{"id":6282,"date":"2019-08-26T10:33:15","date_gmt":"2019-08-26T08:33:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=6282"},"modified":"2019-08-26T10:33:15","modified_gmt":"2019-08-26T08:33:15","slug":"niemand-bleibt-im-regen-stehn-alle-zusammen-gegen-nazis-und-repression","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=6282","title":{"rendered":"Niemand bleibt im Regen steh\u2018n! \u2013 Alle zusammen gegen Nazis und Repression!"},"content":{"rendered":"\n<p>Auch wir unterst\u00fctzen die Kampagne &#8222;Niemand bleibt im Regen steh&#8217;n!&#8220; und zeigen uns soidarisch mit allen, die gegen die rassistischen Aufm\u00e4rsche in Kandel und Umgebung auf die Stra\u00dfe geganen sind und nun vor Gericht gezerrt werden. Solidarit\u00e4t auf der Stra\u00dfe und vor Gericht!<\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><strong>Aufruf<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Seit Anfang 2018 marschierten in der Rheinland-pf\u00e4lzischen Kleinstadt\n Kandel, in W\u00f6rth und Landau insgesamt \u00fcber 25 Mal RassistInnen aus \nverschiedenen Spektren der Rechten auf. Anf\u00e4nglich angef\u00fchrt von der AfD\n Landtagsabgeordneten Christina Baum, zogen teilweise mehrere tausend \nRechte \u2013 von NPD und Identit\u00e4ren, \u00fcber Reichsb\u00fcrger bis hin zu \nFu\u00dfball-Hooligans, durch die Stra\u00dfen und versuchten bundesweit damit \nStimmung zu machen. Zum Vorwand genommen wurde der Mord an einer \n15-J\u00e4hrigen durch ihren Ex-Freund. Skandalisiert wurde dabei jedoch \nnicht der Mord an sich, sondern der Migrationshintergrund des T\u00e4ters. \nZiel der \u00fcberwiegend von M\u00e4nnern besuchten und organisierten rechten \nVeranstaltungen war es, sich in v\u00e4terlicher Manier als Frauenbesch\u00fctzer \ndarzustellen. Von Anfang an stellten sie dabei ihren Rassismus offen zur\n Schau und zeigten sich als plumpe Ausl\u00e4nderfeinde.  <\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Nazis marschieren\u2026<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Bei den ersten Aufm\u00e4rschen waren die Rechten in der \u00dcberzahl, \nattackierten  GegendemonstrantInnen, w\u00e4hrend Verantwortliche von Stadt \nund Beh\u00f6rden durch Wegschauen, Kleinreden und Totschweigen die Rechten \ndurch die Stra\u00dfen hofierten und die Polizei diesen Kurs auf der Stra\u00dfe \naktiv durchsetzte.<br>Vor Ort entwickelten sich zunehmend breitere \nProteste gegen Rechts, die vor allem durch die Unterst\u00fctzung von \nangereisten AntifaschistInnen rasch Aufwind bekamen. Die entschlossenen \nProteste der aktiven AntifaschistInnen wurden von Anfang an politisch \ndiskreditiert, von der Polizei vor Ort mit gewaltt\u00e4tigen \u00dcbergriffen \n\u00fcberzogen und sollen jetzt vor Gericht weiter bestraft werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Polizei kn\u00fcppelt den Weg frei \u2026 <\/em> <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die bisherige Repression gegen AntifaschistInnen war von einer Breite an Angriffen gezeichnet:<br>Im\n April 2018 wurde etwa 150 AntifaschistInnen die Teilnahme an den \nProtesten verwehrt, indem sie eine Bahn-Haltestelle vor Kandel von \nBundespolizisten angegriffen und festgesetzt wurden.<br>Im Oktober 2018 \nwurde ein Antifaschist von einem Polizeihund schwer verletzt, w\u00e4hrend \nmehrere Polizisten zuschauten und den am Boden liegenden Demonstranten \nweiter angriffen.<br>Immer wieder sa\u00df Schlagstock und Pfefferspray \nlocker und AntifaschistInnen mussten nach Polizei\u00fcbergriffen \u00e4rztlich \nbehandelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Kandel und \u00fcberall\u2026<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Kandel war der Versuch, das Potenzial zu rechter Massenmobilisierung,\n wie es aus St\u00e4dten wie Dresden, Chemnitz, K\u00f6then etc. bekannt ist, in \nden S\u00fcdwesten zu tragen. Hier suchte die AfD, wie an anderen Orten auch,\n den offen Schulterschluss mit militanten Nazis und Hooligans auf der \nStra\u00dfe. Neben diesen rechten Aufm\u00e4rschen kommt es bundesweit zu einem \nstetigen Anstieg rechter Gewalt \u2013 gegen MigrantInnen, J\u00fcdinnen und \nJuden, Gefl\u00fcchtete und politisch Andersdenkende.<br>Dies alles geschieht\n in einer Zeit in der Rassismus wieder salonf\u00e4hig ist, regelm\u00e4\u00dfig \nweitere rassistische Gesetze verabschiedet werden und FaschistInnen sich\n in Parlamenten und auf der Stra\u00dfe breit machen.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Widerstand ist wichtig!<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Durch entschlossene\nund vielf\u00e4ltige Proteste konnten die rechten Aufm\u00e4rsche in Kandel\nund Umgebung nicht nur \u00f6ffentlich skandalisiert, sondern auch\ntats\u00e4chlich auf der Stra\u00dfe eingeschr\u00e4nkt und wie zuletzt am 9.\nM\u00e4rz 2019 in Landau \u00fcber l\u00e4ngere Zeit blockiert werden.\nMittlerweile folgt nur noch ein \u00fcberschaubares und gesellschaftlich\nweitgehend marginalisiertes H\u00e4ufchen rechter SpinnerInnen den\nrechten Aufrufen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Nach den Protesten auf der Stra\u00dfe, ist der Kampf noch nicht vorbei \u2026 <\/em> <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Nachhinein werden aktive AntifaschistInnen vor Gericht gezerrt und\n wie Kriminelle abgeurteilt. Doch wo der Staat Rechte hofiert und sich \nselbstbestimmter Protest entwickelt, ist dieser nicht nur legitim, \nsondern besonders wichtig. Dabei lassen wir uns nicht anhand \nverschiedener Aktionsformen spalten, sondern treten den Nazis gemeinsam \nentgegen!<br>Lasst uns die Einzelnen, welche jetzt mit Strafen \u00fcberzogen\n werden, unterst\u00fctzen, ihre Prozesse besuchen und die Notwendigkeit von \nselbstorganisiertem Antifaschismus deutlich machen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Solidarit\u00e4t auf der Stra\u00dfe und vor Gericht!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/antifasolikandel.home.blog\/\">https:\/\/antifasolikandel.home.blog\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch wir unterst\u00fctzen die Kampagne &#8222;Niemand bleibt im Regen steh&#8217;n!&#8220; und zeigen uns soidarisch mit allen, die gegen die rassistischen Aufm\u00e4rsche in Kandel und Umgebung auf die Stra\u00dfe geganen sind und nun vor Gericht gezerrt werden. 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