{"id":2673,"date":"2014-02-03T22:37:06","date_gmt":"2014-02-03T21:37:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=2673"},"modified":"2014-02-13T22:38:09","modified_gmt":"2014-02-13T21:38:09","slug":"freiburg-goes-pforzheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=2673","title":{"rendered":"23.Februar: Der Berg ruft &#8211; Freiburg goes Pforzheim"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/faschismus-krieg.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft  wp-image-1267\" style=\"margin: 5px;\" alt=\"faschismus-krieg\" src=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/faschismus-krieg.jpg\" width=\"259\" height=\"72\" \/><\/a><strong>+++ Ba-W\u00fc-weiter Aufruf online +++ Mobi ab Freiburg +++ Mobi-Seite: <a href=\"http:\/\/nonazis23feb.blogsport.de\/\">www.nonazis23feb.tk<\/a> +++ Infokneipe am 21.Februar im LIZ +++<\/strong><br \/>\n<em>Am 23. Februar ver\u00adan\u00adstal\u00adtet der faschis\u00adti\u00adsche \u201cFreun\u00addes\u00adkreis Ein Herz f\u00fcr Deutsch\u00adland\u201d eine \u201cFackel-Mahnwache\u201d auf dem Pforz\u00adhei\u00admer Wart\u00adberg.<br \/>\nSeit rund 20 Jah\u00adren neh\u00admen die Nazis die Bom\u00adbar\u00adde\u00adments auf Pforz\u00adheim am 23. Februar 1945 zum Anlass, um den deut\u00adschen Faschis\u00admus zu glo\u00adri\u00adfi\u00adzie\u00adren. Bei die\u00adser und ande\u00adren Ver\u00adan\u00adstal\u00adtun\u00adgen im gesam\u00adten Bun\u00addes\u00adge\u00adbiet tre\u00adten die Nazis f\u00fcr ein Geschichts\u00adbild ein, das von dem m\u00f6r\u00adde\u00adri\u00adschen Ver\u00adbre\u00adchen des deut\u00adschen Faschis\u00admus ablenkt und statt\u00addes\u00adsen die mili\u00adt\u00e4\u00adri\u00adschen Kon\u00adtra\u00adhen\u00adten der Faschis\u00adten zu den eigent\u00adli\u00adchen T\u00e4tern uml\u00fcgt. Und wie jedes Jahr ist es wich\u00adtig in Pforz\u00adheim die\u00adser Ver\u00addre\u00adhung der Geschichte ent\u00adge\u00adgen\u00adzu\u00adtre\u00adten. Letz\u00adtes Jahr konnte der Auf\u00admarsch, der einer der gr\u00f6\u00df\u00adten regel\u00adm\u00e4\u00ad\u00dfig statt\u00adfin\u00adden\u00adden Auf\u00adm\u00e4r\u00adsche in Baden-W\u00fcrttemberg ist, nach inten\u00adsi\u00adver Mobi\u00adli\u00adsie\u00adrung erst\u00admals zumin\u00addest ein\u00adge\u00adschr\u00e4nkt wer\u00adden.<\/em><\/p>\n<p>Auch die\u00adses Jahr wird es aus Frei\u00adburg wie\u00adder eine gemein\u00adsame Anreise geben:<br \/>\n<strong>Zug\u00adtreff\u00adpunkt Frei\u00adburg Haupt\u00adbahn\u00adhof Gleis 2<\/strong><br \/>\nSo. 23.02.2014 \u2014 12.45 Uhr [Abfahrt: 13.07 Uhr]<\/p>\n<p><strong>21.02. Info Kneipe<\/strong> &#8211; letzte Infos f\u00fcr den 23.02 &#8211; Linkes Zentrum \u00a1adelante! ab 20 Uhr<\/p>\n<p>Alle Infos zur Lage vor Ort etc gibts auch auf der Mobi-Seite: <a href=\"http:\/\/nonazis23feb.blogsport.de\/\">www.nonazis23feb.tk<\/a><\/p>\n<p>Wir wollen an dieser Stelle noch einen Aufruf dokumentieren, den wir unterst\u00fctzen:<\/p>\n<p><strong>Der Verdrehung der Geschichte ein Ende setzen. In Pforzheim und anderswo!<\/strong><br \/>\n<em>Am 23. Februar 1945 wurde die Stadt Pforzheim gro\u00dffl\u00e4chig von der britischen \u201eRoyal Air Force\u201c bombardiert. Dem Angriff auf die Innenstadt fielen \u00fcber 17.000 Menschen zum Opfer, unter ihnen viele ZwangsarbeiterInnen, die in der R\u00fcstungsindustrie eingesetzt wurden. Etwa 80 % des Stadtgebiets wurden durch Brand- und Sprengbomben innerhalb von etwa 20 Minuten zerst\u00f6rt.<\/em><\/p>\n<p>Wie in den Jahren zuvor, rufen auch in diesem Jahr Faschisten und Deutschnationale aus mehreren Teilen S\u00fcddeutschlands am 23. Februar zu einer Kundgebung auf dem Wartberg am Rande der Stadt gelegen auf. Dabei verkl\u00e4ren sie nicht nur die Geschichte und die damaligen Verh\u00e4ltnisse, sondern sie verharmlosen oder verleugnen sogar die Verbrechen des deutschen Faschismus von 1933 bis 1945. Das wird auch daran deutlich, dass sie ausschlie\u00dflich den deutschen Opfern gedenken und im gleichen Atemzug ihre nationalistische und reaktion\u00e4re Einseitigkeit als richtig darstellen wollen. Mit dem Beginn ihrer Kundgebung, zur Uhrzeit der Bombardierung, um 19:47 Uhr und dem Entz\u00fcnden von Fackeln, versuchen sie den Aufmarsch feierlich zu inszenieren.<\/p>\n<p>Seit 1994 gibt es den Aufmarsch, seit 2002 die antifaschistischen Proteste dagegen. In besagtem Jahr gelang es das erste und bisher einzige Mal den Aufmarsch zu verhindern. Im letzten Jahr erreichten es knapp 1000 Antifaschistinnen und Antifaschisten, gemeinsam mit einer Spontandemonstration auf den Wartberg zu kommen. Erst wenige Meter vor der Kundgebung der Faschisten schaffte es die Polizei durch ein massives Aufgebot, uns zu stoppen, um so den Nazis ihr Ritual zu erm\u00f6glichen. Im Zuge dessen wurden hunderte AntifaschistInnen stundenlang \u2013 bei Minusgraden \u2013 eingekesselt. Durch die Proteste im letzten Jahr erreichten viele Faschisten den Kundgebungsort nicht, andere wiederum harrten bereits seit dem Mittag auf dem Wartberg in ihren Autos aus.<\/p>\n<p>Auch 2014 rufen wir dazu auf, sich gegen den Naziaufmarsch konkret zur Wehr zu setzen und m\u00f6glichst viele Menschen \u00fcber den reaktion\u00e4ren und faschistischen Charakter dieser Form des \u201eGedenkens\u201c aufzukl\u00e4ren!<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<strong>Die Geschichte des deutschen Faschismus ins rechte Licht ger\u00fcckt<\/strong><br \/>\nNicht nur in Pforzheim versuchen Faschisten durch die Verdrehung der Geschichte Ankn\u00fcpfungspunkte f\u00fcr ihr braunes Gedankengut zu finden, sondern auch in vielen anderen St\u00e4dten und Regionen der Bundesrepublik. Die faschistische und deutschnationale Bewegung besch\u00e4ftigt sich heute an vielen Orten mit Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges, um letztlich immer eines zu sagen: Die Alliierten waren das Hauptproblem und die Deutschen waren hilflose Opfer der grausamen sp\u00e4teren alliierten Besatzer.<\/p>\n<p>So versuchen Organisationen der extremen Rechten, Ereignisse aus dem Zweiten Weltkrieg umzudeuten, indem sie L\u00fcgen verbreiten, Fakten verdrehen, Tatsachen bewusst ignorieren oder weglassen und schlie\u00dflich Deutschland als Opfer ausl\u00e4ndischer Aggressionen darstellen. Durch das bewusste Aufgreifen nationalistischer und rassistischer Stimmungen und Ressentiments wird sich erhofft, Kontakte in b\u00fcrgerliche Kreise aufzubauen, was ihnen mancherorts leider auch hin und wieder gelingt.<\/p>\n<p><strong>In Magdeburg oder Dresden&#8230;<\/strong><br \/>\nAuch in Magdeburg und Dresden rufen Nazis am Jahrestag der Bombardierungen durch die Alliierten zu sogenannten Trauerm\u00e4rschen und Kundgebungen auf. Dabei sprechen sie von einem angeblichen \u201eBombenholocaust\u201c bzw. von \u201eTerrorangriffen\u201c und gedenken ausschlie\u00dflich den deutschen Opfern. Diesen Aufrufen folgten teilweise mehrere tausend Faschisten. Den vom faschistischen Deutschland begonnen brutalen Aggressions- und Expansionskrieg, die Drohung englische St\u00e4dte auszuradieren und die massiven fl\u00e4chendeckenden Bombenangriffe auf England am Anfang des Krieges verschweigen sie nat\u00fcrlich. Ebenso vergessen sie, dass Fl\u00e4chenbombardements \u2013 gerade auf die Zivilbev\u00f6lkerung \u2013 als Kriegsstrategie durch die imperialistische deutsche Regierung mit dem \u201ekleinen Bruder\u201c Italien zusammen entwickelt und etabliert wurden.<\/p>\n<p>Was 1937 in Guernica in Spanien durch die \u201eLegion Condor\u201c begann, setzte sich in der britischen Stadt Coventry fort. Diese Kriegsverbrechen waren fester Bestandteil deutscher Kriegsf\u00fchrung in unz\u00e4hligen weiteren L\u00e4ndern. Das legitimiert die Fl\u00e4chenbombardierung Pforzheims nat\u00fcrlich nicht, geh\u00f6rt jedoch zum geschichtlichen Kontext.<\/p>\n<p><strong>\u2026Memprechtshofen&#8230;.<\/strong><br \/>\nIn Rheinau-Memprechtshofen in der Ortenau finden seit den 60er Jahren auch immer wieder Aufm\u00e4rsche von Faschisten statt. Hintergrund ist: Am 14. April 1945 verschanzten sich Teile von verschiedenen deutschen Einheiten auf Wehrmachtsbefehl in einem Panzergraben und versuchten diesen gegen die vorr\u00fcckenden franz\u00f6sischen Truppen zu verteidigen. Auf franz\u00f6sischer Seite gab es 49, auf deutscher Seite \u00fcber 20 Tote und etliche Soldaten, die in Gefangenschaft gerieten. Diese milit\u00e4rische Kamikaze-Aktion versuchen Nazis bis heute als heldenhaften Widerstand und Opfermut zu glorifizieren und veranstalten daher seit 2011 jedes Jahr ein sogenanntes \u201eHeldengedenken\u201c. An vielen anderen Orten in S\u00fcddeutschland gibt es ebenfalls solche oder \u00e4hnliche Aktionen zu verschiedenen Anl\u00e4ssen.<\/p>\n<p><strong>&#8230;Remagen&#8230;<\/strong><br \/>\nEin weiteres Beispiel f\u00fcr den Geschichtsrevisionismus der extremen Rechten sind die regelm\u00e4\u00dfig stattfindenden Aufm\u00e4rsche zu den Rheinwiesenlagern in der N\u00e4he von Remagen. Im M\u00e4rz 1945 richtete das amerikanische Milit\u00e4r im Rheinland knapp 20 Lager f\u00fcr Kriegsgefangene ein. Sie dienten als Sammel- und Durchgangslager f\u00fcr gefangene deutsche Soldaten w\u00e4hrend des Krieges und kurz danach. Ein Gro\u00dfteil der dort inhaftierten deutschen Soldaten wurde bis September 1945 entlassen oder auf andere Lager verteilt. In Bezug auf die Lager reden Nazis aus der NPD und freien Kameradschaften von \u201eUS-KZ&#8217;s\u201c, in denen systematisch Deutsche ermordet worden seien. Sie sprechen dabei von bis zu einer Million Toten. Allerdings entsprach die gesamte Anzahl inhaftierter Soldaten in den Lagern einer Million, wovon 5.000 bis 10.000 Menschen umgekommen sind.<\/p>\n<p>Steilvorlagen f\u00fcr ihre Umdeutung der Geschichte finden die Faschisten in den Arbeiten vorgeblich seri\u00f6ser HistorikerInnen, die zum Beispiel im Zusammenhang der Bombardierung deutscher St\u00e4dte v\u00f6llig \u00fcbertriebene Opferzahlen nennen. Oder etwa die Behauptung aufstellen, die deutsche Wehrmacht w\u00e4re mit ihrem Feldzug im Osten, also dem \u00dcberfall auf die Sowjetunion, lediglich einem Angriff der Roten Armee zuvorgekommen. Auch die Positionen der Vertriebenenverb\u00e4nde, wie beispielsweise der \u201eSudetendeutschen Landsmannschaft\u201c, bieten f\u00fcr die extreme Rechte vielf\u00e4ltige Ankn\u00fcpfungspunkte und sind ein guter N\u00e4hrboden f\u00fcr Geschichtsrevisionismus und aggressiven Nationalismus. Sie setzen gefl\u00fcchtete und vertriebene Deutsche mit Betroffenen von Konzentrations- und Vernichtungslagern oder Betroffenen der \u201eVerbrannten Erde\u201c-Politik der Wehrmacht in der Sowjetunion gleich. Damit findet sowohl eine zahlenm\u00e4\u00dfige Relativierung als auch eine qualitative Verharmlosung statt. Teile der sog. Vertriebenenverb\u00e4nde fordern bis heute eine Revision der Grenzen, also eine \u201eR\u00fcckgabe\u201c von Gebieten des heutigen Polens und Tschechiens an Deutschland.<\/p>\n<p>Vielerorts ist der \u201eVolkstrauertag\u201c im November und die unz\u00e4hligen alten Kriegsdenkm\u00e4ler aus dem Ersten Weltkrieg ebenfalls ein willkommenes ideologisches Futter. Auf den Tafeln der Denkm\u00e4ler wird zumeist an die \u201eauf dem Feld der Ehre f\u00fcr Volk und Vaterland gefallenen heldenhaften deutschen Soldaten\u201c des Ersten und Zweiten Weltkriegs erinnert. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Kriege und die Rolle des deutschen Reiches, als den zweimaligen \u0004\u0004Ha\u0005\u0005uptaggressor sowie die begangenen Grausamkeiten an anderen Bev\u00f6lkerungen werden dabei systematisch au\u00dfer Acht gelassen.<\/p>\n<p>Nicht nur die falsche Einordnung einzelner Ereignisse in internationale wirtschaftliche, milit\u00e4rische und gesellschaftliche Zusammenh\u00e4nge zeichnen den Geschichtsrevisionismus der Rechten und Faschisten aus, sondern auch eine einseitige selbstbezogene, nationalistische und oftmals sogar rassistische Betrachtungsweise.<\/p>\n<p><strong>&#8230;und in Pforzheim.<\/strong><br \/>\nDie Bombardierung zehn Wochen vor Kriegsende war Teil der britischen Milit\u00e4rstrategie, n\u00e4chtliche Fl\u00e4chenbombardements auf Innenst\u00e4dte zu fliegen und durch unz\u00e4hlige Tote eine \u201eDemoralisierung\u201c der Bev\u00f6lkerung zu erreichen, anstatt gezielt milit\u00e4rische und wirtschaftliche Ziele zu zerst\u00f6ren. Es ist kein Geheimnis, dass die westlichen Alliierten an einer m\u00f6glichst langen Aufreibung der sozialistischen Sowjetunion interessiert waren und dieses Interesse auch in Pforzheim umsetzten, indem sie gr\u00f6\u00dfere Industrieanlagen au\u00dferhalb der Stadt nicht angriffen. Auch f\u00fcr uns sind die Ereignisse in Pforzheim am 23. Februar 1945 kein Grund zum Feiern.<\/p>\n<p>In der Stadt Pforzheim versucht der rechte \u201eFreundeskreis &#8211; Ein Herz f\u00fcr Deutschland\u201c (FHD) die geschichtlichen Ereignisse f\u00fcr sich zu nutzen. Hierbei geben sich die f\u00fchrenden Akteure des FHD nach au\u00dfen bieder und eher konservativ, sie verzichten auf offen faschistische Parolen und versuchen, ihre Aufrufe rund um die Bombardierung der Stadt seri\u00f6s und wissenschaftlich erscheinen zu erlassen und sie sehen sich als gro\u00dfe Vork\u00e4mpfer gegen die verhasste \u201ePolitische Korrektheit\u201c. Am 23. Februar versuchen sie in erster Linie, das Datum der Bombardierung zur Verbreitung ihrer faschistischen Ideologie zu instrumentalisieren.<\/p>\n<p>Wie weit rechts der FHD jedoch wirklich steht und was er mit seinen Aktivit\u00e4ten rund um das Datum der Bombardierung Pforzheims bezwecken will, wird deutlich, wenn man seine Akteure etwas genauer betrachtet. Viele Mitglieder des \u201eFreundeskreises\u201c sind auch in der NPD organisiert und unterhalten enge Kontakte zu regionalen Kameradschaften und gewaltbereiten Gruppierungen, die immer wieder militant auffallen. Der FHD-Vorsitzende Silvio Covaglia beispielsweise ist bekennender Antisemit, Rassist und Faschist und hat bundesweite Kontakte in den braunen Sumpf.<\/p>\n<p>Die Stadt Pforzheim macht ihnen die Instrumentalisierung und den Missbrauch des Gedenkens nicht gerade besonders schwer. Auf den offiziell von der Stadt angebrachten Stelen und Gedenktafeln wird lediglich auf die Entwicklung der Industrie und die Bombardierung der Stadt durch die Alliierten eingegangen. Von der Macht\u00fcbergabe an die Faschisten &#8217;33, den hohen Wahlergebnissen f\u00fcr die NSDAP sowie den von Deutschland begonnen Krieg und von den unz\u00e4hligen Verbrechen der faschistischen Diktatur ist nichts zu lesen. Auch zu den tausenden in der Pforzheimer R\u00fcstungsindustrie eingesetzten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern f\u00e4llt kein Wort.<\/p>\n<p>Ihre Ablehnung gegen\u00fcber dem Nazigedenken begr\u00fcndete die Stadt in den vergangenen Jahren damit, dass es sich bei den Nazis um Extremisten handle. Immer wieder betont die Stadt Pforzheim, dass sie sich gegen jede Art von politischen Extremismus wende, egal ob von rechts oder links. Alleine das Aufgreifen der reaktion\u00e4ren, unwissenschaftlichen Extremismustheorie, die mittlerweile auch Staatsdoktrin ist, spricht dabei f\u00fcr sich. Durch die Gleichsetzung des linken und rechten politischen Lagers, entsteht auf der einen Seite ein Klima und eine Handhabe gegen fortschrittliche linke Kr\u00e4fte in der Gesellschaft und auf der anderen Seite f\u00f6rdert man so indirekt rechte und faschistische Tendenzen. In den vergangenen Jahren f\u00fchrte dies auch dazu, dass die Polizei den Aufmarsch der Faschisten, mit einem massiven Aufgebot und Gewalt gegen\u00fcber antifaschistischen Protesten durchsetzen konnte.<\/p>\n<p>Wie so oft, m\u00fcssen wir die Unterbindung von Nazi-Propaganda und das Verhindern faschistischer Umtriebe selbst in die Hand nehmen. Wir k\u00f6nnen und d\u00fcrfen uns nicht auf Staat, Polizei und Gerichte verlassen \u2013 diese sind oftmals selbst Teil des Problems. Egal ob bezahlte V-Leute in faschistischen Strukturen, bewusstes Wegschauen, das Verschweigen von rechten Umtrieben oder das Erm\u00f6glichen faschistischer Aufm\u00e4rsche durch riesige und brutale Polizeieins\u00e4tze \u2013 die konkreten Beispiele sind unz\u00e4hlig.<\/p>\n<p>Es liegt an uns Antifaschistinnen und Antifaschisten, sich zu organisieren und zusammenzuschlie\u00dfen, damit wir uns gegen die Gefahr von Rechts wehren k\u00f6nnen. Solidarisch, entschlossen und mit fortschrittlichen Konzepten k\u00f6nnen wir gemeinsam faschistische Propaganda unterbinden und eine zeitgem\u00e4\u00dfe Theorie und Praxis entwickeln, die unseren Anspr\u00fcchen gerecht wird. Nur eine k\u00e4mpferische antifaschistische Bewegung wird auf l\u00e4ngere Sicht stark genug sein, den Einfluss der r\u00fcckw\u00e4rtsgewandten Kr\u00e4fte in dieser Gesellschaft zur\u00fcckzudr\u00e4ngen. Unser Ziel ist eine solidarische Gesellschaft. Das bedeutet f\u00fcr uns vor allem, sich regional und \u00fcberregional zu organisieren und mit m\u00f6glichst vielen, eine gemeinsame Praxis und folglich auch eine St\u00e4rke zu entwickeln.<\/p>\n<p>Wir werden auch in diesem Jahr versuchen, am 23. Februar den Naziaufmarsch in Pforzheim am 69. Jahrestag der Bombardierung zu verhindern! Daf\u00fcr gibt es vielf\u00e4ltige Mittel und Herangehensweisen, denn oftmals sind es die verschiedenen einzelnen Aktionsformen, die zusammen zur Verhinderung eines Naziaufmarsches f\u00fchren. Es spielt keine Rolle, ob es Blockaden, spontanes Agieren und direkte Aktionen sind \u2013 die Nazis werden in Pforzheim nicht ungest\u00f6rt aufmarschieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Den Faschisten am 23. Februar entgegentreten!<br \/>\nGegen Geschichtsrevisionismus und f\u00fcr eine aufgekl\u00e4rte Gedenkkultur!<br \/>\nDie Antifaschistische Aktion aufbauen!<\/strong><\/p>\n<p>Dieser Aufruf wird herausgegeben von:<br \/>\nAntifaschistische Linke B\u00fchl-Achern<br \/>\nAntifaschistische Aktion L\u00f6rrach<br \/>\nAntifaschistische Jugend Ludwigshafen\/Mannheim<br \/>\nAntifaschistische Aktion (Aufbau) Rastatt\/Baden-Baden<br \/>\nAntifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart<br \/>\nAntifaschistische Aktion [O] Villingen-Schwenningen<\/p>\n<p>\u2026 und wird unterst\u00fctzt von:<br \/>\nAntifaschistische Aktion Bad Bergzabern<br \/>\nAntifa Ortenau<br \/>\nAntifaschistische Linke Freiburg (ALFR)<br \/>\nAntifaschistische Aktion (Aufbau) T\u00fcbingen<br \/>\nAntifaschistische Jugend Rems-Murr<br \/>\nDeutsche Kommunistische Partei (DKP) Baden-W\u00fcrttemberg<br \/>\nFriedensinitiative Bruchsal<br \/>\nLinksjugend [&#8217;solid] Baden-W\u00fcrttemberg<br \/>\nSozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) Baden-W\u00fcrttemberg<br \/>\nSozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) T\u00fcbingen<br \/>\nReinhard P\u00fcschel, DKP-Stadtrat, Heidenheim<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>+++ Ba-W\u00fc-weiter Aufruf online +++ Mobi ab Freiburg +++ Mobi-Seite: www.nonazis23feb.tk +++ Infokneipe am 21.Februar im LIZ +++ Am 23. 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