{"id":765,"date":"2011-10-28T22:29:12","date_gmt":"2011-10-28T20:29:12","guid":{"rendered":"http:\/\/alfr.blogsport.de\/2011\/09\/06\/truppen-raus-aus-afghanistan-proteste-gegen-petersberg-ii\/"},"modified":"2011-10-28T22:29:12","modified_gmt":"2011-10-28T20:29:12","slug":"truppen-raus-aus-afghanistan-proteste-gegen-petersberg-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=765","title":{"rendered":"Truppen raus aus Afghanistan \u2013 Proteste gegen \u201ePetersberg II\u201c"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Bilder\/2011-afghanistankonferenz-plakat.jpg\" align=\"left\" width=\"150\" alt=\"Truppen raus aus Afghanistan\" \/>Die Antikriegs-und Friedensbewegung ruft zu gemeinsamen und vielf\u00e4ltigen Aktivit\u00e4ten in Bonn auf. Unter dem Motto <a href=\"http:\/\/www.afghanistanprotest.de\/\">&#8222;Sie reden von Frieden, Sie f\u00fchren Krieg &#8211; Truppen raus aus Afghanistan!&#8220;<\/a> werden am 3. und am 4. Dezember 2011 eine bundesweite Demonstration sowie eine internationale Konferenz stattfinden. Diese sollen ein kraftvolles Zeichen gegen die menschenfeindliche Politik des Krieges setzen. Des Weiteren sind Aktionen des Zivilen Ungehorsams f\u00fcr den 5. Dezember geplant, dem Tag der internationalen Afghanistan Regierungskonferenz. Anlass ist eine ISAF-Kriegskonferenz, die \u00fcber die Zukunft Afghanistans beraten will. Wir unterst\u00fctzen die Proteste dagegen und organisieren aus Freiburg einen Bus nach Bonn zur bundesweiten Gro\u00dfdemonstration am 3. Dezember 2011. Mehr Infos dazu kommen in K\u00fcrze. Im Folgenden dokumentieren wir den B\u00fcndnis-Aufruf, den auch wir unterschrieben haben. Einen Aufruf des <a href=\"http:\/\/3a.blogsport.de\/\">3A-B\u00fcndnisses<\/a> findet ihr <a href=\"http:\/\/3a.blogsport.de\/?p=31\">hier<\/a>, einen Aufruf der <a href=\"http:\/\/www.dazwischengehen.org\/\">Interventionistischen Linken<\/a> (IL) gibt es <a href=\"http:\/\/www.dazwischengehen.org\/story\/2011\/10\/internationale-solidaritaet-gegen-krieg-entrechtung-und-unterdrueckung\">hier<\/a>.<\/p>\n<p><strong>03.12.2011:<\/strong> Bundesweite Demonstration (Bus aus Freiburg)<br \/>\n<strong>04.12.2011:<\/strong> Internationale Antikriegskonferenz<br \/>\n<strong>05.12.2011:<\/strong> Aktionen gegen die Kriegskonferenz<!--more--><\/p>\n<p><strong>Aufruf: Widerstand und Protest gegen &#8222;Petersberg II&#8220; &#8211; Dem Frieden eine Chance, Truppen raus aus Afghanistan!<\/strong><\/p>\n<p>Auf die Terroranschl\u00e4ge vom 11. September 2001 reagierten die USA sowie die NATO mit dem Krieg in Afghanistan. Im Dezember vor zehn Jahren wurde auf der Petersberger Konferenz bei Bonn eine provisorische Regierung f\u00fcr Afghanistan unter Pr\u00e4sident Karzai eingesetzt &#8211; wenige Tage sp\u00e4ter beschloss der UN-Sicherheitsrat den ISAF-Einsatz. Nun l\u00e4dt die Bundesregierung f\u00fcr den 5. Dezember 2011 erneut auf den Petersberg ein. Die kriegf\u00fchrenden Staaten werden hier zusammenkommen, um \u00fcber die Zukunft Afghanistans zu beraten. Delegierte aus 90 L\u00e4ndern sowie NGO&#8217;s sollen vorgeblich \u00fcber &#8222;Friedensperspektiven&#8220; diskutieren &#8211; doch die Realit\u00e4t sieht anders aus:<\/p>\n<p>Seit einem Jahrzehnt f\u00fchrt die NATO in Afghanistan unter dem Vorwand der &#8222;humanit\u00e4ren Intervention&#8220; und des &#8222;Krieges gegen den Terror&#8220; einen Krieg f\u00fcr wirtschaftliche und machtpolitische Interessen. Die Bilanz: Jahr f\u00fcr Jahr steigende Opferzahlen, insbesondere unter der Zivilbev\u00f6lkerung, zerst\u00f6rte Infrastruktur, massive Unterern\u00e4hrung, unbehandelte Krankheiten, sinkende Lebenserwartung, wachsende Gewalt gegen Frauen. Trotz alledem werden Menschen, die vor Krieg, Zerst\u00f6rung und Not fl\u00fcchten, mit Milit\u00e4r und Polizeieinheiten, wie z.B. FRONTEX mit Gewalt von Europa ferngehalten.<\/p>\n<p>Die Bundeswehr beteiligt sich an diesem Krieg und tr\u00e4gt Schuld an Kriegsverbrechen, wie z.B. dem Massaker bei Kunduz. Der j\u00e4hrlichen Verl\u00e4ngerung des parlamentarischen Mandates steht die mehrheitlich ablehnende Haltung der Bev\u00f6lkerung entgegen: Es mangelt der Bundeswehr nicht nur an SoldatInnen, sondern auch an breiter Akzeptanz daf\u00fcr, Krieg als Mittel der Politik zu f\u00fchren. Mit dem Ziel dieses zu \u00e4ndern, wird die Gesellschaft auf allen Ebenen zunehmend militarisiert. Die Reform der Bundeswehr bedeutet, dass die Bundeswehr an Schulen Rekruten wirbt, im Innern zum Einsatz kommt und zur Interventionsarmee umgestaltet wird.<\/p>\n<p>Nun k\u00fcndigt die Bundesregierung an, bei der zweiten Afghanistan-Konferenz auf dem Bonner Petersberg \u00fcber &#8222;politische L\u00f6sungen&#8220; und &#8222;Truppenabzug&#8220; diskutieren zu wollen &#8211; eine reine Farce. De Facto sollen in Zukunft vermehrt afghanische Milit\u00e4rs und Polizisten ausgebildet werden, um stellvertretend f\u00fcr die NATO den Krieg fortzusetzen, den Gro\u00dfteil der Opfer zu stellen und, weiterhin von der NATO kontrolliert, selbst f\u00fcr &#8222;Sicherheit&#8220; zu sorgen. Gleichzeitig will die NATO als &#8222;Krisenmanagement&#8220; die Zivil-Milit\u00e4rische Zusammenarbeit (ZMZ) forcieren &#8211; die enge Integration politischer, milit\u00e4rischer, wirtschaftlicher, humanit\u00e4rer und polizeilicher Instrumente. Was fr\u00fcher zivil war, wird heute milit\u00e4rischen Zielen untergeordnet. So wird z.B. auch &#8222;Entwicklungshilfe&#8220; zum Bestandteil der NATO-Strategie.<\/p>\n<p>Wir lassen uns nicht t\u00e4uschen: Was wie eine &#8222;Friedensperspektive&#8220; klingt, soll der Fortsetzung internationaler milit\u00e4rischer Interventions- und Besatzungspolitik dienen. Krieg bedeutet immer: Tod, Folter, Vergewaltigungen, Menschenrechtsverletzungen &#8211; so aktuell auch in Libyen.<\/p>\n<p>Die Regierungen der Kriegsallianz wollen den Krieg in Afghanistan weiterf\u00fchren und beraten nun \u00fcber das Wie &#8211; die Antikriegs- und Friedensbewegung will den Krieg beenden! Wir fordern die umgehende Einstellung aller Kampfhandlungen und den umfassenden Abzug der Truppen aus Afghanistan! Die frei werdenden Gelder (im Jahr 2011 sind allein im Bundeshaushalt rund 1,1 Milliarde Euro f\u00fcr den Krieg vorgesehen) m\u00fcssen ab sofort f\u00fcr den Wiederaufbau und die Verbesserung der Lebensbedingungen der afghanischen Bev\u00f6lkerung nach deren Bed\u00fcrfnissen eingesetzt werden! Nur so kann in Afghanistan ein Frieden entstehen, der seinen Namen auch verdient.<\/p>\n<p>Die Antikriegs- und Friedensbewegung ruft zu gemeinsamen und vielf\u00e4ltigen Aktivit\u00e4ten in Bonn auf. Vom 3. bis zum 5. Dezember 2011 wollen wir mit einer bundesweiten Demonstration und auf einer internationalen Konferenz Zeichen gegen die menschenfeindliche Politik des Krieges setzen. Stellt Euch quer und beteiligt Euch an Aktionen Zivilen Ungehorsams!<\/p>\n<p>Die Aufst\u00e4nde im arabischen Raum und die wiedererstarkte Anti-Atom Bewegung hierzulande lassen uns optimistisch sein, dass soziale Bewegung die Welt ver\u00e4ndern und auch wir gemeinsam ein kraftvolles Zeichen gegen den Krieg setzen k\u00f6nnen!<\/p>\n<p><strong>Kommt nach Bonn!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Antikriegs-und Friedensbewegung ruft zu gemeinsamen und vielf\u00e4ltigen Aktivit\u00e4ten in Bonn auf. Unter dem Motto &#8222;Sie reden von Frieden, Sie f\u00fchren Krieg &#8211; Truppen raus aus Afghanistan!&#8220; werden am 3. und am 4. Dezember 2011 eine bundesweite Demonstration sowie eine internationale Konferenz stattfinden. Diese sollen ein kraftvolles Zeichen gegen die menschenfeindliche Politik des Krieges setzen. 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