{"id":3076,"date":"2014-05-13T14:03:48","date_gmt":"2014-05-13T12:03:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=3076"},"modified":"2014-05-13T14:04:51","modified_gmt":"2014-05-13T12:04:51","slug":"so-wie-es-ist-bleibt-es-nicht-redebeitrag-auf-der-demonstration-zum-1-mai-2014-in-freiburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=3076","title":{"rendered":"\u201eSo, wie es ist, bleibt es nicht!\u201c &#8211; Redebeitrag auf der Demonstration zum 1.Mai 2014 in Freiburg"},"content":{"rendered":"<p>Ich spreche heute f\u00fcr den Antikapitalistischen Block:<br \/>\nWarum gehen wir heute auf die Stra\u00dfe? Warum haben wir uns hier gemeinsam versammelt? Warum haben sich zahlreiche Menschen entschlossen im antikapitalistischen Block f\u00fcr eine Welt jenseits von Krieg und Krise zu demonstrieren? Bereits Bertold Brecht wusste, wie schon so viele vor ihm: So, wie es ist, bleibt es nicht! An diesen Optimismus des gro\u00dfartigen Lyrikers und Kommunisten wollen wir uns anschlie\u00dfen:<br \/>\nDenn der Kapitalismus ist verdammt nochmal nicht alternativlos!<\/p>\n<p>Der Grund warum wir hier sind ist zun\u00e4chst ganz einfach: Wir wollen die Dinge \u00e4ndern!<br \/>\nAber, ganz im Sinne des letztj\u00e4hrigen Mottos des Antikapitalistischen Blocks, gilt eben auch: Von selbst wird die Welt nicht besser!<br \/>\n<!--more--><br \/>\nUnd bislang scheint auch im Jahr 2014 alles beim Alten zu sein: Die BRD setzt im neoliberalen Projekt \u201eEurop\u00e4ische Union\u201c weiterhin ihre Interessen durch. Die Folgen sind Massenarbeitslosigkeit, Sozialkahlschlag, Zwangsr\u00e4umungen \u2013 kurz: massive Einschnitte in die Lebensgrundlage der Menschen. Nicht hier &#8211; noch nicht. Bislang exportiert die BRD dieses Elend haupts\u00e4chlich in die L\u00e4nder S\u00fcdeuropas. Durch Spardiktate von Troika und IWF werden t\u00e4glich mehr und mehr Menschen in Europa in die Armut gedr\u00e4ngt. Nicht zuletzt um deutsche Profitinteressen zu wahren und die Vormachtsstellung Deutschlands innerhalb der EU auszubauen. Wir m\u00fcssen solidarisch sein mit den Menschen, die sich gegen den Ausverkauf und das Wegk\u00fcrzen ihrer Lebensgrundlagen auflehnen! Hoch die internationale Solidarit\u00e4t!<\/p>\n<p>Doch auch in der BRD klafft die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Uns wird erz\u00e4hlt Deutschland k\u00e4me gut durch die Krise. Doch auch hier ist die Umverteilung von Unten nach Oben im vollen Gange. Es war die von SPD und Gr\u00fcnen durchgesetzte Agenda 2010, die den bis dato tiefsten sozialen Einschnitt in der Geschichte der BRD einleitete. Die BRD soll \u201efit\u201c gewirtschaftet werden. Das ist heute mehr denn je das Motto. Mit Verweis auf die Globalisierung und dem angeblich drohenden Verlust der internationalen Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Standorts Deutschland wurde jede soziale Unzumutbarkeit und jeder Stellenabbau gerechtfertigt. Dabei wird freilich verschwiegen, dass die BRD diese Abw\u00e4rtsspirale innerhalb der EU ma\u00dfgeblich in Gang gesetzt hat. Deshalb sagen wir: Weg mit Leiharbeit! Schluss mit Prekarisierung und Ausverkauf!<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Menschen in S\u00fcdeuropa zumindest zum Teil versuchen sich gegen die Angriffe auf ihre Lebensverh\u00e4ltnisse zur Wehr zu setzen bleibt es in der BRD ruhig &#8211; zu ruhig!<br \/>\nVorhandener Widerstand gegen den autorit\u00e4ren Kurs der BRD wird innerhalb der EU von Polizei und Regierungen mit massiver Repression beantwortet. So wurde beispielsweise letztes Jahr die Blockupy-Gro\u00dfdemonstration in Frankfurt durch die Polizei verhindert. Doch warum beschr\u00e4nkt sich ein Ausbrechen aus der Regungslosigkeit auf die Blockupy-Krisenproteste oder auf punktuelle Veranstaltungen wie den 1. Mai? Auch wenn die BRD heute in Europa keine Kriege f\u00fchrt hat sie offensichtlich andere Wege der imperialistischen Einflussnahme gefunden. Mit Hilfe der \u201eTroika\u201c setzt sie als wirtschaftlich vorherrschende Macht innerhalb der EU ihre autorit\u00e4ren Krisenl\u00f6sungen durch! Und das finden wir zum Kotzen! Lasst uns im Herzen des europ\u00e4ischen Krisenregimes aktiv werden!<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen klare Kante zeigen, gegen das Hinnehmen immer weiterer Ekelhaftigkeiten. Wir m\u00fcssen klar Position beziehen &#8211; Gegen kapitalistische Ausbeutung und weiterer Unzumutbarkeiten! Und wir m\u00fcssen uns auch gegen ein sogenanntes \u201eneues deutsches Selbstbewusstsein in der Welt\u201c stellen! &#8211; Das bedeutet auch, sich einem Schulterschluss mit der Bundeswehr zu verwehren!<br \/>\nEs liegt an uns klar zu zeigen, dass die Vormachtstellung der BRD und das immer weitere Herunterwirtschaften ganzer L\u00e4nder nicht in unserem Interesse sind!<\/p>\n<p>Echte Ver\u00e4nderung schaffen wir nur gemeinsam! Nur solidarisch, kollektiv und organisiert! Und mit einer klaren antikapitalistischen Perspektive vor Augen! Dass das nicht einfach ist, wissen wir alle. Unsere Aufgabe ist es aber dem etwas entgegenzusetzen und gemeinsam f\u00fcr eine Welt ohne kapitalistische Ausbeutung und ohne Kriege zu streiten und zu k\u00e4mpfen! Es liegt an uns aktiv werden! Gehen wir es an! Lasst uns eine Alternative zu diesem System wieder auf die Tagesordnung setzen!<br \/>\n<strong><br \/>\n\u201eSo, wie es ist, bleibt es nicht!\u201c<br \/>\nKapitalismus \u00fcberwinden! F\u00fcr eine Welt jenseits von Krieg und Krise!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich spreche heute f\u00fcr den Antikapitalistischen Block: Warum gehen wir heute auf die Stra\u00dfe? Warum haben wir uns hier gemeinsam versammelt? Warum haben sich zahlreiche Menschen entschlossen im antikapitalistischen Block f\u00fcr eine Welt jenseits von Krieg und Krise zu demonstrieren? 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