{"id":733,"date":"2011-09-20T22:27:40","date_gmt":"2011-09-20T20:27:40","guid":{"rendered":"http:\/\/alfr.blogsport.de\/2011\/09\/20\/ueberregionale-antikapitalistische-demonstration-in-freiburgno-g20-die-krise-heisst-kapitalismus\/"},"modified":"2014-11-04T23:12:56","modified_gmt":"2014-11-04T22:12:56","slug":"ueberregionale-antikapitalistische-demonstration-in-freiburgno-g20-die-krise-heisst-kapitalismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=733","title":{"rendered":"\u00dcberregionale antikapitalistische Demonstration in Freiburg:no g20 \u2013 Die Krise hei\u00dft Kapitalismus"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" alt=\"no g20 - Die Krise hei\u00dft Kapitalismus\" src=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Bilder\/2011-11-05-nog20-freiburg-start.jpg\" data-mce-src=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Bilder\/2011-11-05-nog20-freiburg-start.jpg\" align=\"left\" width=\"150\">Am 3. und 4. No\u00advem\u00adber 2011 fin\u00addet im fran\u00adz\u00f6\u00adsi\u00adschen Can\u00adnes der G20-\u200bGip\u00adfel statt. Aus diesem Anlass werden wir in Frei\u00adburg gegen Ka\u00adpi\u00adta\u00adlis\u00admus, Krise und Krieg de\u00admons\u00adtrie\u00adren. Am Sams\u00adtag, <strong>5. No\u00advem\u00adber 2011<\/strong> fin\u00addet um 14 Uhr ab Platz der Alten Syn\u00adago\u00adge eine \u00fcber\u00adre\u00adgio\u00adna\u00adle an\u00adti\u00adka\u00adpi\u00adta\u00adlis\u00adti\u00adsche De\u00admons\u00adtra\u00adti\u00adon statt unter dem Motto <strong>\u201eno g20 \u2013 Die Krise hei\u00dft Ka\u00adpi\u00adta\u00adlis\u00admus\u201c<\/strong>. Im Vor\u00adfeld wird zur The\u00adma\u00adtik eine Bro\u00adsch\u00fc\u00adre ver\u00ad\u00f6f\u00adfent\u00adlicht, die sich mit den Hin\u00adter\u00adgr\u00fcn\u00adden zu G20 be\u00adsch\u00e4f\u00adtigt, die Aus\u00adwir\u00adkun\u00adgen die\u00adser Po\u00adli\u00adtik be\u00adleuch\u00adtet und eine Per\u00adspek\u00adti\u00adve jen\u00adseits ka\u00adpi\u00adta\u00adlis\u00adti\u00adscher Rea\u00adli\u00adt\u00e4t auf\u00adzei\u00adgen soll. Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf zur Demonstration. Auf die Stra\u00dfe f\u00fcr internationale Solidarit\u00e4t und Klassenkampf!<\/p>\n<p><strong>Interview auf <a href=\"http:\/\/www.rdl.de\/\" data-mce-href=\"http:\/\/www.rdl.de\/\">Radio Dreyeckland<\/a>:<\/strong><br \/> <a href=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Audio\/2011-10-20-g20-interview.mp3\" data-mce-href=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Audio\/2011-10-20-g20-interview.mp3\">Download [11,3 MB]<\/a><br \/> [audio:http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Audio\/2011-10-20-g20-interview.mp3]<\/p>\n<hr noshade=\"noshade\" size=\"1\/\">\n<p><strong>Sa. 05.11.2011 | 14 Uhr | Freiburg, Platz der Alten Synagoge<\/strong><br \/> <strong>Mehr Infos:<\/strong> <a href=\"http:\/\/g20.blogsport.de\" data-mce-href=\"http:\/\/g20.blogsport.de\">www.no-g20.tk<\/a><img decoding=\"async\" class=\"mce-wp-more mceItemNoResize\" title=\"Weiterlesen \u2026\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/wordpress\/img\/trans.gif\" data-mce-src=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/wordpress\/img\/trans.gif\"><\/p>\n<p><strong>no g20 &#8211; Die Krise hei\u00dft Kapitalismus<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem bereits im Mai 2011 der G8-Gipfel im franz\u00f6sischen Deauville stattgefunden hat, wollen sich die Regierungs- und Finanzchefs der 20 m\u00e4chtigsten Industrie- und Schwellenl\u00e4nder Anfang November 2011 im franz\u00f6sischen Cannes treffen. Gemeinsam mit Vertretern des Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF) und der Weltbank (WB) setzen sich die Staatsoberh\u00e4upter der &#8222;Gruppe der 20&#8220; (G20) an einen Tisch um weltweite &#8222;Krisenbew\u00e4ltigungsma\u00dfnahmen&#8220; in Form von Sozialabbau, Spardiktat und imperialistischen Interventionen zu koordinieren.<\/p>\n<p><strong>Die Krise hei\u00dft Kapitalismus<\/strong><\/p>\n<p>Die Krise ist l\u00e4ngst nicht vor\u00fcber. Griechenland, Irland und Portugal scheinen so gut wie pleite und sind auf die &#8222;Rettung&#8220; durch IWF, EZB und EU angewiesen. Doch vor allem in Griechenland wird deutlich, was diese Abh\u00e4ngigkeit f\u00fcr die Menschen bedeutet. Der Ausverkauf des Landes ist in vollem Gange. Im Zuge der Privatisierungspolitik werden einst staatliche Bereiche an ausl\u00e4ndische, nicht zuletzt auch an deutsche Investoren, ausverkauft. Erk\u00e4mpfte soziale Standards werden zur\u00fcckgenommen, das Renteneintrittsalter wird heraufgesetzt, die L\u00f6hne sinken. Was in Griechenland in zugespitzter Form zu beobachten ist, n\u00e4mlich die Umverteilung des Reichtums von unten nach oben, steht \u00fcberall auf der Tagesordnung.<\/p>\n<p>Gerade auch in Deutschland setzt sich der Abbau der Sozialstaatlichkeit fort, Leistungen werden gek\u00fcrzt, der Arbeitsmarkt &#8222;flexibilisiert&#8220;, was f\u00fcr viele Menschen nichts anderes bedeutet als Arbeitlosigkeit und sozialer Abstieg. Die Grundbed\u00fcrfnisse der Menschen werden geopfert um weiterhin die Profitinteressen des Finanz- und Wirtschaftssektors durchzusetzen. Eine Sozialisierung der Verluste findet statt und damit einhergehend die Privatisierung der Gewinne. Das hei\u00dft weniger Geld f\u00fcr Bildung, soziale Sicherung und Gesundheitsversorgung und Milliarden aus \u00f6ffentlichen Geldern f\u00fcr sogenannte Rettungspakete. Die BRD setzt diese Politik nicht nur im eigenen Land konsequent durch, beispielsweise durch die Agenda 2010, sondern nimmt hierbei eine Vorreiterrolle in Europa ein.<\/p>\n<p>Die G20 ist offensichtlich nicht daran interessiert die Lebensbedingungen der lohnabh\u00e4ngigen Menschen zu verbessern. Vielmehr dient die Krise als Legitimation f\u00fcr K\u00fcrzungswahn und Sozialabbau mit dem Ziel die kapitalistischen Verwertungsbedingungen zu optimieren. Die Bed\u00fcrfnisse der Menschen spielen im Kapitalismus keine Rolle. Und was bei uns prek\u00e4re Besch\u00e4ftigung oder Arbeitslosigkeit und damit soziale Ausgrenzung bedeutet, hei\u00dft im Trikont und in Teilen der Schwellenl\u00e4nder Hunger, Krankheit und Tod.<\/p>\n<p><strong>Krieg dem Krieg<\/strong><\/p>\n<p>Auf der Tagesordnung der G20 stehen l\u00e4ngst nicht mehr nur wirtschaftliche Fragen. Auch eine gemeinsame &#8222;Sicherheitspolitik&#8220; wird immer mehr zum Thema. Durch den, seit den 80er Jahren voranschreitenden und durch den Wegfall der Systemkonkurrenz noch beschleunigten Siegeszug der neoliberalen Globalisierung, kommt es verst\u00e4rkt zu milit\u00e4rischen Interventionen zur Durchsetzung geostrategischer und wirtschaftlicher Interessen. Zum einen zeigt sich das darin, dass mit Hilfe von Institutionen wie IWF und Weltbank weltweit Wirtschaftsr\u00e4ume im Sinne westlicher Interessen restrukturiert werden. Dies \u00e4u\u00dfert sich darin, dass beispielsweise die BRD und Frankreich derzeit Griechenland diktieren, wie es seinen Haushalt zu sanieren hat. Aber auch die Durchsetzung von Freihandelszonen in weiten Teilen des Trikonts sind hierf\u00fcr ein Beispiel.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite gewinnen auch direkte milit\u00e4rische Interventionen und die Installation von Marionettenregimen immer mehr an Bedeutung. Im Irak, in Afghanistan und auch in Libyen zeigt sich deutlich, dass es bei diesen Ens\u00e4tzen nicht um den Schutz von Menschenrechten und Demokratie geht sondern um die Sicherung von Ressourcen und um die Erschlie\u00dfung neuer M\u00e4rkte mit dem erw\u00fcnschten Nebeneffekt der Ankurbelung der R\u00fcstungsindustrie, mit den entsprechenden Folgen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung vor Ort.<\/p>\n<p><strong>Internationale Solidarit\u00e4t muss praktisch werden<\/strong><\/p>\n<p>Seit die G8-Treffen, nicht zuletzt durch zunehmende Gipfel-Proteste der globalisierungskritischen Bewegung, immer mehr in eine Legitimationskrise geraten, werden sie nun nach und nach von den G20 abgel\u00f6st. Gerne wird behauptet, dass die Frage der Legitimation nun kein Thema mehr sei, da die G20 nun ja 2\/3 der Weltbev\u00f6lkerung repr\u00e4sentieren w\u00fcrden. Im wesentlichen handelt es sich jedoch um die Regierungen der reichen kapitalistischen Staaten, die hier am Tisch sitzen und im Sinne der besitzenden Klasse handeln und nicht im Sinne von 2\/3 der Weltbev\u00f6lkerung. Die weltweite Durchsetzung des neoliberalen Kapitalismus macht gelebte internationale Solidarit\u00e4t notwendiger denn je. Die herrschende Klasse setzt alles daran diese Solidarit\u00e4t im Keim zu ersticken. Durch die st\u00e4ndige Hetze gegen &#8222;faule Griechen&#8220;, die selbst Schuld an &#8222;ihrer Krise&#8220; h\u00e4tten, soll von den gemeinsamen Interessen der Lohnabh\u00e4ngigen hier und in Griechenland abgelenkt werden. Denn das Erkennen dieser Gemeinsamkeiten kann eine Waffe sein und ist unabdingbar f\u00fcr die Verteidungung sozialer Errungenschaften und den erfolgreichen Kampf f\u00fcr eine revolution\u00e4re Perpektive jenseits von Hunger, Ausbeutung und Krieg. Den Klassenk\u00e4mpfen weltweit, die sich gegen imperialistische Einflussnahme wehren muss unsere Solidarit\u00e4t gelten.<\/p>\n<p><strong>Auf die Stra\u00dfe in Freiburg gegen die G20<\/strong><\/p>\n<p>In diesem Jahr finden keine gro\u00dfen zentralen Gipfelproteste in Frankreich statt, anders als beispielsweise 2007 beim G8-Gipfel in Heiligendamm oder 2009 beim NATO-Gipfel in Strasbourg und Kehl. Wir folgen dem Aufruf der globalisierungskritischen Bewegung zu dezentralen Aktionen und werden am 5. November 2011 im Dreil\u00e4ndereck in Freiburg unseren Protest gegen die herrschenden Verh\u00e4ltnisse lautstark und entschlossen auf die Stra\u00dfe tragen. Beteiligt euch an der Demonstration und werdet aktiv f\u00fcr eine Welt ohne Ausbeutung und Krieg.<\/p>\n<p><em>Wenn ihr den Aufruf unterst\u00fctzen m\u00f6chtet, schreibt einfach eine <a href=\"http:\/\/g20.blogsport.de\/kontakt\/\" data-mce-href=\"http:\/\/g20.blogsport.de\/kontakt\/\">Email<\/a>.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 3. und 4. No\u00advem\u00adber 2011 fin\u00addet im fran\u00adz\u00f6\u00adsi\u00adschen Can\u00adnes der G20-\u200bGip\u00adfel statt. Aus diesem Anlass werden wir in Frei\u00adburg gegen Ka\u00adpi\u00adta\u00adlis\u00admus, Krise und Krieg de\u00admons\u00adtrie\u00adren. Am Sams\u00adtag, 5. 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