{"id":5677,"date":"2018-04-16T18:39:10","date_gmt":"2018-04-16T16:39:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=5677"},"modified":"2018-04-22T23:39:54","modified_gmt":"2018-04-22T21:39:54","slug":"gegen-die-rechten-auf-der-arbeit-im-viertel-ueberall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=5677","title":{"rendered":"Gegen die Rechten &#8211; auf der Arbeit, im Viertel &#038; \u00fcberall!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der 1. Mai ist seit dem Haymarket Riot 1886 der Internationale Kampftag der Arbeiter_innenklasse.1 Auch dieses Jahr wollen wir wieder auf die Stra\u00dfe gehen, um f\u00fcr unsere gemeinsamen Interessen als Lohnabh\u00e4ngige in einer kapitalistischen Weltwirtschaft einzustehen. Deshalb heraus zum 1. Mai!<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Antikapitalistischer Block auf der Gewerkschaftsdemo<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dienstag, 1. Mai | 10.30h | St\u00fchlinger Kirchplatz<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-5682\" src=\"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/1maionline_kleiner-1-107x300.jpg\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"578\" srcset=\"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/1maionline_kleiner-1-107x300.jpg 107w, https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/1maionline_kleiner-1-367x1024.jpg 367w, https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/1maionline_kleiner-1.jpg 950w\" sizes=\"(max-width: 207px) 100vw, 207px\" \/>Wie k\u00f6nnen wir heute f\u00fcr unsere gemeinsamen Interessen einstehen? 132 Jahre nachdem sich die Arbeiter_innen Chicagos auf dem Haymarket solidarisch f\u00fcr die ihrigen zusammenschlossen? Selbst Errungenschaften wie der Acht-Stundentag, die in der Vergangenheit durch die Arbeiter_innenbewegung erk\u00e4mpft wurden, werden st\u00e4ndig in Frage gestellt. Auch wenn sich die Arbeitswelt immer weiter ver\u00e4ndert, wird nach wie vor versucht m\u00f6glichst viel Profit auf Kosten der Lohnabh\u00e4ngigen zu erwirtschaften. Ausbeutung bleibt Ausbeutung, die uns auch heute zu schaffen macht: Leiharbeit, Werkvertr\u00e4ge, Zeitarbeit \u2013 alles unter dem Zwang zur Flexibilisierung, die letztendlich nur den Konkurrenzdruck unter den Arbeitenden und die Profite der Unternehmen erh\u00f6ht. Nichts daran ist neu und hat auch schon durch die Agenda-Politik der vergangenen Jahre stattgefunden. Wer vertritt also unsere Interessen in einer Zeit, wo sich der Neoliberalismus durchgesetzt hat? Wo alles der Profitvermehrung des Kapitals geopfert wird? Wo der Kapitalismus vor keinem Bereich des Lebens mehr halt macht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Traditionell haben immer wir als Linke &#8211; egal, ob Gewerkschaften, Parteien oder antifaschistische Gruppen &#8211; unsere gemeinsamen Interessen als lohnabh\u00e4ngige Bev\u00f6lkerung vertreten und verteidigt. Doch seit neustem versuchen sich die Rechten zunehmend erfolgreich als Vertreter_innen des \u201ekleinen Mannes\u201c, der \u201ekleinen Leute\u201c zu inszenieren. Die Bundestagswahlen zeigten bereits ein \u00fcberdurchschnittliches W\u00e4hler_innenpotential f\u00fcr rechte Parteien innerhalb der Gewerkschaften. Doch damit nicht genug: P\u00fcnktlich zu den Betriebsratswahlen hat die \u201eAlternative f\u00fcr Deutschland\u201c versucht patriotische Gewerkschaften zu etablieren. Doch wie viel liegt den Rechten wirklich an den Interessen und N\u00f6ten von allen, die ihre Arbeitskraft verkaufen m\u00fcssen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass die Rechten von der AfD nicht einmal den Anspruch haben, alle jene zu vertreten, zeigen sie offen in ihrer v\u00f6lkischen und frauen_feindlichen Hetze. Alle, die nicht in das Bild ihrer patriarchalen, deutschen Leitkultur fallen, haben nichts als Benachteiligung, Ausgrenzung und Unterdr\u00fcckung zu erwarten. Arbeiter_innen aus anderen L\u00e4ndern, Migrant_innen und Frauen_ werden von der AfD ausschlie\u00dflich als Kontrahent_innen auf dem Arbeitsmarkt f\u00fcr den wei\u00dfen, deutschen, m\u00e4nnlichen Arbeiter dargestellt. Doch auch die, die \u00fcbrigbleiben, deren Interesse die AfD beansprucht zu vertreten, werden von den rechten Gewerkschaften und ihren Parteien nichts erwarten k\u00f6nnen. Denn das einzige, was sie vorzuweisen haben, ist taktisches Gep\u00f6bel gegen die kaum noch auseinanderzuhaltenden Verwalter_innen der kapitalistischen Verh\u00e4ltnisse. Wirkliche Alternativen hatten sie nie zu bieten. Denn allen Feindbild-Inszenierungen zum Trotz ist und bleibt die AfD ein kapitalistisches Projekt: Privatisierung und Sozialabbau hei\u00dft ihre Wirtschaftspolitik! Einem globalisierten, transnationalen Neoliberalismus wollen sie eine protektionistische, nationale Variante entgegensetzen, die jedoch noch immer den Spielregeln des kapitalistischen Wettbewerbs folgt. Interessen von Lohnabh\u00e4ngigen vertreten hei\u00dft f\u00fcr die AfD wei\u00dfen, deutschen, m\u00e4nnlichen Arbeitern einige Brotkr\u00fcmel hinzuwerfen, die ihnen in der sich immer weiter versch\u00e4rfenden Konkurrenz geringe Privilegien gew\u00e4hren. An erster Stelle stehen f\u00fcr die Rechten trotzdem die Interessen der nationalen Konzerne und nicht die Interessen derjenigen, die mit ihrer Arbeitskraft den ganzen Wohlstand erwirtschaften. Der Preis f\u00fcr diese Brotkr\u00fcmel ist hoch. Er hei\u00dft Entsolidarisierung und Spaltung. Er ist der Verzicht auf das gemeinsame K\u00e4mpfen f\u00fcr ein besseres Leben f\u00fcr alle. Die Entsolidariserung ist ein Schlag ins Gesicht f\u00fcr alle Freund_innen und Kolleg_innnen, die durch AfD und Konsorten ausgegrenzt und angegriffen werden. Der Preis f\u00fcr diese kurzfristigen Vorteile f\u00fcr einige wenige ist die langfristige Niederlage in s\u00e4mtlichen Interessenskonflikten mit der herrschenden Klasse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir wissen, dass die wahren Interessengegens\u00e4tze nicht zwischen \u201einnen\u201c und \u201eau\u00dfen\u201c verlaufen, wie ein Bj\u00f6rn H\u00f6cke meint. Die un\u00fcberbr\u00fcckbaren Interessengegens\u00e4tze einer kapitalistischen Produktionsweise verlaufen zwischen oben und unten. Wir d\u00fcrfen uns nicht spalten lassen, sondern m\u00fcssen solidarisch zusammenstehen, denn unser Kampf kann nur als ein feministischer, antirassistischer und internationalistischer Klassenkampf erfolgreich sein. F\u00fcr uns sind die pseudo-gewerkschaftlichen Organisierungsversuche der AfD in Rastatt, Sindelfingen und Stuttgart in Form rechter Betriebsratslisten nur ein weiterer Angriff im Sinne deutscher Kapitalfraktionen. Diesen und allen Angriffen auf unsere Freiheiten \u2013 sei es auf das Streikrecht, Arbeiter_innenrechte, die Versammlungsfreiheit und andere Errungenschaften, die im Laufe der Zeit organisiert erk\u00e4mpft wurden \u2013 m\u00fcssen wir gemeinsam entgegentreten. Wir werden uns nicht anhand von Geschlecht, Nationalit\u00e4t oder Religionszugeh\u00f6rigkeit spalten lassen. Nur zusammen k\u00f6nnen wir unsere Rechte verteidigen und dar\u00fcber hinaus dem Kapitalismus den Kampf ansagen, um ein gutes Leben f\u00fcr alle Realit\u00e4t werden zu lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darum kommt in den antikapitalistischen Block der Gewerkschafts-Demo zum 1. Mai. Lasst uns gemeinsam und entschlossen den rechten und neoliberalen Angriffen die Stirn bieten. Unser Motto ist und bleibt: Wir lassen uns nicht spalten!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>#Zusammenstehen gegen Rassismus, Kapital und Patriarchat! Hoch die internationale Solidarit\u00e4t!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was bedeutet der Unterstrich _ ? Mit dem Unterstrich wollen wir in unseren Texten auch all den Menschen Raum geben, die sich nicht den Kategorien Mann oder Frau zuordnen. Damit meinen wir explizit Personen, die sich als transgender, transsexuell, intersexuell oder queer verstehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der 1. 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