalb die Bundeswehr vermehrt gezwungen ist ihr Image aufzupolieren.<\/p>\n<p>Nicht umsonst bezeichnet sich das Luftwaffenmusikkorps 2 auf der eigenen Internetpr\u00e4senz als \u201eklingende Visitenkarte\u201c des deutschen Milit\u00e4rs. Sie sind ein ganz normaler Teil der Bundeswehr mit einer ganz besonderen Aufgabe: Kriegspropaganda! Und dass der Einsatz des Milit\u00e4rs f\u00fcr viele Menschen Hunger und Elend bedeutet, soll durch Veranstaltungen wie das geplante Adventskonzert in Freiburg vollkommen verschleiert werden.<\/p>\n<p>Kriegspropaganda darf kein Raum geboten werden! F\u00fcr uns alle muss die Losung gelten: Nie wieder Krieg!<\/p>\n<p>Lasst uns gemeinsam aktiv werden gegen Krieg und Militarisierung! Denn der Krieg beginnt schon hier, vor unserer Haust\u00fcr. Lasst uns gemeinsam auf die Stra\u00dfe tragen, dass wir nicht bereit sind Krieg zu akzeptieren, egal in welcher Form er uns begegnet.<\/p>\n<p>Beteiligt euch an den Aktivit\u00e4ten gegen das Bundeswehrkonzert in Freiburg!<\/p>\n<p>Kommt alle zu den Kundgebungen:<\/p>\n<p><strong>Am 8.12 +++ Bertholdsbrunnen +++ 13:00 Uhr<\/strong><\/p>\n<p>Direkt vor Ort:<strong><br \/>\nAm 11.12 +++ Littenweiler Kirche St. Barbara +++ 18:00 Uhr<br \/>\nVorabtreffpunkt: 17.30 Uhr S-Bahnhaltestelle Lassbergstra\u00dfe (S1)<\/strong><\/p>\n<p><strong>Arbeitskreis gegen Krieg &amp; Militarisierung (AKM) Freiburg<\/strong><br \/>\nUnterst\u00fctzt von:<\/p>\n<p>ALFR &#8211; Antifaschistische Linke Freiburg<br \/>\nDKP Freiburg<br \/>\nEA Freiburg<br \/>\nClaudia Meissner (Mitglied des runden Tischs \u201eSchulfrei f\u00fcr die Bundeswehr\u201c)<br \/>\nDie Linke Freiburg<br \/>\nFAU (Freie ArbeiterInnen Union) Freiburg<br \/>\nJusos Freiburg<br \/>\nLinke Liste &#8211; Solidarische Stadt<br \/>\nSchattenparker e.V.<br \/>\nSDAJ Freiburg<br \/>\nSJD &#8211; Die Falken Freiburg<br \/>\nUStA der PH Freiburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsam gegen das Bundeswehr-Konzert in Freiburg Am 11.12.12 findet in Freiburg-Littenweiler in der Kirche St. Barbara ein sogenanntes Adventskonzert des Luftwaffenmusikkorps 2 der Bundeswehr statt. 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