{"id":391,"date":"2009-03-18T22:31:00","date_gmt":"2009-03-18T20:31:00","guid":{"rendered":"http:\/\/alfr.blogsport.de\/2009\/03\/18\/wladimir-iljitsch-lenindrei-quellen-und-drei-bestandteile-des-marxismus\/"},"modified":"2009-03-18T22:31:00","modified_gmt":"2009-03-18T20:31:00","slug":"wladimir-iljitsch-lenindrei-quellen-und-drei-bestandteile-des-marxismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=391","title":{"rendered":"Wladimir Iljitsch LeninDrei Quellen und drei Bestandteile des Marxismus"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Bilder\/lenin.jpg\" align=\"left\" alt=\"Lenin\" \/><strong>(M\u00e4rz 1913)<\/strong><\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich ver\u00f6ffentlicht in der Zeitschrift <strong>Prosweschtschenije<\/strong> Nr.3, M\u00e4rz 1913.<br \/>\nLenin, <strong>Werke<\/strong>, Bd.19, S.3-9.<br \/>\nText mit Dank von <a href=\"http:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/archiv\/admin\/mlwerke.htm\">MLWerke<\/a> entnommen.<\/p>\n<p>Die Lehre von Marx st\u00f6\u00dft in der ganzen zivilisierten Welt auf die erbittertste Feindschaft und den gr\u00f6\u00dften Ha\u00df der gesamten b\u00fcrgerlichen Wissenschaft (der offiziellen wie der liberalen), die im Marxismus eine Art \u201esch\u00e4dlicher Sekte\u201c erblickt. Ein anderes Verhalten kann man auch nicht erwarten, denn eine \u201eunparteiische\u201c Sozialwissenschaft kann es in einer auf Klassenkampf aufgebauten Gesellschaft nicht geben. Jedenfalls ist es Tatsache, da\u00df die gesamte offizielle und liberale Wissenschaft die Lohnsklaverei verteidigt, w\u00e4hrend der Marxismus dieser Sklaverei schonungslosen Kampf angesagt hat. In einer Gesellschaft der Lohnsklaverei eine unparteiische Wissenschaft zu erwarten w\u00e4re eine ebenso t\u00f6richte Naivit\u00e4t, wie etwa von den Fabrikanten Unparteilichkeit zu erwarten in der Frage, ob man nicht den Arbeitern den Lohn erh\u00f6hen sollte, indem man den Profit des Kapitals k\u00fcrzt.<!--more--><\/p>\n<p>Doch nicht das allein. Die Geschichte der Philosophie und die Geschichte der Sozialwissenschaft zeigen mit aller Deutlichkeit, da\u00df der Marxismus nichts enth\u00e4lt, was einem \u201eSektierertum\u201c im Sinne irgendeiner abgekapselten, verkn\u00f6cherten Lehre \u00e4hnlich w\u00e4re, die abseits von der Heerstra\u00dfe der Weltzivilisation entstanden ist. Im Gegenteil: Die ganze Genialit\u00e4t Marx\u2019 besteht gerade darin, da\u00df er auf die Fragen Antworten gegeben hat, die das fortgeschrittene Denken der Menschheit bereits gestellt hatte. Seine Lehre entstand als direkte und unmittelbare Fortsetzung der Lehren der gr\u00f6\u00dften Vertreter der Philosophie, der politischen \u00d6konomie und des Sozialismus.<\/p>\n<p>Die Lehre von Marx ist allm\u00e4chtig, weil sie wahr ist. Sie ist in sich geschlossen und harmonisch, sie gibt den Menschen eine einheitliche Weltanschauung, die sich mit keinerlei Aberglauben, keinerlei Reaktion, keinerlei Verteidigung b\u00fcrgerlicher Knechtung vereinbaren l\u00e4\u00dft. Sie ist die rechtm\u00e4\u00dfige Erbin des Besten, was die Menschheit im 19. Jahrhundert in Gestalt der deutschen Philosophie, der englischen \u00d6konomie und des franz\u00f6sischen Sozialismus hervorgebracht hat. Auf diese drei Quellen und gleichzeitige Bestandteile des Marxismus wollen wir denn auch kurz eingehen.<\/p>\n<p><strong>I<\/strong><\/p>\n<p>Die Philosophie des Marxismus ist der Materialismus. Im Laufe der gesamten neuesten Geschichte Europas und insbesondere Ende des 18. Jahrhunderts in Frankreich, wo eine entscheidende Schlacht gegen alles mittelalterliche Ger\u00fcmpel, gegen den Feudalismus in den Einrichtungen und in den Ideen geschlagen wurde, erwies sich der Materialismus als die einzige folgerichtige Philosophie, die allen Lehren der Naturwissenschaften treu bleibt, die dem Aberglauben, der Fr\u00f6mmelei usw. feind ist. Die Feinde der Demokratie waren daher aus allen Kr\u00e4ften bem\u00fcht, den Materialismus \u201ezu widerlegen\u201c, zu untergraben und zu diffamieren, und nahmen die verschiedenen Formen des philosophischen Idealismus in Schutz, der stets, auf diese oder jene Art, auf eine Verteidigung oder Unterst\u00fctzung der Religion hinausl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Marx und Engels verfochten mit aller Entschiedenheit den philosophischen Materialismus und legten zu wiederholten Malen dar, wie grundfalsch jede Abweichung von dieser Grundlage ist. Am klarsten und ausf\u00fchrlichsten sind ihre Anschauungen in Engels\u2013Werken <strong>Ludwig Feuerbach<\/strong> und <strong>Anti-D\u00fchring<\/strong> niedergelegt, die \u2013 wie das <strong>Kommunistische Manifest<\/strong> \u2013 Handb\u00fccher jedes klassenbewu\u00dften Arbeiters sind.<\/p>\n<p>Aber Marx blieb nicht beim Materialismus des 18. Jahrhunderts stehen, er entwickelte die Philosophie weiter. Er bereicherte sie durch die Errungenschaften der deutschen klassischen Philosophie und besonders des Hegelschen Systems, das seinerseits zum Materialismus Feuerbachs gef\u00fchrt hatte. Die wichtigste dieser Errungenschaften ist die Dialektik, d.h. die Lehre von der Entwicklung in ihrer vollst\u00e4ndigsten, tiefstgehenden und von Einseitigkeit freiesten Gestalt, die Lehre von der Relativit\u00e4t des menschlichen Wissens, das uns eine Widerspiegelung der sich ewig entwickelnden Materie gibt. Die neuesten Entdeckungen der Naturwissenschaft \u2013 das Radium, die Elektronen, die Verwandlung der Elemente \u2013 haben den dialektischen Materialismus von Marx gl\u00e4nzend best\u00e4tigt, entgegen den Lehren der b\u00fcrgerlichen Philosophen mit ihrer st\u00e4ndig \u201eneuen\u201c R\u00fcckkehr zum alten und faulen Idealismus.<\/p>\n<p>Marx, der den philosophischen Materialismus vertiefte und entwickelte, f\u00fchrte ihn zu Ende und dehnte dessen Erkenntnis der Natur auf die Erkenntnis der menschlichen Gesellschaft aus. Der historische Materialismus von Marx war eine gewaltige Errungenschaft des wissenschaftlichen Denkens. Das Chaos und die Willk\u00fcr, die bis dahin in den Anschauungen \u00fcber Geschichte und Politik geherrscht hatten, wurden von einer erstaunlich einheitlichen und harmonischen wissenschaftlichen Theorie abgel\u00f6st, die zeigt, wie sich aus einer Form des gesellschaftlichen Lebens, als Folge des Wachsens der Produktivkr\u00e4fte, eine andere, h\u00f6here Form entwickelt \u2013 wie zum Beispiel aus dem Feudalismus der Kapitalismus hervorgeht. Genauso wie die Erkenntnis des Menschen die von ihm unabh\u00e4ngig existierende Natur, d.h. die sich entwickelnde Materie widerspiegelt, so spiegelt die gesellschaftliche Erkenntnis des Menschen (d.h. die verschiedenen philosophischen, religi\u00f6sen, politischen usw. Anschauungen und Lehren) die \u00f6konomische Struktur der Gesellschaft wider. Die politischen Einrichtungen sind ein \u00dcberbau auf der \u00f6konomischen Basis. Wir sehen zum Beispiel, wie die verschiedenen politischen Formen der heutigen europ\u00e4ischen Staaten dazu dienen, die Herrschaft der Bourgeoisie \u00fcber das Proletariat zu festigen.<\/p>\n<p>Marx\u2019 Philosophie ist der vollendete philosophische Materialismus, der der Menschheit \u2013 insbesondere der Arbeiterklasse \u2013 m\u00e4chtige Mittel der Erkenntnis gegeben hat.<\/p>\n<p><strong>II<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem Marx erkannt hatte, da\u00df die \u00f6konomische Struktur die Basis ist, worauf sich der politische \u00dcberbau erhebt, wandte er seine Aufmerksamkeit vor allem dem Studium dieser \u00f6konomischen Struktur zu. Das Hauptwerk von Marx \u2013 <strong>Das Kapital<\/strong> \u2013 ist der Erforschung der \u00f6konomischen Struktur der modernen, d.h. der kapitalistischen Gesellschaft gewidmet.<\/p>\n<p>Die vormarxsche klassische politische \u00d6konomie entstand in England, dem entwickeltsten kapitalistischen Land. Adam Smith und David Ricardo, die die \u00f6konomische Struktur untersuchten, legten den Grundstein der Arbeitswerttheorie. Marx setzte ihr Werk fort. Er begr\u00fcndete diese Theorie exakt und entwickelte sie folgerichtig. Er zeigte, da\u00df der Wert einer jeden Ware durch die Menge der gesellschaftlich notwendigen Arbeitszeit bestimmt wird, die zur Produktion der Ware erforderlich ist.<\/p>\n<p>Wo die b\u00fcrgerlichen \u00d6konomen ein Verh\u00e4ltnis von Dingen sahen (Austausch Ware gegen Ware), dort enth\u00fcllte Marx ein Verh\u00e4ltnis von Menschen. Der Austausch von Waren dr\u00fcckt die Verbindung zwischen den einzelnen Produzenten vermittels des Marktes aus. Das Geld bedeutet, da\u00df diese Verbindung immer enger wird und das gesamte wirtschaftliche Leben der einzelnen Produzenten untrennbar zu einem Ganzen verkn\u00fcpft. Das Kapital bedeutet eine weitere Entwicklung dieser Verbindung: Die Arbeitskraft des Menschen wird zur Ware. Der Lohnarbeiter verkauft seine Arbeitskraft dem Besitzer des Bodens, der Fabriken, der Arbeitsmittel. Einen Teil des Arbeitstages verwendet der Arbeiter darauf, die zu seinem und seiner Familie Unterhalt notwendigen Ausgaben zu decken (Arbeitslohn), den anderen Teil des Tages jedoch arbeitet der Arbeiter unentgeltlich; er schafft den Mehrwert f\u00fcr den Kapitalisten, die Quelle des Profits, die Quelle des Reichtums der Kapitalistenklasse. Die Lehre vom Mehrwert ist der Grundpfeiler der \u00f6konomischen Theorie von Marx.<\/p>\n<p>Das durch die Arbeit des Arbeiters geschaffene Kapital unterdr\u00fcckt den Arbeiter, ruiniert die Kleinbesitzer und erzeugt eine Armee von Arbeitslosen. In der Industrie ist der Sieg des Gro\u00dfbetriebes auf den ersten Blick sichtbar, aber auch in der Landwirtschaft sehen wir die gleiche Erscheinung: Die \u00dcberlegenheit des kapitalistischen landwirtschaftlichen Gro\u00dfbetriebes w\u00e4chst, die Anwendung von Maschinen nimmt zu, die Bauernwirtschaft ger\u00e4t in die Schlinge des Geldkapitals, sie verf\u00e4llt unter der Last ihrer technischen R\u00fcckst\u00e4ndigkeit dem Niedergang und Ruin. In der Landwirtschaft nimmt der Niedergang des Kleinbetriebs andere Formen an, doch der Niedergang selbst ist eine unbestreitbare Tatsache.<\/p>\n<p>Durch die Zerschlagung der Kleinproduktion bewirkt das Kapital eine Steigerung der Arbeitsproduktivit\u00e4t und die Schaffung einer Monopolstellung der Vereinigungen der Gro\u00dfkapitalisten. Die Produktion selbst wird immer mehr zur gesellschaftlichen Produktion \u2013 Hunderttausende und Millionen von Arbeitern werden zu einem planm\u00e4\u00dfigen Wirtschaftsorganismus zusammengefa\u00dft \u2013, das Produkt der gemeinsamen Arbeit aber eignet sich eine Handvoll Kapitalisten an. Es wachsen die Anarchie der Produktion, die Krisen, die tolle Jagd nach M\u00e4rkten, die Existenzunsicherheit f\u00fcr die Masse der Bev\u00f6lkerung. Die kapitalistische Ordnung, die Abh\u00e4ngigkeit der Arbeiter vom Kapital steigert, schafft gleichzeitig die gewaltige Macht der vereinigten Arbeit.<\/p>\n<p>Von den ersten Anf\u00e4ngen der Warenwirtschaft, vom einfachen Austausch an, verfolgte Marx die Entwicklung des Kapitalismus bis zu seinen h\u00f6chsten Formen, bis zur Gro\u00dfproduktion.<\/p>\n<p>Und die Erfahrungen aller kapitalistischen L\u00e4nder, der alten wie der neuen, zeigen einer von Jahr zu Jahr wachsenden Zahl von Arbeitern anschaulich die Richtigkeit dieser Lehre von Marx. Der Kapitalismus hat in der ganzen Welt gesiegt, aber dieser Sieg ist nur die Vorstufe zum Sieg der Arbeit \u00fcber das Kapital.<\/p>\n<p><strong>III<\/strong><\/p>\n<p>Als der Feudalismus gest\u00fcrzt und die \u201efreie\u201c kapitalistische Gesellschaft zur Welt gekommen war, zeigte es sich sogleich, da\u00df diese Freiheit ein neues System der Unterdr\u00fcckung und Ausbeutung der Werkt\u00e4tigen bedeutet. Alsbald kamen verschiedene sozialistische Lehren auf, als Widerspiegelung dieser Unterdr\u00fcckung und als Protest gegen sie. Doch der urspr\u00fcngliche Sozialismus war ein utopischer Sozialismus. Er kritisierte die kapitalistische Gesellschaft, verurteilte und verfluchte sie, tr\u00e4umte von ihrer Vernichtung, phantasierte von einer besseren Ordnung und suchte die Reichen von der Unsittlichkeit der Ausbeutung zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Der utopische Sozialismus war jedoch nicht imstande, einen wirklichen Ausweg zu zeigen. Er vermochte weder das Wesen der kapitalistischen Lohnsklaverei zu erkl\u00e4ren noch die Gesetze der Entwicklung des Kapitalismus zu entdecken, noch jene gesellschaftliche Kraft zu finden, die f\u00e4hig ist, Sch\u00f6pfer einer neuen Gesellschaft zu werden.<\/p>\n<p>Indessen enth\u00fcllten die st\u00fcrmischen Revolutionen, von denen der Untergang des Feudalismus, der Leibeigenschaft, \u00fcberall in Europa und besonders in Frankreich begleitet war, immer augenf\u00e4lliger den Kampf der Klassen als Grundlage der gesamten Entwicklung und als ihre treibende Kraft.<\/p>\n<p>Kein einziger Sieg der politischen Freiheit \u00fcber die Klasse der Feudalherren wurde errungen ohne deren verzweifelten Widerstand. Kein einziges kapitalistisches Land bildete sich auf mehr oder weniger freier, demokratischer Grundlage, ohne da\u00df ein Kampf auf Leben und Tod zwischen den verschiedenen Klassen der kapitalistischen Gesellschaft stattfand.<\/p>\n<p>Die Genialit\u00e4t Marx\u2019 besteht darin, da\u00df er es fr\u00fcher als alle anderen verstand, daraus jene Schlu\u00dffolgerungen zu ziehen und konsequent zu entwickeln, die uns die Weltgeschichte lehrt. Diese Schlu\u00dffolgerung ist die Lehre vom Klassenkampf.<\/p>\n<p>Die Menschen waren in der Politik stets die einf\u00e4ltigen Opfer von Betrug und Selbstbetrug, und sie werden es immer sein, solange sie nicht lernen, hinter allen m\u00f6glichen moralischen, religi\u00f6sen, politischen und sozialen Phrasen, Erkl\u00e4rungen und Versprechungen die Interessen dieser oder jener Klassen zu suchen. Die Anh\u00e4nger von Reformen und Verbesserungen werden immer von den Verteidigern des Alten \u00fcbert\u00f6lpelt werden, solange sie nicht begreifen, da\u00df sich jede alte Einrichtung, wie sinnlos und faul sie auch erscheinen mag, durch die Kr\u00e4fte dieser oder jener herrschenden Klassen behauptet. Um aber den Widerstand dieser Klassen zu brechen, gibt es nur ein Mittel: innerhalb der uns umgebenden Gesellschaft selbst Kr\u00e4fte zu finden, aufzukl\u00e4ren und zum Kampf zu organisieren, die imstande \u2013 und infolge ihrer gesellschaftlichen Lage gen\u00f6tigt \u2013 sind, die Kraft zu bilden, die das Alte hinwegzufegen und das Neue zu schaffen vermag.<\/p>\n<p>Erst der philosophische Materialismus von Marx hat dem Proletariat den Ausweg aus der geistigen Sklaverei gewiesen, in der alle unterdr\u00fcckten Klassen bisher ihr Leben fristeten. Erst die \u00f6konomische Theorie von Marx hat die wirkliche Stellung des Proletariats im Gesamtsystem des Kapitalismus erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>In der ganzen Welt, von Amerika bis Japan und von Schweden bis S\u00fcdafrika, mehren sich die selbst\u00e4ndigen Organisationen des Proletariats. Es schreitet in seiner Aufkl\u00e4rung und Erziehung fort, indem es seinen Klassenkampf f\u00fchrt, es entledigt sich der Vorurteile der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft, schlie\u00dft sich immer enger zusammen und lernt, an seine Erfolge den richtigen Ma\u00dfstab anzulegen, st\u00e4hlt seine Kr\u00e4fte und w\u00e4chst unaufhaltsam.<\/p>\n<p><strong>W.I.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Anmerkung<\/strong><\/p>\n<p>W.I. Lenins Artikel &#8222;Drei Quellen und drei Bestandteile des Marxismus&#8220; wurde in der Nr. 3 der Zeitschrift <strong>Prosweschtschenije<\/strong>, Jahrgang 1913, ver\u00f6ffentlicht, die dem 30. Todestag von Karl Marx gewidmet war.<\/p>\n<p><strong>Prosweschtschenije<\/strong> (Die Aufkl\u00e4rung) \u2013 theoretisches Organ der Bolschewiki, erschien monatlich ab Dezember 1911 legal in Petersburg. Die Zeitschrift, die auf Anregung Lenins gegr\u00fcndet worden war, trat an die Stelle der von der zaristischen Regierung verbotenen Moskauer bolschewistischen Zeitschrift <strong>Mysl<\/strong> (Der Gedanke). Lenin leitete die Zeitschrift <strong>Prosweschtschenije<\/strong> vom Ausland her; sie ver\u00f6ffentlichte seine Arbeiten: Prinzipielle Fragen der Wahlkampagne, Die Ergebnisse der Wahlen, Kritische Bemerkungen zur nationalen Frage, \u00dcber das Selbstbestimmungsrecht der Nationen und andere. Den Teil Kunst und Literatur redigierte A.M. Gorki. Die Auflage der Zeitschrift betrug nahezu 5.000 Exemplare.<\/p>\n<p>Kurz vor dem ersten Weltkrieg \u2013 im Juni 1914 \u2013 wurde die Zeitschrift von der zaristischen Regierung verboten. Im Herbst 1917 wurde das <strong>Prosweschtschenije<\/strong> erneut herausgegeben, es erschien nur eine Doppelnummer der Zeitschrift, in der die Arbeiten Lenins Werden die Bolschewiki die Staatsmacht behaupten? und Zur Revision des Parteiprogramms ver\u00f6ffentlicht wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(M\u00e4rz 1913) Urspr\u00fcnglich ver\u00f6ffentlicht in der Zeitschrift Prosweschtschenije Nr.3, M\u00e4rz 1913. Lenin, Werke, Bd.19, S.3-9. Text mit Dank von MLWerke entnommen. 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