{"id":5138,"date":"2017-04-02T14:33:44","date_gmt":"2017-04-02T12:33:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=5138"},"modified":"2017-04-27T21:17:39","modified_gmt":"2017-04-27T19:17:39","slug":"aufruf-zum-antikapitalistischen-1-mai-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=5138","title":{"rendered":"Aufruf zum antikapitalistischen 1. Mai 2017"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\">Auch dieses Jahr rufen wir zur Beteiligung am antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemo in Freiburg auf. Untenstehend unser Aufruf und <a href=\"https:\/\/rdl.de\/beitrag\/100-jahre-nach-der-russischen-revolution-eine-andere-welt-ist-m-glich\">hier<\/a> unser Interview bei Radio Dreyeckland.<\/p>\n<p align=\"justify\"><b>1. Mai 2017 | 10:30 Uhr | St\u00fchlinger Kirchplatz, Freiburg<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"center\"><b>Eine andere Welt ist machbar \u2013 f\u00fcr den Kommunismus!<\/b><\/p>\n<p align=\"justify\"><b>Seien wir realistisch<\/b><\/p>\n<p align=\"justify\">Ein Blick in die Nachrichten der vergangenen Monate reicht aus, um den Eindruck zu bekommen, dass die Welt aus den Fugen geraten ist. In ganzen Weltregionen herrscht Krieg und zehntausende Menschen ertrinken bei dem Versuch, vor den Verw\u00fcstungen des Kapitalismus zu fl\u00fcchten. Dazu kommen der globale Klimawandel,<!-- Krise, Sozialabbau, Spardiktat --> das Erstarken des religi\u00f6sen Fanatismus, wachsende geopolitische Spannungen sowie die rasante Entwicklung der Kriegs- und \u00dcberwachungstechnologien, die ganz neue Formen von Zerst\u00f6rung und Herrschaft m\u00f6glich machen. In den wohlhabenden L\u00e4ndern des globalen Nordens schlie\u00dflich hofft ein wachsender Teil der Bev\u00f6lkerung, sich von diesen Entwicklungen durch die Errichtung von Grenzz\u00e4unen abkoppeln zu k\u00f6nnen. Institutioneller Rassismus, rechte Bewegungen auf der Stra\u00dfe und die Propaganda rechter F\u00fchrungsfiguren heizen sich gegenseitig an und entfalten eine Dynamik, die das gesamte gesellschaftliche Klima nach rechts verschiebt. Eigentlich liegt auf der Hand, was in einer solchen Situation zu tun w\u00e4re: <i>Wenn das Alte im Chaos<\/i><!-- Anderes Wort? --><i> versinkt, muss dar\u00fcber gesprochen werden, wie etwas radikal Neues aussehen k\u00f6nnte.<\/i><\/p>\n<p align=\"justify\">Doch genau hier liegt die Paradoxie unserer Zeit. Linke Positionen sind zwischen dem Get\u00f6se rechter Schreih\u00e4lse und dem medialen Spektakel der Realpolitik kaum noch sichtbar, werden vereinnahmt oder korrumpiert. Nach Jahren propagierter neoliberaler Alternativlosigkeit scheint die schiere M\u00f6glichkeit auf eine bessere Welt versch\u00fcttet. Stattdessen wirkt es, als verliefen die gesellschaftlichen Konfliktlinien nicht zwischen links und rechts, nicht zwischen oben und unten, sondern zwischen den Verteidiger_innen der \u201ealternativlosen\u201c (neo-)liberalen Weltordnung auf der einen und den Vork\u00e4mpfer_innen eines national-reaktion\u00e4ren Festungskapitalismus auf der anderen Seite. Die Linke muss sich die Frage stellen, mit welcher Erz\u00e4hlung sie dieser falschen Gegen\u00fcberstellung eines vermeintlich vern\u00fcnftigen Neoliberalismus und einer angeblichen Alternative von Rechts begegnen kann. <i>Sie muss wieder die Hoffnung wecken, das<\/i><i>s<\/i><i> die Menschheit eines Tages in einer Welt jenseits von Krise, Krieg und Kapitalismus leben wird \u2013 und das Wissen darum, dass diese M\u00f6glichkeit allein in unseren H\u00e4nden liegt.<\/i><\/p>\n<p align=\"justify\"><b>Versuchen wir das Unm\u00f6gliche<\/b><\/p>\n<p align=\"justify\">Hierzu lohnt gerade im Jahr 2017 ein Blick in die Geschichte. 100 Jahre nach der Russischen Revolution scheint es, als sei das Feuer unter dem Kessel der Lokomotive \u00abRevolution\u00bb erloschen. Nichtsdestotrotz: Die Ausl\u00e4ufer und Signale der Revolution des Jahres 1917 pr\u00e4gten von Russland ausgehend tiefgreifend alle Regionen und Gesellschaften der Welt, zu verschiedenen Zeiten, mit unterschiedlichen Folgen und Wirkungen. 1917 wurde das Unwahrscheinlichste Wahrheit: Die Revolution war da. Diese Revolution geschah nicht durch die Wahl von Parteien auf Parlamentssitze, nicht in milit\u00e4rischen Schlachten um wichtige Festungen und Grenzverl\u00e4ufe. Sie wurde gemacht, von unten: \u00dcberall im Land f\u00fchrten B\u00e4uer_innen Bodenenteignungen durch, desertieren Soldat_innen und bildeten sich Arbeiter_innenr\u00e4te, um gemeinsam zu entscheiden, wie die radikale Umgestaltung der Gesellschaft zu organisieren sei. In einer Zeit, in der die herrschenden Klassen der b\u00fcrgerlichen und autokratischen Staaten die gesamte Welt mit massenhaftem Elend und Tod \u00fcberzogen, er\u00f6ffnete die Russische Revolution eine Chance auf Frieden, soziale Gerechtigkeit und Demokratie von unten. Heute verstellen die Tr\u00fcmmer der Geschichte den Blick auf die Revolution, den Blick auf eine kommunistische Alternative zum Bestehenden. <i>Wollen wir als Linke heute erfolgreich k\u00e4mpfen, m\u00fcssen wir das Versprechen der Revolution von 1917 bergen: keine Entm\u00fcndigung mehr hinzunehmen und keine Erniedrigung mehr ertragen zu m\u00fcssen.<\/i><\/p>\n<p align=\"justify\"><b>Eine andere Welt ist machbar<\/b><\/p>\n<p align=\"justify\">Doch auch im Jahr 2017 ist die Lage lange nicht so aussichtslos, wie es scheint. Eine Vielzahl von Initiativen arbeiten an einer solidarischen Umgestaltung der Welt von unten. Bruchst\u00fccke des Traums von der staaten- und klassenlosen Weltgesellschaft finden wir in den K\u00e4mpfen der Migrant_innen und ihrer Unterst\u00fctzer_innen um globale Bewegungsfreiheit, in den Auseinandersetzungen um menschenw\u00fcrdige Arbeitsbedingungen und L\u00f6hne oder in den klimapolitischen Bewegungen f\u00fcr einen Planeten, auf dem auch in Zukunft noch Menschen leben k\u00f6nnen. Was all diesen K\u00e4mpfen jedoch h\u00e4ufig fehlt, ist eine gemeinsame Perspektive, ein Projekt, dass zum einen in der Lage ist, die Isolierung der einzelnen K\u00e4mpfe zu \u00fcberwinden, zum anderen aber auch die Vielfalt des Mosaiks der Bewegungen ber\u00fccksichtigt. Aufgabe muss es sein, die Verbindungslinien zwischen globalem Kriegszustand und lokalen K\u00e4mpfen um soziale Infrastruktur, zwischen der nicht enden wollenden Trag\u00f6die an den europ\u00e4ischen Au\u00dfengrenzen und der immer gr\u00f6\u00dferen sozialen Ungleichheit aufzuzeigen. Dazu m\u00fcssen wir aktiv in die K\u00e4mpfe intervenieren, sie \u00fcber eine reformistische Kritik des Bestehenden hinaustreiben und auf einen revolution\u00e4ren Bruch hin zuspitzen. <i>In einer immer komplexer werdenden Welt m\u00fcssen wir uns eines gewiss machen: Die Zust\u00e4nde, unter denen wir leben, sind kein Naturgesetz, sondern von Menschen gemacht. In unserer Macht liegt es auch, diese Zust\u00e4nde aufzuheben!<\/i><\/p>\n<p align=\"justify\"><b>Kommt in den antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemonstration!<\/b><\/p>\n<p align=\"justify\"><b>1. Mai 2017 | 10:30 Uhr | St\u00fchlinger Kirchplatz, Freiburg<\/b><\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/pmai.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-5151 size-large\" src=\"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/pmai-367x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"367\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/pmai.jpg 367w, https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/pmai-107x300.jpg 107w\" sizes=\"(max-width: 367px) 100vw, 367px\" \/><\/a><b><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch dieses Jahr rufen wir zur Beteiligung am antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemo in Freiburg auf. Untenstehend unser Aufruf und hier unser Interview bei Radio Dreyeckland. 1. Mai 2017 | 10:30 Uhr | St\u00fchlinger Kirchplatz, Freiburg &nbsp; Eine andere Welt ist machbar \u2013 f\u00fcr den Kommunismus! 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