{"id":1782,"date":"2013-06-18T22:59:32","date_gmt":"2013-06-18T20:59:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=1782"},"modified":"2013-06-23T12:56:40","modified_gmt":"2013-06-23T10:56:40","slug":"aufruf-bundnis-taksim-ist-uberall-freiburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=1782","title":{"rendered":"Aufruf des B\u00fcndnis &#8222;Taksim ist \u00fcberall&#8220; Freiburg"},"content":{"rendered":"<p><strong>Taksim ist \u00fcberall! Solidarit\u00e4t hei\u00dft Widerstand!<\/strong><\/p>\n<p><em>Massenverhaftungen von hunderten \u00c4rztInnen und Rechtsanw\u00e4ltInnen, von tausenden DemonstrantInnen, \u00fcber 450 Menschen von der Regierung in unbekannte Gef\u00e4ngnisse verschleppt, \u00dcberf\u00e4lle der Polizei auf Krankenh\u00e4user und provisorische Lazarette, tausende teils schwer Verletze, darunter einige durch Reizgas dauerhaft erblindete &#8211; und nicht zuletzt mehrere Get\u00f6tete. Tendenz steigend.<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Alles begann mit der friedlichen Besetzung des \u00f6ffentlich genutzten Gezi-Parks. Damit wurde gegen die Pl\u00e4ne der Regierung, auf dem Platz ein Einkaufszentrum zu bauen, protestiert. Die Polizei r\u00e4umte den Platz mit brutaler Gewalt unter Einsatz von massig Pfefferspray, Wasserwerfern, R\u00e4umpanzern und Schlagst\u00f6cken. Zahlreiche (Schwer-)verletzte waren die Folge. Daraufhin zogen die Menschen aus<br \/>\nanderen Stadtteilen Istanbuls zu dem Platz um ihn erneut zu besetzen. Auch in anderen Teilen der T\u00fcrkei gab es Gro\u00dfdemonstrationen, um sich mit ihnen zu solidarisieren und der Unzufriedenheit mit der Polizeigewalt und dem autorit\u00e4ren Regime Ausdruck zu verleihen. Auch dort ging die Polizei mit<br \/>\n\u00e4u\u00dferster Gewalt gegen die Protestierenden vor. Mittlerweile kommt sogar das Milit\u00e4r zum Einsatz gegen die Zivilbev\u00f6lkerung. Der Versuch, die Proteste mit r\u00fccksichtsloser Gewalt zu unterdr\u00fccken emp\u00f6rte auch die Menschen in Europa und Nordafrika und ermutigte sie, zu zeigen, dass auch sie genug haben von der gewaltsamen Durchsetzung der Interessen weniger gegen die Interessen vieler. Und das nicht nur in der T\u00fcrkei, sondern \u00fcberall.<\/p>\n<p>Ob in Frankfurt, Griechenland, Spanien oder in Istanbul, \u00fcberall leisten die Menschen Widerstand gegen den Abbau ihrer \u00fcber Jahrzehnte erk\u00e4mpften sozialen und politischen Rechte &#8211; Bildung, Gesundheit, Wohnraum, Streikrecht, \u00f6ffentlicher Raum. Sie treten f\u00fcr eine solidarische Gesellschaft und eine Perspektive auf ein Leben in W\u00fcrde ein. All das f\u00e4llt autorit\u00e4rer \u201eKrisenl\u00f6sung\u201c und einer Rhetorik der vermeintlichen Alternativlosigkeit zum Opfer. Gleichzeitig werden demokratische Errungenschaften unterh\u00f6hlt um Banken und Konzerne zu sch\u00fctzen und die Lasten der Krise auf die Bev\u00f6lkerung abzuw\u00e4lzen. Um jeden Preis soll der Fortbestand des Kapitalismus gew\u00e4hrleistet werden, anstatt alternative Modelle einer solidarischen Gesellschaft,<\/p>\n<p>Auch weil sich die BRD auf Kosten anderer L\u00e4nder als Profiteur der Krise durchgesetzt hat, sind die Auswirkungen von Krise und Krisenpolitik hiernicht so stark zu sp\u00fcren. So sind auch die Proteste bisher noch vergleichsweise klein. Doch gerade die Ereignisse w\u00e4hrend der Blockupy-Aktionstage und das darauf folgende, breit getragene Echo gegen das gewaltt\u00e4tige Vorgehen der Polizei zeigen, dass auch hierzulande weite Teile der Gesellschaft immer weniger bereit sind hinzunehmen, dass das gesellschaftliche Zusammenleben von Kapitalinteressen bestimmt wird. Es ist offensichtlich, dass sich sowohl die St\u00e4rke des Widerstandes, wie auch die H\u00e4rte der Polizeigewalt hier deutlich von der in der T\u00fcrkei unterscheiden. Dennoch \u00e4hneln sich die Erfahrungen der Menschen: Sie bekommen Gewalt zu sp\u00fcren, wenn sie versuchen, f\u00fcr ihre Forderungen \u2013 eine gerechtere und sozialere Zukunft \u2013 einzutreten.<\/p>\n<p>Also lasst uns f\u00fcr eine solidarische Gesellschaft und ein selbstbestimmtes Leben k\u00e4mpfen! Lasst uns nach unseren Kr\u00e4ften und M\u00f6glichkeiten auf unsere Art unseren Protest gegen Polizeigewalt, autorit\u00e4re Politik und Kapitalismus auf unsere Stra\u00dfen und Pl\u00e4tze tragen. Lasst uns nicht nur unsere Solidarit\u00e4t erkl\u00e4ren, sondern sie dar\u00fcber hinaus in unseren praktischen K\u00e4mpfen sichtbar machen!<\/p>\n<p><strong>Taksim ist \u00fcberall!<\/strong><br \/>\n<strong>Wir sind alle \u00c7apulcu!<\/strong><\/p>\n<p>Den Aufruf unterst\u00fctzen:<br \/>\nAntifaschistische Linke Freiburg | Blockupy Freiburg | Die Linke. SDS Freiburg | DIE LINKE. Freiburg | DKP Freiburg | Friedensrat Markgr\u00e4flerland | Kurdischer Demokratischer Kulturverein e.V. | Linksjugend [\u00b4solid] Freiburg | MLPD Freiburg | Rebell Freiburg | Revolution Freiburg | Sam\u00a1Basta! Freiburg | SDAJ Freiburg | SJD &#8211; Die Falken OV Freiburg | Usta der PH Freiburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Taksim ist \u00fcberall! Solidarit\u00e4t hei\u00dft Widerstand! Massenverhaftungen von hunderten \u00c4rztInnen und Rechtsanw\u00e4ltInnen, von tausenden DemonstrantInnen, \u00fcber 450 Menschen von der Regierung in unbekannte Gef\u00e4ngnisse verschleppt, \u00dcberf\u00e4lle der Polizei auf Krankenh\u00e4user und provisorische Lazarette, tausende teils schwer Verletze, darunter einige durch Reizgas dauerhaft erblindete &#8211; und nicht zuletzt mehrere Get\u00f6tete. 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