{"id":6588,"date":"2020-04-06T21:35:17","date_gmt":"2020-04-06T19:35:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=6588"},"modified":"2020-04-06T21:35:17","modified_gmt":"2020-04-06T19:35:17","slug":"pm-netzwerk-fuer-ein-solidarisches-gesundheitswesen-applaus-allein-reicht-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=6588","title":{"rendered":"PM Netzwerk f\u00fcr ein solidarisches Gesundheitswesen &#8211; &#8222;Applaus allein reicht nicht&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-left\">Das Freiburger \u201eNetzwerk solidarisches Gesundheitswesen\u201c fordert Konsequenzen aus der COVID-19-Pandemie. Die aktuelle Situation zeige einmal mehr, wie systemrelevant eine gute Gesundheitsversorgung und damit einhergehend die Gesundheitsarbeiterinnen f\u00fcr die Gesellschaft seien. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Die Politik der zunehmenden \u00d6konomisierung und Privatisierung der  vergangenen Jahrzehnte habe zu einem massiven Mangel an Pflegepersonal gef\u00fchrt. W\u00e4hrend die Profite der gro\u00dfen privaten Krankenhauskonzerne in den letzten zehn Jahren enorm angestiegen sind, wurden gleichzeitig Pflegestellen trotz ansteigendem Patientinnenaufkommen abgebaut. Die Konsequenz daraus ist, dass die Kliniken bereits im Normalzustand unterbesetzt und in versorgungsrelevanten Bereichen nicht ausreichend finanziert sind. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">\u201eDie Gesundheitsversorgung sollte Teil der \u00f6ffentlichen Daseinsvorsorge sein und niemand sollte mit ihr Profit erwirtschaften k\u00f6nnen.\u201c, so Paul Brettel, Sprecher des Netzwerks. Durch private Tr\u00e4gerschaft in der Gesundheitsversorgung, Pharmaindustrie und Medizinger\u00e4teproduktion mache sich die Gesellschaft erpressbar. Das zeigten beispielsweise die aktuell massiven Preissteigerungen und Lieferengp\u00e4sse bei Schutzbekleidung und wichtigen intensivmedizinischen Medikamenten. \u201eDie Krankenh\u00e4user und die Produktion medizinisch notwendiger G\u00fcter muss staatlich organisiert und demokratisch kontrolliert sein\u201c, fordert Aktivistin Franziska Pfab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Das Netzwerk thematisiert auch die aktuelle Situation in den Krankenh\u00e4usern. Das Krankenhauspersonal sei durch die COVID-19-Pandemie noch st\u00e4rker belastet als sonst und dem st\u00e4ndigen Risiko ausgesetzt, sich selbst anzustecken. Das Netzwerk fordert deshalb die St\u00e4rkung und Einhaltung von Sicherheits- und Hygienestandards in den Kliniken und Pflegeheimen, kein Aussetzen der wichtigen Personaluntergrenzen und einen Risikozuschlag f\u00fcr das gesamte medizinische Personal. \u201eDen Besch\u00e4ftigten in den Krankenh\u00e4usern nur zu applaudieren reicht nicht. Es braucht endlich eine finanzielle Anerkennung dieser wichtigen Arbeit und eine langfristige Entlastung durch deutlich mehr Personal. Dies ist nur durch die \u00dcberwindung des Fallpauschalensystems und die Hinwendung zu einer bedarfsgerechten Finanzierung m\u00f6glich.\u201c so Katharina R\u00fchlmann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Um auf das Thema aufmerksam zu machen, hatte das Netzwerk in der Nacht Transparente vor verschiedenen Freiburger Krankenh\u00e4usern aufgeh\u00e4ngt. \u201eDie Dankbarkeit und Aufmerksamkeit der Bev\u00f6lkerung ist gut und wichtig, aber noch mehr w\u00fcrden sich die Besch\u00e4ftigen \u00fcber Solidarit\u00e4t und Unterst\u00fctzung beim Kampf um faire Entlohnung und mehr Personal freuen. Der Druck auf die politischen Entscheidungstr\u00e4gerinnen muss gesamtgesellschaftlich erh\u00f6ht werden, denn nach der Corona-Krise sollte es endlich zu weitreichenden bedarfsorientierten Ver\u00e4nderungen und besseren Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen kommen.\u201c, so R\u00fchlmann weiter. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">V\u00f6llig unverantwortlich findet es das \u201eNetzwerk solidarisches Gesundheitswesen\u201c au\u00dferdem, Gefl\u00fcchtete weiterhin in Massenunterk\u00fcnften unterzubringen. Dazu Paul Brettel: \u201eIn Zeiten, in denen wir alle so wenige Kontakte wie m\u00f6glich haben sollen, zeigt sich besonders deutlich, dass die Unterbringung von Menschen in Massenunterk\u00fcnften gesundheitsgef\u00e4hrdend und inhuman ist.\u201c Das Netzwerk fordert, Gefl\u00fcchtete kurzfristig in leerstehenden Ferienwohnungen und Hotels unterzubringen und in der Folge auf eine dezentrale Unterbringung umzustellen. Das Recht auf Gesundheit m\u00fcsse f\u00fcr alle Menschen gelten. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Das \u201eNetzwerk solidarisches Gesundheitswesen\u201c ist ein Zusammenschluss aus Freiburgerinnen verschiedener Gesundheitsberufe,  Gewerkschafterinnen, Studierenden und politischen Aktivistinnen. Es setzt  sich f\u00fcr eine am Gemeinwohl orientierte Gesundheitspolitik ein. <\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen auf der <a href=\"https:\/\/sol-ges.de\/\">Homepage des Netzwerkes<\/a> und bei <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/netzwerkfreiburg\/\">instagram<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/pg\/Netzwerk-solidarisches-Gesundheitswesen-948714288801332\/community\/\">facebook<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Freiburger \u201eNetzwerk solidarisches Gesundheitswesen\u201c fordert Konsequenzen aus der COVID-19-Pandemie. 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