{"id":4664,"date":"2016-02-25T14:36:15","date_gmt":"2016-02-25T13:36:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=4664"},"modified":"2016-02-26T12:45:01","modified_gmt":"2016-02-26T11:45:01","slug":"demonstration-zum-internationalen-frauenkampftag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=4664","title":{"rendered":"Demonstration zum Internationalen Frauenkampftag"},"content":{"rendered":"<p><u><b>Rassistische Hetze im Namen von Frauenrechten: Nicht mit uns!<\/b><\/u><\/p>\n<p>Sexismus und sexualisierte Gewalt existieren in Deutschland nicht erst seit den sexuellen \u00dcbergriffen in der Silvesternacht in K\u00f6ln und anderswo. Es ist kein Ph\u00e4nomen, das importiert wurde, sondern in unserer Gesellschaft fest verankert ist. Frauen* sind t\u00e4glich betroffen von sexualisierter Gewalt, sei es auf der Stra\u00dfe, am Arbeitsplatz oder im eigenen Zuhause. Nach Angaben von Terre des Femmes werden in Deutschland j\u00e4hrlich 160.000 Vergewaltigungen ausge\u00fcbt; es wird jedoch lediglich 1% der T\u00e4ter verurteilt. Diese Gewalt gegen Frauen* geht in den meisten F\u00e4llen von (Ex-)Partnern aus. Nur die wenigsten Frauen* erstatten Anzeige, da allzu h\u00e4ufig ihnen die Verantwortung zugeschoben wird. Wir fordern sexuelle Bel\u00e4stigung endlich als Straftatbestand anzuerkennen!\u00a0Gesellschaftlich wird sexualisierte Gewalt erst dann thematisiert, wenn die T\u00e4ter die vermeintlich Anderen sind. So benutzen derzeit vor allem Rassist*innen die sexuelle Gewalt in der Silvesternacht, um gegen Menschen mit Fluchthintergrund gewaltsam vorzugehen. Es bilden sich sogenannte B\u00fcrgerwehren um \u201eunsere, deutschen Frauen\u201c zu besch\u00fctzen. Hierbei geht es in keiner Weise darum, die Selbstbestimmung der Frau* zu verteidigen. Vielmehr beg\u00fcnstigt diese aktuelle Debatte ein Klima, das die Interessen von Menschen mit Fluchthintergrund ignoriert. Als Beispiel k\u00f6nnen hier die erneuten Versch\u00e4rfungen des Asylrechts genannt werden. Insbesondere die Einschr\u00e4nkung des Familiennachzugs, die noch mehr Frauen auf gef\u00e4hrliche Fluchtrouten zwingt.\u00a0Sexismus und Rassismus sind beide Unterdr\u00fcckungsverh\u00e4ltnisse, die bek\u00e4mpft werden m\u00fcssen. Wir setzen uns ein f\u00fcr eine solidarische Gesellschaft, in der alle vor verbalen und k\u00f6rperlichen \u00dcbergriffen sicher sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><u><b>Internationale Solidarit\u00e4t statt Krieg \u2013 Fluchtursachen bek\u00e4mpfen!<\/b><\/u><\/p>\n<p>Zu allen Zeiten ist der Internationale Frauen*kampftag auch ein Kampftag f\u00fcr den Frieden. Wir engagieren uns gegen Krieg, der f\u00fcr viele Menschen mit Tod, Gewalt und Flucht verbunden ist. Frauen* sind in kriegerischen Auseinandersetzungen, und auch auf der Flucht, weltweit in besonderem Ma\u00dfe von Vergewaltigungen als Kriegswaffe, sexualisierter Gewalt und von umfassender Schutzlosigkeit betroffen. Wir fordern humanit\u00e4re Hilfe und internationale Solidarit\u00e4t statt weitere Waffenlieferungen, die keinen Frieden schaffen.\u00a0Solange es Krieg und Verfolgung gibt, solange sind Menschen auf der Flucht. Hier gilt es die Fluchtursachen weltweit zu bek\u00e4mpfen. Zudem fordern wir ein umfassendes Asylrecht ein. Dabei ist es wichtig, dass den aus Armuts- und Kriegsgebieten gefl\u00fcchteten Menschen erm\u00f6glicht wird, ihre grundlegenden Bed\u00fcrfnisse zu realisieren. Sie ben\u00f6tigen ausreichend Nahrungsmittel, angemessenen Wohnraum, z\u00fcgige Gesundheitsversorgung, Zugang zum Bildungssystem sowie finanzielle Mittel, mit denen sie sich eigenst\u00e4ndig in ihrer neuen Umgebung bewegen k\u00f6nnen. Wichtig ist uns dar\u00fcber hinaus, dass gefl\u00fcchteten Frauen* auf allen Ebenen Schutzr\u00e4ume zur Verf\u00fcgung gestellt werden, in denen sie sich austauschen und in der Folge selbstbestimmt handeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><u><b>F\u00fcr die Anerkennung unterschiedlicher Lebensrealit\u00e4ten<\/b><\/u><\/p>\n<p>Auch in Zeiten der \u201ceingetragenen Lebenspartnerschaften\u201c f\u00fcr lesbische und schwule Paare sind homophobe Ressentiments keineswegs aus der Welt. So kommt es nicht nur in Freiburg immer wieder zu gewaltsamen verbalen und k\u00f6rperlichen \u00dcbergriffen. 90% der Trans*- Menschen in Europa berichten von Gewalt und Bel\u00e4stigung im \u00f6ffentlichen Raum, sowie 80% von einer unangemessenen Behandlung durch Polizei und Justiz.\u00a0Dies k\u00f6nnen und wollen wir nicht hinnehmen.\u00a0Diskriminierung, Ausgrenzung, Beleidigung, Mobbing, K\u00f6rperverletzung und medizinische Eingriffe ohne Einwilligung m\u00fcssen ein Ende haben. Wir m\u00f6chten in einer Welt leben, in der mehr als zwei Geschlechter akzeptiert werden und in der Liebe zwischen Menschen nicht durch Hass andere eingeschr\u00e4nkt wird.<\/p>\n<p><u><b>Existenzsicherung und Anerkennung statt Ausbeutung<\/b><\/u><\/p>\n<p>Nur elementare Sicherheit und blo\u00dfer Schutz vor \u00dcbergriffen reicht uns nicht. Wir wollen ein gutes Leben, \u00fcberall! Dazu geh\u00f6rt eine grundlegende Existenzsicherung f\u00fcr alle Menschen. Noch verdienen Frauen* in der BRD 22% weniger als M\u00e4nner. Dieser niedrige Lohn verbunden mit Teilzeitarbeit hat zur Folge, dass Altersarmut prim\u00e4r weiblich ist. Frauen* erledigen gleichzeitig den gro\u00dfen Teil der nicht entlohnten Haus- und Sorgearbeit. Unser Wirtschaftssystem ist darauf angewiesen, dass diese nicht entlohnt wird. Wir fordern eine gerechte Verteilung aller Arbeit!\u00a0Dort wo diese Aufgaben von Care-Besch\u00e4ftigten \u00fcbernommen werden, werden sie wenig wertgesch\u00e4tzt und dementsprechend schlecht bezahlt. Deswegen sind wir solidarisch mit Erzieher*innen, Sozialarbeiter*innen, Alten- und Krankenpfleger*innen, die begonnen haben, sich mit vielf\u00e4ltigen Aktionen f\u00fcr ihre Rechte einzusetzen. Insbesondere fordern wir auch Verbesserungen f\u00fcr die meist migrantischen Haushaltsarbeiter*innen, denen aufgrund globaler Arbeitsteilung und rassistischer Stereotype jegliche soziale Absicherung verwehrt wird. Sie putzen, pflegen, betreuen, organisieren ganze Haushalte, verdienen h\u00e4ufig weit unter dem Mindestlohn und haben bei Krankheit, Mutterschaft, Urlaub keinerlei Anspruch auf Lohnfortzahlung.\u00a0Wir fordern deswegen eine deutlich bessere Entlohnung und soziale Absicherung f\u00fcr alle Care-Besch\u00e4ftigten.<\/p>\n<p><i>Kommt alle zur Demonstration anl\u00e4sslich des internationalen Frauen*kampftags<a href=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/plakat2016-deutsch1-page-001-214x300.jpg\" rel=\"attachment wp-att-4665\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4665\" src=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/plakat2016-deutsch1-page-001-214x300-214x300.jpg\" alt=\"plakat2016-deutsch1-page-001-214x300\" width=\"214\" height=\"300\" \/><\/a><\/i><\/p>\n<p>Am\u00a0<b>8.\u00a0M\u00e4rz<br \/>\n<\/b>Um\u00a0<b>18\u00a0Uhr<br \/>\n<\/b>Zum\u00a0Platz\u00a0der\u00a0Alten\u00a0Synagoge<br \/>\nIn\u00a0Freiburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rassistische Hetze im Namen von Frauenrechten: Nicht mit uns! 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