{"id":6601,"date":"2020-04-14T15:13:12","date_gmt":"2020-04-14T13:13:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=6601"},"modified":"2020-04-25T02:08:06","modified_gmt":"2020-04-25T00:08:06","slug":"1-mai-antikapitalistischer-autokorso","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=6601","title":{"rendered":"1. Mai &#8211; Antikapitalistische Kundgebung"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"is-layout-flex wp-block-gallery-1 wp-block-gallery columns-0 is-cropped\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<p>Wegen Corona f\u00e4llt der 1. Mai ins Wasser? Im Gegenteil! Jetzt ist es wichtiger denn je gemeinsam auf die Stra\u00dfe zu gehen, denn Corona unterscheidet zwar nicht zwischen Menschen, unsere Gesellschaft aber schon. In diesem Post findet ihr unseren <strong>Aufruf<\/strong> und <strong> Informationen<\/strong> zur Kundgebung. Wir freuen uns auf einen k\u00e4mpferischen und antikapitalistischen 1. Mai mit euch!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"490\" src=\"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/online2_2.cleaned-1024x490.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6644\" srcset=\"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/online2_2.cleaned-1024x490.jpg 1024w, https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/online2_2.cleaned-300x144.jpg 300w, https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/online2_2.cleaned.jpg 1250w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"is-layout-flex wp-block-gallery-3 wp-block-gallery columns-0 is-cropped\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<p style=\"font-size:22px\" class=\"has-text-align-center\"><strong>Solidarit\u00e4t f\u00fcr Alle! &#8211; Antikapitalistische Kundgebung zum 1. Mai<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>14 Uhr, Platz der Alten Synagoge<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Corona unterscheidet nicht zwischen den Menschen, unsere Gesellschaft schon.<\/strong> Entgegen aller Behauptungen sitzen wir nicht alle im gleichen Boot: W\u00e4hrend die einen sich in Quarant\u00e4ne auf ihre Jacht begeben oder sich ins Homeoffice in den Garten ihrer Villa zur\u00fcckziehen, k\u00e4mpfen wir anderen ums \u00dcberleben. Sei es die Pflegekraft oder die Besch\u00e4ftigte im Einzelhandel, die unter schlechten Bedingungen die Gesundheitsversorgung oder die Lebensmittelversorgung aufrecht erh\u00e4lt und dabei riskiert, sich selbst zu infizieren. Sei es die alleinerziehende Mutter, die die Miete nicht mehr bezahlen kann, weil ihr prek\u00e4rer Job gek\u00fcndigt wurde. Seien es die Gefl\u00fcchteten, die unter menschenunw\u00fcrdigen Bedingungen in Lagern an den europ\u00e4ischen Au\u00dfengrenzen festsitzen. Seien es die unz\u00e4hligen Frauen, die jetzt Opfer von h\u00e4uslicher Gewalt werden, weil sie ihren Peinigern nicht mehr aus dem Weg gehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2020 treten die Widerspr\u00fcche und das Leid, das das kapitalistische System hervorbringt, durch die globale Viruspandemie besonders deutlich ans Tageslicht. Dementsprechend nehmen wir erst recht auch diesen 1. Mai, den internationalen Kampftag der Arbeiter*innenklasse, zum Anlass, uns f\u00fcr eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung stark zu machen. Das Virus macht besonders deutlich, welche Folgen unser Gesellschaftssystem f\u00fcr Arbeiter*innen, Frauen*, Gefl\u00fcchtete und Angeh\u00f6rige gesellschaftlicher Minderheiten, sprich f\u00fcr einen Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung hat. In <strong>5 verschiedenen<\/strong><strong> Bereichen<\/strong> werden diese Zust\u00e4nde, aber auch die L\u00f6sungen f\u00fcr sie besonders deutlich:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. F\u00fcr ein solidarisches Gesundheitswesen!<\/strong> Die seit Jahren dominierende Profitorientierung und Privatisierung im Gesundheitswesen gef\u00e4hrdet die medizinische Versorgung und hat einen massiven Personalmangel verursacht. Wir fordern: Menschen vor Profite! Das Personal im Gesundheitssektor muss aufgestockt, Arbeitsbedingungen verbessert und die Bezahlung nach oben angepasst werden. Krankenh\u00e4user und Pharmakonzerne d\u00fcrfen keine Geldmaschinen mehr sein, sie geh\u00f6ren in die \u00f6ffentliche Hand und unter demokratische Kontrolle. Gesundheit darf keine Frage von Krankenversicherung oder Aufenthaltsstaus sein. Medizinische Versorgung f\u00fcr Illegalisierte, Obdachlose und andere Menschen ohne Versicherung muss sofort gew\u00e4hrleistet werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. F\u00fcr grenzenlose Solidarit\u00e4t \u2013 evakuiert die Lager!<\/strong> In den Lagern f\u00fcr Gefl\u00fcchtetean den Au\u00dfengrenzen Europas herrschen unmenschliche Zust\u00e4nde. Weder ist es m\u00f6glich, Abstand von anderen Menschen zu halten, noch hygienische Mindeststandards einzuhalten. Durch das Corona-Virus wird sich die Lage weiter zuspitzen. Diese Katastrophe ist gewollt, weil die EU Menschen abschrecken will. Unsere Solidarit\u00e4t h\u00f6rt aber nicht bei irgendwelchen Landesgrenzen auf. Wir fordern das eigentlich Selbstverst\u00e4ndliche: Das Recht auf Asyl. Die Evakuierung der Lager. Den notwendigen Zugang zu medizinischer Versorgung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. F\u00fcr das Recht auf ein Zuhause!<\/strong> Die aktuelle Wohnungskrise und die explodierenden Mieten zeigen, dass der profitorientierte Wohnungsmarkt nicht dazu in der Lage ist, allen Menschen bezahlbaren, menschenw\u00fcrdigen Wohnraum zur Verf\u00fcgung zu stellen. Doch Wohnraum muss gerade auch jetzt f\u00fcr Menschen da sein, nicht f\u00fcr Profite. Die gro\u00dfen Wohnungskonzerne m\u00fcssen enteignet, Wohnraum vergesellschaftet und Leerstand nutzbar gemacht werden. Zwangsr\u00e4umungen m\u00fcssen aufh\u00f6ren. Ungenutzter Wohnraum, wie beispielsweise Ferienwohnungen, m\u00fcssen nutzbar gemacht werden. Wohnungs- und Obdachlose sowie andere Schutzbed\u00fcrftige haben genauso ein Recht auf ein Zuhause und die M\u00f6glichkeit eines sicheren R\u00fcckzugsraums.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4. Nicht auf unserem R\u00fccken \u2013 endlich umverteilen!<\/strong> Die finanzielle Absicherung f\u00fcr ein w\u00fcrdiges Leben muss f\u00fcr alle Menschen gew\u00e4hrleistet sein, unabh\u00e4ngig von Betriebsschlie\u00dfungen oder der Notwendigkeit, die eigenen Kinder zu betreuen. Anstatt Profite von Konzernen zu sichern muss sich auf die Unterst\u00fctzung kleinerer Betriebe und prek\u00e4r Besch\u00e4ftigter konzentriert werden. Deshalb fordern wir ein Quarant\u00e4negrundeinkommen f\u00fcr alle, Kurzarbeit bei vollem Lohnausgleich und erweiterten K\u00fcndigungsschutz. Gerade in der Krise k\u00f6nnen wir uns eine Klasse von Ausbeutern, die von der Arbeit anderer lebt, einfach nicht mehr leisten. Die reichsten 1% und die gesellschaftsfeindlichen Krisengewinner m\u00fcssen enteignet werden.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>5. F\u00fcr unsere physische und psychische Gesundheit!<\/strong> Soziale Distanz wirkt sich auf die geistige und k\u00f6rperliche Gesundheit aus. Der Abbau und die Einstellung von Hilfsangeboten trifft Kranke und Arme. In einem patriarchalen Gesellschaftssystem f\u00f6rdert die Isolation h\u00e4usliche Gewalt gegen Frauen*.<br>Wir fordern: den Ausbau der Frauenh\u00e4user gerade jetzt, damit Frauen* und Kinder der Gewalt entfliehen k\u00f6nnen. Das Offenhalten von Einrichtungen f\u00fcr Wohnungs- und Obdachlose zur Versorgung. Keine Haft f\u00fcr Bagatelldelikte wie Schwarzfahren, Ladendiebstahl oder nicht gezahlte Geldstrafen. Die Angebote der psychologischen und sozialarbeiterischen Hilfen m\u00fcssen ausgebaut und gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die aktuelle Krise bringt die Grenzen zwischen oben und unten besonders deutlich zum Ausdruck; sie zeigt auch eine gro\u00dfe Solidarit\u00e4t. In vielen St\u00e4dten gr\u00fcnden sich Solidarit\u00e4tsnetzwerke, Menschen unterst\u00fctzen ihre Nachbar*innen und schr\u00e4nken, obwohl sie teilweise nicht gef\u00e4hrdet sind, ihre Sozialkontakte massiv ein, um Alte und Vorerkrankte zu sch\u00fctzen. <strong>In Zeiten d<\/strong><strong>er<\/strong><strong> Krise <\/strong><strong>ist es diese Solidarit\u00e4t, die<\/strong><strong> Hoffnung mach<\/strong><strong>t<\/strong><strong> und zeig<\/strong><strong>t<\/strong><strong>, dass eine solidarische Gesellschaft <\/strong><strong>f\u00fcr Alle<\/strong><strong> von unten aufgebaut werden kann.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Solidarit\u00e4t f\u00fcr alle! Wir fordern:<\/strong><br>Ausbau des Gesundheitswesens &#8211; Medizinische Versorgung f\u00fcr Alle!<br>Evakuierung der Lager \u2013 Bleibeperspektive f\u00fcr Alle!<br>Ein Zuhause braucht jede*r \u2013 Wohnraum f\u00fcr Alle!<br>Geld ist genug da, wir m\u00fcssen es nur holen \u2013 Soziale Absicherung f\u00fcr Alle!<br>Keine*r muss einsam sein \u2013 Soziale Infrastruktur f\u00fcr Alle!<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"859\" src=\"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/online1.cleaned-1024x859.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6643\" srcset=\"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/online1.cleaned-1024x859.jpg 1024w, https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/online1.cleaned-300x252.jpg 300w, https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/online1.cleaned.jpg 1250w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Infos zur Kundgebung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was ist zu beachten?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Achtet bitte bereits beim Kommen und w\u00e4hrend der gesamten Kundgebung darauf, den Mindestabstand einzuhalten. Bitte tragt alle einen Mundschutz und beachtet die Anweisungen der Ordner_innen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Auf die Stra\u00dfe gehen ist dieses Jahr keine Option f\u00fcr dich?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr diejenigen, die am 1. Mai nicht auf die Stra\u00dfe gehen k\u00f6nnen, planen wir eine parallele Radiosendung, in der die Kundgebung teilweise live \u00fcbertragen wird, sodass die Forderungen und Redebeitr\u00e4ge auch von zu Hause aus mitverfolgt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\"><\/pre>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"367\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/kund.cleaned-367x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6641\" srcset=\"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/kund.cleaned-367x1024.jpg 367w, https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/kund.cleaned-107x300.jpg 107w, https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/kund.cleaned-550x1536.jpg 550w, https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-content\/uploads\/kund.cleaned-733x2048.jpg 733w\" sizes=\"(max-width: 367px) 100vw, 367px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wegen Corona f\u00e4llt der 1. 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