{"id":741,"date":"2011-10-28T00:32:12","date_gmt":"2011-10-27T22:32:12","guid":{"rendered":"http:\/\/alfr.blogsport.de\/2011\/10\/28\/der-antifaschistische-oktober-in-offenburg-und-emmendingen-ein-rueckblick\/"},"modified":"2011-10-28T00:32:12","modified_gmt":"2011-10-27T22:32:12","slug":"der-antifaschistische-oktober-in-offenburg-und-emmendingen-ein-rueckblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=741","title":{"rendered":"Der Antifaschistische Oktober in Offenburg und Emmendingen: Ein R\u00fcckblick"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Bilder\/nazis-noway.jpg\" align=\"left\" width=\"190\" alt=\"Nazis no way!\" \/><strong>B\u00fcndnisarbeit und Mobilisierung<\/strong><\/p>\n<p>Als im Fr\u00fchjahr bekannt wird, dass die lokalen Nazis unter Florian Stech wie schon 2010 eine Demonstration im Oktober planen, reaktiviert sich das Antifaschistische B\u00fcndnis Ortenau. Im Vergleich zum letzten Jahr ist nun ein halbes Jahr Zeit, um den Protest und Widerstand zu organisieren. Verschiedene linke und revolution\u00e4re Antifagruppen und Einzelpersonen aus Offenburg und der Region treffen sich regelm\u00e4\u00dfig.<\/p>\n<p>Ein <a href=\"http:\/\/antifaortenau.noblogs.org\/\">Blog<\/a> geht online, auf dem die aktuellen Entwicklungen nachgelesen werden k\u00f6nnen, es werden Texte, Aufkleber, Flyer und Plakate erstellt und verteilt, Interviews gegeben und es finden Info-Veranstaltungen in mehreren St\u00e4dten in der Region statt.<\/p>\n<p>Parallel dazu nimmt ein gewerkschaftlich orientiertes B\u00fcndnis wieder seine Arbeit auf und plant f\u00fcr den 22.10. verschiedene Aktionen verteilt in der Innenstadt.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Nazis im Netz&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Der Blog der Freien Kr\u00e4fte Ortenau, die zum Naziaufmarsch am 22.10. aufrufen, trieft vor unverhohlenem Antisemitismus, menschenverachtendem Rassismus und widerlichen Mordfantasien gegen Linke. Auf Facebook malen sich Stech und seine Online-Nazis detailliert aus wie es w\u00e4re, einen Linken endlich mal ungestraft in Notwehr <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/comment\/view\/28886\">umbringen<\/a> zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>&#8230;und auf der Stra\u00dfe<\/strong><\/p>\n<p>Seit dem <a href=\"http:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/26933\">misslungenen Naziaufmarsch am 23.10.2010<\/a> nimmt die Zahl der <a href=\"http:\/\/antifaortenau.noblogs.org\/texte-informationen\/nazi-aktivitaten\/\">Nazi\u00fcbergriffe in Offenburg<\/a> massiv zu. Das quasi selbstverwaltete <a href=\"http:\/\/www.juze-kessel.de\/\">Jugendzentrum Kessel<\/a> scheint hier den Faschist_innen besonders ein Dorn im Auge zu sein. Immer wieder tauchen sie dort in kleinen oder gro\u00dfen Gruppen auf, suchen das \u201eGespr\u00e4ch\u201c, sch\u00fcchtern ein oder greifen gleich zur Gaspistole.<\/p>\n<p>Es tauchen auff\u00e4llig viele faschistische Aufkleber in der Innenstadt auf, besonders an f\u00fcr die Nazis wichtigen historischen Tagen.<\/p>\n<p>Am 24.09.2011 findet in einem Gasthaus in der Offenburger Innenstadt eine Veranstaltung zum Thema &#8222;Die Beeinflussung und Macht der Medien&#8220; mit dem Unternehmensberater und Nazi Wolfgang Grunwald aus Ballrechten-Dottingen bei Freiburg statt. Gerufen hat der bekannte, aus der Region stammende Nazi Nicolai Hessmann, gekommen sind ca. 10 Nazis.  <\/p>\n<p><strong>Der 1. Oktober und seine Folgen<\/strong><\/p>\n<p>Auf dem Pendler-Parkplatz am Autobahmzubringer Riegel richten die Nazis einen Schleu\u00dfungspunkt ein. Hier sollen die Kamerad_innen von in seinem Auto sitzenden Stech zu einer Geldbeschaffungsparty f\u00fcr den 22.10. gelotst werden. Der Parkplatz wird von einer Gruppe Antifaschist_innen beobachtet. Als Stech sie bemerkt, f\u00e4hrt er mit hoher Geschwindigkeit auf sie zu und <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/48002\">erfasst einen 21j\u00e4hrigen Antifaschisten<\/a>. Dieser wird durch den Aufprall so schwer verletzt, dass er auf der Intensivstation in einem Freiburger Krankenhaus behandelt werden muss. Es werden Gehirnblutungen und schwere Prellungen diagnostiziert.<\/p>\n<p>Stechs Auto und sein F\u00fchrerschein werden eingezogen, er selbst bleibt auf freiem Fu\u00df und macht sich wenige Tage sp\u00e4ter auf seiner neuen Facebookseite mit seinen Kamerad_innen \u00fcber den Schwerverletzten lustig.<\/p>\n<p>Parallel dazu ermittelt die Polizei gegen acht der auf dem Parkplatz anwesenden Antifaschist_innen.<\/p>\n<p>Stech tritt als Anmelder der Nazidemo zur\u00fcck. F\u00fcr ihn springt der ebenfalls bekannte Nazi Alexander Franke aus Whyl ein.<\/p>\n<p><strong>5. Oktober: Spontandemo im abendlichen Offenburg<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Bilder\/2011-10-05-sponti-og.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Bilder\/2011-10-05-sponti-og.jpg\" align=\"left\" width=\"190\" alt=\"\" \/><\/a>Die Wut \u00fcber Stechs Tat ist gro\u00df. Das B\u00fcndnis <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/48648\">\u201eenough is enough\u201c<\/a> ruft f\u00fcr den 5. Oktober um 19 h 15 in Offenburg zu einer <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/48245\">Spontandemo<\/a> auf.<\/p>\n<p>\u00dcber 200 Antifaschist_innen kommen aus ganz Baden-W\u00fcrttemberg und mit ihnen mehrere Hundertschaften der Bereitschaftspolizei und Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE).<\/p>\n<p>Unter Offenburgs neuem Polizeichef Peter Dieterle f\u00e4hrt die Polizei eine knallharte und aggressive Linie. Die Demonstrant_innen werden von Anfang an gefilmt, durchsucht und andersweitig schikaniert. Der Staatsschutz und andere Zivilpolizei ist mit mehreren Beamt_innen anwesend. Antikonflikt-Beamte decken K\u00f6rperverletzungen durch BFE&#8217;ler_innen, indem sie abwiegeln, bestreiten und sich weigern, die Dienstnummern zu nennen. Der Willk\u00fcrstaat zeigt seine h\u00e4ssliche Fratze und nicht wenig Passant_innen sind dar\u00fcber erschrocken.<\/p>\n<p>Als die Demonstration endlich losgehen kann, ist sie von einem engen Spalier der Polizei umgeben.<\/p>\n<p>Das Wort \u201eWanderkessel\u201c passt hier wie die Faust aufs Auge. Weder sind die Transparente zu lesen, noch kommt es zu einen positivem Bild der Demo nach au\u00dfen.<\/p>\n<p>Als kurz vor dem Demoende im Wanderkessel in den vorderen Reihen ein Bengalo und zwei B\u00f6ller gez\u00fcndet werden, greift die Polizei zu: Die Demo wird gespalten, der vordere Teil gekesselt. \u00dcber 130 Menschen werden einzeln aus dem Kessel zur Personalienaufnahme, Durchsuchung und Abfilmung zu den bereit stehenden mobilen B\u00fcros abgef\u00fchrt. Der nicht vorhandene Ermittlungsausschuss f\u00fcr diesen Abend wird spontan vor Ort improvisiert. Gegen 23 Uhr ist der Spuk vorbei und die letzten Leute k\u00f6nnen mit den letzten Z\u00fcgen oder auf sie wartende Genoss_innen nach hause fahren.<\/p>\n<p><strong>Der Antifaschistische Aktionstag am 8. Oktober<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Bilder\/2011-10-08-aktionstag-og.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Bilder\/2011-10-08-aktionstag-og.jpg\" align=\"left\" width=\"190\" alt=\"\" \/><\/a>Drei Tage sp\u00e4ter findet der lange vorbereitete <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/48648\">Aktionstag<\/a> statt. Mehrere hundert Flyer zum Aktionstag und dem 22.10. werden auf dem Wochenmarkt in der Innenstadt verteilt.<\/p>\n<p>Ab 12 Uhr wird das Stra\u00dfenfest am Kessel aufgebaut und die Vok\u00fc f\u00e4ngt mit dem Schnippeln an.<\/p>\n<p>Die Demo, auf 15 Uhr angesetzt, kann erst um 16 Uhr 30 starten, da es lange Verhandlungen um die gegen das Versammlungsrecht versto\u00dfenden Auflagen gibt und etliche Antifaschis_innen am Bahnhof und den Autobahnzubringern von Polizeikontrollen aufgehalten werden. So werden Fahnen, Transparente und Kleidungsst\u00fccke beschlagnahmt. Besonders bedenklich ist die Tatsache, dass die Beh\u00f6rden das vor \u00fcber zwei Jahren abgelehnte neue Versammlungsrecht durch die Hintert\u00fcr einf\u00fchren wollen: Sie verlangen die Personalien aller Ordner_innen. Dies verst\u00f6\u00dft gegen das momentane Versammlungsrecht. Aus pragmatischen Gr\u00fcnden wird dem nachgegeben. Es finden sich acht Menschen, die das Spiel mitspielen. Politisch gesehen ist das ein falsches Signal an die Beh\u00f6rden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrenddessen werden die Wartenden von Polizeibeamt_innen in Uniform und Zivil mit Teleobjektiven fotografiert.<\/p>\n<p>Nach dem Verlesen der schikan\u00f6sen Auflagen, einem Rap von Holger Burner und einem Redebeitrag des Antifaschistischen B\u00fcndnisses Ortenau geht es in einem lockeren Polizeispalier endlich los. In der Innenstadt hat die Demo eine gute Au\u00dfenwirkung: Viele Passant_innen bleiben stehen, h\u00f6ren sich die Redebeitr\u00e4ge an und nehmen die verteilten Flyer entgegen. Als die Demo in Richtung der bei den lokalen Nazis beliebten Kneipe \u201eBiermichel\u201c zieht, wird diese von der Polizei besonders abgeschirmt.<\/p>\n<p>Nach dem Ende der Demo gehen die meisten Teilnehmer_innen zum Stra\u00dfenfest am Kessel, wo es vegane Vok\u00fc vom <a href=\"http:\/\/volxkuechefreiburg.blogsport.de\/\">Freiburger K\u00fcchenkollektiv \u201eMaulw\u00fcrfe\u201c<\/a>, hei\u00dfe Getr\u00e4nke und mehrere Infotische gibt.<\/p>\n<p>Abends feiert die Menge gemeinsam mit The Blues Against Youth, Holger Burner und der Do L\u00e4uft&#8217;s Crew bis in die Nacht.<\/p>\n<p><strong>Der 22. Oktober: Historisch und in der Gegenwart<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Bilder\/2011-10-22-marktplatz-em.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Bilder\/2011-10-22-marktplatz-em.jpg\" align=\"left\" width=\"190\" alt=\"\" \/><\/a>F\u00fcr geschichtsbewusste Menschen ist der 22. Oktober nicht nur irgendein Tag. Vor 71 Jahren, am 22. Oktober 1940, wurden im Rahmen der \u201eWagner-B\u00fcrckel-Aktion\u201c die Badischen und Saar-Pf\u00e4lzischen J\u00fcd_innen ins <a href=\"http:\/\/antifaortenau.noblogs.org\/texte-informationen\/kein-antisemitismus-weder-in-offenburg-noch-anderswo\/\">Lager Gurs<\/a> in Frankreich deportiert. \u00dcber 6500 Menschen wurden in das ber\u00fcchtigte Lager verschleppt. Viele von ihnen \u00fcberlebten die Shoa nicht.<\/p>\n<p>Genau diesen Tag haben sich die Nazis f\u00fcr ihre Demonstration ausgesucht und verhehlen die wahren Gr\u00fcnde daf\u00fcr nicht:<\/p>\n<p><em>&#8222;Die k\u00fchnste Behauptung war jedoch, wir w\u00fcrden absichtlich am 70. Jahrestag, der Deportierung der badischen Juden ins Lager Gurs aufmarschieren, um zu provozieren!! Ich danke der Presse daf\u00fcr, denn von nun an haben wir einen guten Grund, in jedem Jahr an genau diesem Datum einen Aufmarsch zu organisieren!&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Wir haben es hier nicht mit Leugner_innen der Shoa zu tun, welche es in der Nazi-Szene zu Hauf gibt, sondern mit Nazis, die den V\u00f6lkermord an den europ\u00e4ischen J\u00fcd_innen h\u00f6hnisch kommentieren und ganz bewusst am Jahrestag von Gurs die Toten verspotten wollen.<\/p>\n<p>Doch es kommt anders. Der 1. Oktober beginnt sich auszuwirken. Franke nimmt die Anmeldung f\u00fcr die Demo in Offenburg ganz zur\u00fcck. Das Nazi-Blog geht offline. Offiziell wird es vom Netz genommen, weil dessen Inhalte gegen die Betreiberrichtlinien von Logr.org versto\u00dfen und illegale Inhalte enthalten w\u00fcrden. Intern scheint sich die s\u00fcdbadische Nazi-Szene selbst zu zerfleischen. Der 1. Oktober und das Gebaren Stechs waren hier nur der Tropfen, der das braune Fass zum \u00dcberlaufen bringt (lest hierzu das <a href=\"http:\/\/www.autonome-antifa.org\/spip.php?page=antifa&#038;id_article=240\">Communique der Autonomen Antifa Freiburg<\/a>).<\/p>\n<p>Am 11. Oktober wird bekannt, dass die Nazis ihre Demo in Emmendingen unter dem Motto \u201eGegen linken Terror \u2013 Nationalen Sozialismus erk\u00e4mpfen!\u201c angemeldet haben. Ein neues Blog samt neuem Aufruf geht online. Die Rednerliste der Nazis \u00e4ndert sich. So steht z.B. Stech nicht mehr auf der Tagesordnung. Auch die Unterst\u00fctzerliste erf\u00e4hrt ein Update.<\/p>\n<p>In Emmendingen gr\u00fcnden innerhalb weniger Tage engagierte B\u00fcrger_innen das breite B\u00fcndnis <a href=\"https:\/\/emmendingennazifrei.wordpress.com\/\">\u201eEmmendingen nazifrei\u201c<\/a>, in dem \u00fcber 50 Gruppen, Parteien und viele Einzelpersonen aktiv werden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Bilder\/2011-10-22-sponti-em.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Bilder\/2011-10-22-sponti-em.jpg\" align=\"left\" width=\"150\" alt=\"\" \/><\/a>Die linksradikale Szene in Baden-W\u00fcrttemberg mobilisiert nun massiv nach Emmendingen, was sich sehr sch\u00f6n an den \u00fcber 15 Zugtreffpunkten ablesen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Auch die Landespolizei mobilisiert in ihrer Szene stark nach Emmendingen. Von sieben Hundertschaften ist in einem Kooperationsgespr\u00e4ch mit Emmendingen nazifrei die Rede. Schlie\u00dflich soll \u201eEmmendingen an diesem Tag die sicherste Stadt in Baden-W\u00fcrttemberg\u201c werden.<\/p>\n<p>Am 17. Oktober tut die Stadt Emmendingen das, was sich die Stadt Offenburg nicht getraut hat: Sie verbietet die Nazi-Veranstaltung. Das Verbot wird mit der Gefahrenlage und dem Jahrestag der Deportation begr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Und auch das Emmendinger B\u00fcndnis h\u00e4lt wie das Offenburger und das Antifaschistische B\u00fcndnis Ortenau an seiner Planung fest. Niemand will den Nazis den Tag, egal wo, \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Auch weil aus Erfahrung bekannt ist, dass Verbote dieser Art oft vom zust\u00e4ndigen Verwaltungsgericht au\u00dfer Kraft gesetzt werden, wenn die Nazis Widerspruch einlegen.<\/p>\n<p>Am Freitag erhalten unz\u00e4hlige Antifaschist_innen Post von der Emmendinger Stadtverwaltung. Es ist keine freundliche Einladung zum Protest gegen die Nazis, sondern ein Aufenthaltsverbot f\u00fcr den gesamten Stadtbereich am Samstag. Das Verwaltungsgericht Freiburg kassiert den Sofortvollzug jedoch, womit die Aufenthaltsverbote hinf\u00e4llig werden.<\/p>\n<p>Wieder folgt eine \u00dcberraschung: Die Nazis lassen die Frist, die auf Freitag, 18 Uhr angesetzt ist, verstreichen und ver\u00f6ffentlichen schon am Tag zuvor auf ihrem Blog:<\/p>\n<p><em>\u201eDemo bleibt verboten<\/p>\n<p>Die Demonstration bleibt verboten und wird somit am 22. Oktober nicht stattfinden. Wir bedanken uns f\u00fcr die gro\u00dfe Unterst\u00fctzung aus Baden-W\u00fcrttemberg und aus anderen Teilen Deutschlands und melden uns bald wieder zur\u00fcck mit neuen Taten \u2013 vielleicht schneller, als es so manchem Volksfeind lieb ist\u2026<\/p>\n<p>Die Demoleitung\u201c<\/em><\/p>\n<p>So passiert das, womit kaum jemand gerechnet hat. Der 22.10.2011 geht ohne Nazis \u00fcber die B\u00fchne. In Emmendingen kommen \u00fcber 1000 Menschen auf dem Marktplatz zum Bunten Markt f\u00fcr Toleranz und Demokratie von Emmendingen nazifrei zusammen. Die Innenstadt ist v\u00f6llig in der Hand der sieben Hundertschaften. Kamera\u00fcberwachung des Marktplatzes aus den Rathausfenstern heraus und Pferdestaffel inklusive. Dazu kommen mehrere hundert Antifaschist_innen aus ganz Baden-W\u00fcrttemberg, die um 12 Uhr 30 eine Spontandemo anmelden und begleitet von einem v\u00f6llig irren Polizeiaufgebot zum Festplatz ziehen, der urspr\u00fcnglich als Versammlungsort der Nazis angedacht war.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Bilder\/2011-10-22-schweigemarsch-og.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Bilder\/2011-10-22-schweigemarsch-og.jpg\" align=\"left\" width=\"190\" alt=\"\" \/><\/a>In Offenburg setzen sich 80 Menschen gegen 14 Uhr 30 zu einem Schweigemarsch vom Lindenplatz zum Marktplatz in Bewegung. Die vorderen Reihen tragen Koffer und Schilder mit Namen von j\u00fcdischen Offenburger_innen, die 1940 nach Gurs deportiert wurden. Verschiedene Aktionen des Offenburger B\u00fcndnisses und ein Konzert an der Ursulas\u00e4ule finden ebenfalls statt.<\/p>\n<p>Der 22.10.2011 geht ohne Nazis in den Stra\u00dfen S\u00fcdbadens zu Ende. Ger\u00fcchte \u00fcber einen Aufmarsch in L\u00f6rrach werden nicht best\u00e4tigt<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich k\u00fcndigen sie<\/p>\n<p><em>\u201e&#8230;neue(n) Taten \u2013 vielleicht schneller, als es so manchem Volksfeind lieb ist\u2026\u201c<\/em><\/p>\n<p>an.<\/p>\n<p>B\u00fcndnisarbeit ist nicht leicht. Der kleinste gemeinsame Nenner \u201eGegen Nazis\u201c war der Fokus im Oktober. Engagierte zivilgesellschaftliche B\u00fcndnisse und eine starke link(sradikal)e Mobilisierung haben die Nazis der Region f\u00fcr diesen Tag in ihre Schranken verwiesen.<\/p>\n<p>\u00dcberschattet wird dieser Monat vom 1. Oktober. Hier und in den Facebook-Kommentaren zeigt sich die r\u00fccksichtslose Brutalit\u00e4t und Menschenverachtung der s\u00fcdbadischen Nazis. Auch wenn sie innerhalb ihrer Szene zerstritten sind, d\u00fcrfen wir sie nicht bel\u00e4cheln oder ignorieren. Der n\u00e4chste faschistische Spuk wird kommen. Wir werden auch gegen ihn auf den Stra\u00dfen sein. Alle zusammen.<\/p>\n<p>Haltet euch auf dem Laufendem, verhindert gemeinsam Naziaufm\u00e4rsche und krempelt die ganze Schei\u00dfe um!<\/p>\n<p><strong>Siamo tutti antifascisti!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B\u00fcndnisarbeit und Mobilisierung Als im Fr\u00fchjahr bekannt wird, dass die lokalen Nazis unter Florian Stech wie schon 2010 eine Demonstration im Oktober planen, reaktiviert sich das Antifaschistische B\u00fcndnis Ortenau. Im Vergleich zum letzten Jahr ist nun ein halbes Jahr Zeit, um den Protest und Widerstand zu organisieren. 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