{"id":5696,"date":"2018-05-28T18:33:54","date_gmt":"2018-05-28T16:33:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=5696"},"modified":"2018-05-28T18:33:54","modified_gmt":"2018-05-28T16:33:54","slug":"gegen-den-afd-aufmarsch-freiburg-goes-bruchsal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=5696","title":{"rendered":"Gegen den AfD-Aufmarsch &#8211; Freiburg goes Bruchsal"},"content":{"rendered":"<p>Am 2.6.2018 plant der Afd Stadtverband Bruchsal eine Kundgebung mit<br \/>\neinem anschlie\u00dfendem Marsch durch Bruchsal. Geladene G\u00e4ste sind neben<br \/>\nRalf \u00d6zkara und Christina Baum, auch der rechte Hetzer Bj\u00f6rn H\u00f6cke.<br \/>\nDem kann nicht unwidersprochen zugesehen werden. Deshalb am 2.6 auf nach<br \/>\nBruchsal und den Rechten der AfD entschlossen entgegentreten.<\/p>\n<p>Aus Freiburg wird es gemeinsame Zuganreise geben.<br \/>\nTreffpunkt ist am 2.6 um 09:20 Uhr auf Gleis 2.<br \/>\nKommt vorbei und nimmt Freund_innen mit.<br \/>\nZusammen gegen die Afd immer und \u00fcberall.<\/p>\n<p>Letzte Infos gibt es am 1.6 um 20 Uhr im Linken Zentrum Adelante (<br \/>\nGl\u00fcmerstra\u00dfe 2, 79102 Freiburg.<\/p>\n<p>Hier auch der Aufruf der Karlsruher Genoss_innen:<\/p>\n<p>F\u00fcr den 02. Juni mobilisiert der AfD Stadtverband Bruchsal zu einer<br \/>\nKundgebung am Friedrichsplatz und einem Marsch durch Bruchsal, zu dem<br \/>\nverschiedene bekannte G\u00e4sten geladen sind.<br \/>\nNeben dem Landesvorsitzenden Ralf \u00d6zkara sowie den Landtagsabgeordneten<br \/>\nChristina Baum und Rainer Balzer ist man wohl besonders stolz darauf,<br \/>\nden prominenten rechten Demagogen Bj\u00f6rn H\u00f6cke als Redner gewonnen zu<br \/>\nhaben, der f\u00fcr die AfD eines der wichtigsten und bedeutendsten<br \/>\nMitglieder ist und dessen Auftritt im \u00f6ffentlichen s\u00fcddeutschen Raum<br \/>\neine echte Premiere darstellt.<\/p>\n<p>Der beurlaubte Geschichtslehrer Bj\u00f6rn H\u00f6cke ist Fraktionsvorsitzender<br \/>\nder AfD im Th\u00fcringer Landtag und organisierte lange Zeit regelm\u00e4\u00dfig<br \/>\nrechte Demonstrationen in Erfurt, die dem Spektrum der Neuen Rechten<br \/>\nzuzuordnen sind. Mediale Prominenz erreichte H\u00f6cke, indem er durch<br \/>\nh\u00e4ufige offen rassistische  Aussagen auffiel, die teils direkt die<br \/>\nSprache der Nationalsozialisten \u00fcbernahmen. So fantasierte er bereits<br \/>\nvon einem \u201etausendj\u00e4hrigen Bestehen\u201c und einer \u201etausendj\u00e4hrigen Zukunft\u201c<br \/>\nDeutschlands, und proklamierte genetische Unterschiede zwischen<br \/>\nEurop\u00e4ern und Afrikanern.<\/p>\n<p>Nach seiner Rede im Januar 2017, bei der er das Holocaust-Mahnmal in<br \/>\nBerlin als \u201eDenkmal der Schande\u201c bezeichnete und eine<br \/>\n\u201eerinnerungspolitische 180\u00b0-Wende\u201c forderte, sah die AfD selbst ihren<br \/>\n\u201eb\u00fcrgerlichen Anstrich\u201c gef\u00e4hrdet, sodass die Parteispitze sich zu einem<br \/>\nscheinheiligen Parteiausschlussverfahren entschied, um diesen zu<br \/>\nbewahren. Letztlich entschied sich ein internes Schiedsgericht Anfang<br \/>\n2018 selbstverst\u00e4ndlich gegen einen Ausschluss, nachdem das Verfahren<br \/>\nlange Zeit praktisch auf Eis lag \u2013 jedoch zeigt die Vielzahl an<br \/>\nVeranstaltung w\u00e4hrend des Bundeswahlkampfes, bei denen H\u00f6cke ein sehr<br \/>\nwillkommener Gast war, dass sich die Partei nie wirklich von ihm, seinem<br \/>\nRassismus, Sexismus und Antisemitismus distanzieren wollte \u2013 als rechter<br \/>\nBauernf\u00e4nger ist er ihr wohl zu n\u00fctzlich.<\/p>\n<p>H\u00f6cke vertritt eine v\u00f6lkisch-rassistische Gesellschaftsvorstellung und<br \/>\nbietet den extrem Rechten den Schulterschluss an, ohne ein<br \/>\npseudo-b\u00fcrgerliches Auftreten verlieren zu wollen. Er  symbolisiert das<br \/>\nwahre Gesicht der AfD und verk\u00f6rpert die Werte des fortschreitenden<br \/>\ngesellschaftlichen Rechtsrucks, der zunehmend zu einer Bedrohung f\u00fcr all<br \/>\njene wird, die nicht in das krude Weltbild der AfD passen. Diese konnte<br \/>\n2017 in den Bundestag einziehen, nachdem sie schon in fast allen<br \/>\nLandtagen vertreten war, sodass sie ihre menschenfeindliche Agenda<br \/>\ndirekt in die Parlamente tragen kann. Nun traut Bj\u00f6rn H\u00f6cke sich<br \/>\nerstmals auch in den \u00f6ffentlichen Raum im S\u00fcdwesten Deutschlands,<br \/>\nnachdem er sich sonst kaum aus seinem ostdeutschen Habitat bewegte.<\/p>\n<p>Auch die Region scheint kaum zuf\u00e4llig gew\u00e4hlt zu sein: Seit Jahresbeginn<br \/>\nkommt es in Kandel, unweit von Bruchsal, regelm\u00e4\u00dfig zu rechten<br \/>\nAufm\u00e4rschen, bei denen die Polizei aktiv daran beteiligt ist, den<br \/>\nnotwendigen Gegenprotest im Keim zu ersticken; entweder durch Gewalt und<br \/>\nPfefferspray, oder indem sie, wie zuletzt, AntifaschistInnen willk\u00fcrlich<br \/>\nin Z\u00fcgen festsetzt und damit g\u00e4nzlich an der Anreise hindert. In<br \/>\nKarlsruhe gab es in j\u00fcngerer Vergangenheit regelm\u00e4\u00dfige Naziaufm\u00e4rsche,<br \/>\ndenen der Weg regelm\u00e4\u00dfig von der Polizei frei gepr\u00fcgelt wurde.<br \/>\nAuch Bruchsal selbst war in der Vergangenheit gerne Schauplatz rechter<br \/>\nAktivit\u00e4ten. So wurde unter anderem 2016 der \u201eTag der Heimattreue\u201c<br \/>\nveranstaltet, bei dem Nazis aus der ganzen Region unter Polizeischutz<br \/>\ngem\u00fctlich ihre faschistische Hetze zur Schau stellen konnten, w\u00e4hrend<br \/>\nAntifaschistInnen willk\u00fcrlich von der Polizei eingekesselt und am<br \/>\nProtestieren gehindert wurden.<br \/>\nDie Region hat sich zu einer rechten Wohlf\u00fchlzone entwickelt, in der<br \/>\nallerlei Rechte bequem marschieren k\u00f6nnen, w\u00e4hrend der Gegenprotest mit<br \/>\nallen Mitteln zu ersticken versucht wird \u2013 es erscheint wenig<br \/>\nverwunderlich, dass man sich ausgerechnet Bruchsal f\u00fcr eine solche<br \/>\nAktion ausgesucht hat.<\/p>\n<p>Gerade rechte Akteure wie H\u00f6cke und die AfD haben ein besonders starkes<br \/>\nInteresse daran, Rassismus, Sexismus und Ausgrenzung zum Wohle der<br \/>\nkapitalistischen Ordnung gesellschaftsf\u00e4higer zu machen, und haben<br \/>\nhierbei zunehmend Erfolg \u2013 nicht nur wird Rassismus und Ausgrenzung<br \/>\nallt\u00e4glicher, auch nimmt die Gewalt gegen Gefl\u00fcchtete und MigrantInnen<br \/>\nin beunruhigendem Ausma\u00dfe zu. Nazis scheuen sich l\u00e4ngst nicht mehr vor<br \/>\ndirekten Angriffen auf Andersdenkende und \u201eNichtdeutsche\u201c. Die m\u00f6glichen<br \/>\nFolgen der Entwicklung erscheinen katastrophal &#8211; hier gilt es,<br \/>\nentschieden anzukn\u00fcpfen und den Protest gegen die herrschenden Zust\u00e4nde<br \/>\nkonsequent auf die Stra\u00dfe zu tragen.<\/p>\n<p>Wenn H\u00f6cke sich erstmals den \u00f6ffentlichen Raum im s\u00fcdlichen Deutschland<br \/>\nzu nehmen versucht, liegt es an den AntifaschtInnen, entschlossen<br \/>\ndagegen zu stehen. Obwohl am selben Tag auch in Kandel Faschisten<br \/>\naufmarschieren, erscheint es uns an diesem Tag wichtiger, unseren<br \/>\nProtest nach Bruchsal zu tragen:<\/p>\n<p>Kommt alle nach Bruchsal und lasst H\u00f6ckes Aufmarsch zum Desaster werden!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 2.6.2018 plant der Afd Stadtverband Bruchsal eine Kundgebung mit einem anschlie\u00dfendem Marsch durch Bruchsal. 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