{"id":691,"date":"2011-09-02T15:54:35","date_gmt":"2011-09-02T13:54:35","guid":{"rendered":"http:\/\/alfr.blogsport.de\/2011\/09\/02\/freiheit-fuer-chris\/"},"modified":"2011-09-02T15:54:35","modified_gmt":"2011-09-02T13:54:35","slug":"freiheit-fuer-chris","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=691","title":{"rendered":"Freiheit f\u00fcr Chris"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Bilder\/freiheit.png\" align=\"left\" width=\"150\" alt=\"Freiheit f\u00fcr Chris!\" \/><strong>F\u00fcr antifaschistische Solidarit\u00e4t!<br \/>\nGegen Repression und Polizeigewalt!<\/strong><\/p>\n<p>Am 4. August wurde ein Stuttgarter Antifaschist festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Vorgeworfen wird ihm die Beteiligung an antirassistischen Protesten gegen einen \u201eislamkritischen Kongress\u201c und den Gr\u00fcndungsparteitag des Landesverbandes der Partei \u201eDie Freiheit\u201c Anfang Juni diesen Jahres. Im Rahmen dieser Aktivit\u00e4ten soll der Antifaschist an zwei K\u00f6rperverletzungsdelikten beteiligt gewesen sein. Eine unter anderem mit fehlenden sozialen Bindungen begr\u00fcndete Fluchtgefahr dient als Begr\u00fcndung der Untersuchungshaft. Wir fordern die Aufhebung der Untersuchungshaft und solidarisieren uns mit dem Beschuldigten.<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/solikreis.wordpress.com\/\">www.solikreis-stuttgart.tk<\/a><\/strong><!--more--><\/p>\n<p><strong>Was ist, was war\u2026<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr das erste Juniwochenende 2011 planten mehrere rechtspopulistische und rassistische Gruppierungen Aktivit\u00e4ten in und um Stuttgart. Veranstalter des sogenannten islamkritischen Wochenendes war die \u201eB\u00fcrgerbewegung Pax Europa (BPE)\u201c, sowie das Netzwerk \u201ePolitically Incorrectness (PI)\u201c. Zus\u00e4tzlich sollte am Sonntag der Gr\u00fcndungsparteitag des Landesverbandes der rechtspopulistischen und rassistischen Partei \u201eDie Freiheit\u201c stattfinden.<br \/>\n\u00dcber das gesamte Wochenende hinweg fanden in Stuttgart Protestaktionen gegen den Rassistenkongress und die Parteigr\u00fcndung statt. Mehr als 350 Menschen beteiligten sich zum Auftakt der Gegenaktivit\u00e4ten an einer antirassistischen Demonstration durch die Stuttgarter Innenstadt und verhinderten im Anschluss daran weite Teile der von BPE auf dem Schlossplatz geplanten Auftaktkundgebung.<\/p>\n<p>Der Angeklagte besetzte in diesem Zusammenhang gemeinsam mit anderen AktivistInnen die B\u00fchne von welcher aus die Rassisten am 2. Juni ihre Propaganda auf die Stra\u00dfe tragen wollten. Die friedliche Besetzung wurde jedoch von der Stuttgarter Polizei mithilfe von Pfefferspray und Schlagst\u00f6cken brutal ger\u00e4umt und die BesetzerInnen in Gewahrsam genommen. Vier Personen mussten aufgrund der R\u00e4umung im Krankenhaus behandelt werden. Fast ein Dutzend weitere folgten als die Polizei kurze Zeit sp\u00e4ter auch gegen die AntirassistInnen vorging, die vor der B\u00fchne ihren Protest lautstark \u00e4u\u00dferten. Zwei der Verletzen mussten die darauffolgende Nacht in station\u00e4rer Behandlung verbringen.<br \/>\nWenige Tage sp\u00e4ter sah sich auch \u201eDie Freiheit\u201c, die als H\u00f6hepunkt des Wochenendes ihre Parteisektion in Baden-W\u00fcrttemberg gr\u00fcnden wollte, mit Gegenwind konfrontiert: Knapp 30 AntirassistInnen protestierten lautstark vor dem Tagungsort. Im Umfeld kam es dabei zu einer Auseinandersetzung zwischen engagierten AntifaschistInnen und Parteimitgliedern an der der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft beteiligt gewesen sein soll.<\/p>\n<p><strong>Gegen jeden Rassismus!<\/strong><\/p>\n<p>Europaweit ist ein Erstarken rechtspopulistischer und rassistischer Str\u00f6mungen zu beobachten. Auch in der Bundesrepublik werden mit Gallionsfiguren wie Thilo Sarrazin rechte Ideologien zunehmend salonf\u00e4hig. Mit den Anschl\u00e4gen in Norwegen hat dieser Trend seinen bislang traurigen H\u00f6hepunkt erreicht. Doch auch die unz\u00e4hligen kleineren F\u00e4lle rassistischer \u00dcbergriffe verdeutlichen die Notwendigkeit gemeinsam und entschlossen dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten.<br \/>\n<strong><br \/>\nGegen jede Repression!<\/strong><\/p>\n<p>Immer mehr AntifaschistInnen sehen sich mit der Kriminalisierung ihrer Arbeit konfrontiert. Das brutale Vorgehen der Polizei gegen die antirassistischen Proteste mit mehreren, teils schwer verletzen AktivistInnen, ist dabei nur die Spitze des Eisbergs.<br \/>\nWeitere Beispiele f\u00fcr die Ausma\u00dfe dieser Tendenz sind die \u00fcber acht Stunden andauernde Ingewahrsamnahme hunderter AntifaschistInnen die am 1. Mai gegen einen Aufmarsch der neonazistischen NPD in Heilbronn auf die Stra\u00dfe gehen wollten oder die Telefon\u00fcberwachung tausender Menschen in Dresden die dort im Februar gegen den traditionell gr\u00f6\u00dften Naziaufmarsch Europas protestieren wollten. Gerade die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hebt sich immer wieder mit einem besonders rigorosen Vorgehen gegen fortschrittliche Politik hervor: unabl\u00e4ssig heftige Angriffe gegen die Anti-S21 Bewegung, die Kriminalisierung linker kurdischer AktivistInnen und antifaschistischer Symbole, sowie die Vertuschung von historischen Naziverbrechen sind repr\u00e4sentativ f\u00fcr ihre politische Linie der letzten Jahre.<br \/>\nNun versuchen sie mit dem aktuellen Fall ein weiteres Mal eine vielf\u00e4ltige und entschlossene linke und antifaschistische Praxis zu unterbinden. Das werden wir so nicht hinnehmen! Nur gemeinsam und konsequent k\u00f6nnen wir den rechten Umtrieben etwas entgegensetzen!<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr antifaschistische Solidarit\u00e4t!<\/strong><\/p>\n<p>Die mit fehlenden sozialen Beziehungen begr\u00fcndete Fluchtgefahr muss angesichts der Tatsache, dass der Angeklagte in Stuttgart eine langj\u00e4hrige Beziehung, einen festen Wohnsitz sowie eine Familie besitzt, als unhaltbar zur\u00fcckgewiesen werden. Dass der Antifaschist dennoch weiterhin in U-Haft sitzt und ihm in ungew\u00f6hnlich kurzer Zeit der Prozess gemacht werden soll deutet vielmehr darauf hin, dass erneut in Stuttgart ein Exempel der Kriminalisierung antifaschistischen Widerstands statuiert werden soll.<br \/>\nGetroffen hat es dabei einen Einzelnen, gemeint sind jedoch alle die sich vielf\u00e4ltig, gemeinsam und entschlossen Rassisten entgegenstellen!<\/p>\n<p><strong>Besucht die Gerichtsverhandlung am 2. September!<br \/>\nSolidarisiert euch mit demAntifaschisten!<\/strong><br \/>\n<strong><br \/>\nBitte spendet f\u00fcr den Genossen und die Solidarit\u00e4tsarbeit:<\/strong><\/p>\n<p>Rote Hilfe e.V.<br \/>\nOG Stuttgart<br \/>\nStichwort: PI<br \/>\nKTO: 4007 238 313<br \/>\nBLZ: 430 609 67<br \/>\nGLS-Bank<br \/>\n<strong><br \/>\nDen Flyer als Kopiervorlage hier auch als <a href=\"http:\/\/solikreis.files.wordpress.com\/2011\/08\/solikreis-kopiervorlage-mit-kasten.pdf\">PDF<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr antifaschistische Solidarit\u00e4t! Gegen Repression und Polizeigewalt! Am 4. August wurde ein Stuttgarter Antifaschist festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Vorgeworfen wird ihm die Beteiligung an antirassistischen Protesten gegen einen \u201eislamkritischen Kongress\u201c und den Gr\u00fcndungsparteitag des Landesverbandes der Partei \u201eDie Freiheit\u201c Anfang Juni diesen Jahres. 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