{"id":799,"date":"2012-04-09T21:55:33","date_gmt":"2012-04-09T19:55:33","guid":{"rendered":"http:\/\/alfr.blogsport.de\/?p=779"},"modified":"2012-04-09T21:55:33","modified_gmt":"2012-04-09T19:55:33","slug":"fight-back-antifaschistische-demonstration-am-21-april-in-ludwigshafen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=799","title":{"rendered":"Fight Back! \u2013 Antifaschistische Demonstration am 21. April in Ludwigshafen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Bilder\/LU.jpg\" width=\"200\" align=\"left\" alt=\"LU\" \/><strong>Zugtreffpunkt Freiburg:<br \/>\n08:45 Uhr \/\/ Gleis 2 Hauptbahnhof<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr den 21. April mobilisieren verschiedene antifaschistische Gruppen und B\u00fcndnisse zu einer antifaschistischen Demonstration in Ludwigshafen am Rhein. Gemeinsam soll an diesem Tag ein klares Zeichen gegen faschistische Umtriebe und f\u00fcr eine starke Gegenwehr gesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>Emp\u00f6rung zu Widerstand!<\/strong><\/p>\n<p>Auch wir als Gruppen aus verschiedenen Teilen Baden-W\u00fcrttembergs mobilisieren in die Rheinland-Pf\u00e4lzische Gro\u00dfstadt. Dabei geht es uns um verschiedene Dinge: Durch eine gemeinsame Schwerpunktsetzung wollen wir die St\u00e4rke der antifaschistischen Bewegung auf der Stra\u00dfe erweitern und die Notwendigkeit einer konsequenten l\u00e4nder- und st\u00e4dte\u00fcbergreifenden antifaschistischen Solidarit\u00e4t aufzeigen.Gerade jetzt im Zuge der Aufdeckung der faschistischen Terrorgruppe \u201eNSU\u201c (Nationalsozialistischer Untergrund) und ihrer jahrelangen Mordserie, wird deutlich wie wichtig ein gut organisierter antifaschistischer Selbstschutz f\u00fcr die Linke ist.<!--more--><\/p>\n<p> Inhaltlich halten wir es dabei f\u00fcr zentral, die offensichtliche und dennoch meist verschwiegene Verzahnung der kapitalistischen Gesellschaft mit den menschenverachtenden faschistischen Ideologien herauszustellen. Es ist zwar sicherlich zu begr\u00fc\u00dfen, dass die Sensibilit\u00e4t gegen\u00fcber rassistischen und faschistischen Umtrieben im Laufe der vergangenen Monate in fast allen politischen Spektren scheinbar zugenommen hat. Die staatliche Lippenbekenntnisse gegen Rechts sind jedoch eng verkn\u00fcpft mit der Gleichsetzung von faschistischer mit linker Politik und der erstarkenden Repression gegen selbstbestimmte antifaschistische Bewegungen. <!--more--> Diese Doppelz\u00fcngigkeit, die jeden wirklichen Widerstand gegen die Gefahr von Rechts schon im Keim ersticken soll, kann nicht akzeptiert werden. Die Verstrickungen des Verfassungsschutzes in den militanten faschistischen Sumpf, scheinen schon jetzt, ein halbes Jahr nach Aufdeckung der Mordserie auch von den angeblich besorgtesten PolitikerInnen wieder verziehen zu sein und haben zu keinen ernsthaften Konsequenzen im Umgang mit dieser Beh\u00f6rde oder den faschistischen Strukturen gef\u00fchrt. Stattdessen werden AntifaschistInnen von staatlichen Stellen gejagt, verpr\u00fcgelt und immer \u00f6fter unter fadenscheinigen Anschuldigungen inhaftiert.<\/p>\n<p>Dieser Umgang mit fortschrittlichen Bewegungen bei gleichzeitiger Deckung und Verharmlosung der gesellschaftlich tief verankerten rechten Strukturen, deren Ausw\u00fcchse zu Einzelf\u00e4llen umgelogen werden, ist kein Zufall. Er ergibt sich vielmehr aus der Logik der kapitalistischen Gesellschaftsverh\u00e4ltnisse. In Zeiten der Krise, in denen sich die Lebenssituation von gro\u00dfen Teilen der Gesellschaft stetig verschlechtert, Zukunfts\u00e4ngste zunehmen und das Potenzial f\u00fcr Widerstand gegen die von der herrschenden Klasse vorangetriebenen Zuspitzungen zunimmt, bieten rechte Denkmuster den Herrschenden eine willkommene und gef\u00f6rderte Umlenkung des Unmutes. Schon lange ist in \u00f6ffentlichkeitswirksamen politischen Diskursen eine Rechtsentwicklung bemerkbar, die auf vielen Ebenen Stimmung gegen MigrantInnen, sozial Schwache, und auch gegen linke und klassenk\u00e4mpferische Bewegungen forciert.<\/p>\n<p>Die Faschisten profitieren von diesen Entwicklungen und k\u00f6nnen mit ihrer Propaganda in vielen F\u00e4llen, wie zum Beispiel bei Kampagnen gegen Moscheebauten, problemlos daran ankn\u00fcpfen. Die altbekannte rassistische Hetze, die insbesondere von rechtspopulistischen Zusammen\u00e4ngen wie der Partei \u201eDie Freiheit\u201c und dem Umfeld des Internetnetzwerks \u201ePolitically Incorrect &#8211; News\u201c in die Gesellschaft geschleudert wird, wird in der faschistischen Propaganda durch eine vermeintlich sozialkritische und sogar pseudo-antikapitalistische Rhetorik erg\u00e4nzt. Sie wollen sich so als Alternative darstellen, die den Unmut gegen die herrschenden Verh\u00e4ltnisse, aber auch deren Unverst\u00e4ndnis auffangen und kanalisieren soll.<\/p>\n<p>Gesamtgesellschaftlichen Rechtsentwicklungen haben so immer einen weitaus \u201eschlimmeren\u201c Begleiter, der sie wieder relativieren kann und potenziell systemgef\u00e4hrdende fortschrittliche Bewegungen zugleich in Schach h\u00e4lt. Das erkl\u00e4rt auch die verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig schwach ausgepr\u00e4gte und nur unter Druck umsetzbare staatliche Verfolgungsbereitschaft faschistischer Strukturen.<br \/>\nAls AntifaschistInnen ist es unsere Aufgabe hier zu intervenieren und dem anwachsenden rechten Sumpf einen breit aufgestellten und vielseitigen Widerstand entgegenzubringen. Die gef\u00e4hrliche Rolle der b\u00fcrgerlichen rechten Hetzer, der daraus hervorgehende Aufbau populistischer und rassistischer Gruppierungen und die Erstarkung einer militanten faschistischen Bewegung, sind verschiedene Aspekte einer Entwicklungen, der wir mit jeweils angemessenen Mitteln entgegentreten m\u00fcssen. Nur die erfolgreiche Abwehr dieser Angriffe von Rechts kann den Weg hin zu einer solidarischen und kollektiv organisierten Gesellschaft offen halten.<\/p>\n<p><strong>Ba-W\u00fc goes Ludwigshafen &#8211; Gemeinsam entschlossen handeln!<\/strong><\/p>\n<p>Die Stadt Ludwigshafen bildet ein gutes Beispiel f\u00fcr das jahrelange Verschweigen und Tolerieren vielseitiger Naziaktivit\u00e4ten. Erst durch kontinuierliche antifaschistische Arbeit in den letzten zwei Jahren, konnte ein Perspektivenwandel erk\u00e4mpft werden. Zwei Nazil\u00e4den mussten ihre Tore schlie\u00dfen und antifaschistische Pr\u00e4senz ist auf der Stra\u00dfe und in \u00f6ffentlichen R\u00e4umen immer sicht- und sp\u00fcrbarer. Trotz dieser Erfolge ist Ludwigshafen immer noch nicht frei von faschistischen Aktivit\u00e4ten. Im Einklang mit der rigorosen Abschiebungspolitik der \u00f6rtlichen CDU und ideologisch gedeckt durch eine starke \u201eRepublikaner\u201c-Fraktion im Stadtrat, k\u00f6nnen faschistische Strukturen und Einzelpersonen hier weiterhin mit Infrastruktur und R\u00fcckzugsr\u00e4umen ihrer menschenverachtenden Gesinnung nachgehen. So bietet etwa die Kneipe \u201eTanja&#8217;s Bierst\u00fcble\u201c monatlich Raum f\u00fcr faschistische und rassistische Partys und erst vor wenigen Monaten wurden junge AntifaschistInnen nach den Protesten gegen einen Naziaufmarsch in Worms in Ludwigshafen von einer Meute Faschisten bedroht und durch die Stadt gejagt. Antisemitische, rassistische und antikommunistische Propaganda in Form von Stickern und Schmierereien ist immer noch fester Teil des Stadtbildes und auch \u00dcbergriffe gegen Linke und MigrantInnen, sowie Aufmarschversuche der regionalen Naziszene finden hier in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden statt.<\/p>\n<p>Die umtriebige Ludwigshafener und Vorderpf\u00e4lzische Naziszene bewegt sich allerdings keineswegs nur ortsgebunden, sondern versucht durch die Teilnahme an faschistischen Gro\u00dfevents, wie dem j\u00e4hrlichen geschichtsrevisionistischen Aufmarsch in Dresden oder dem s\u00fcddeutschlandweiten Gro\u00dfaufmarsch am 1. Mai 2011 in Heilbronn, auch bundesweit Pr\u00e4senz zu zeigen.<\/p>\n<p>Gegen diese Zust\u00e4nde hilft nur ein starker lokaler Widerstand mit \u00fcberregionaler Unterst\u00fctzung und Zusammenarbeit. Mit der gemeinsamen Mobilisierung zur Demonstration am 21. April wollen wir einen Teil dazu beitragen und deutlich machen, dass der konsequente Kampf gegen faschistische Umtriebe eine entschlossene und organisierte antifaschistische Bewegung braucht.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr ein nazifreies Ludwigshafen!<br \/>\nOrganisiert den antifaschistischen Abwehrkampf!<br \/>\nDie Antifaschistische Aktion Aufbauen!<\/strong><\/p>\n<p><strong>21.04.2012 | 13 Uhr | Ludwigshafen Rathausplatz<\/strong><\/p>\n<p><strong>Zugtreffpunkt f\u00fcr gemeinsame Anreise aus Freiburg:<\/strong><br \/>\n08:45 Uhr \/\/ Gleis 2 Hauptbahnhof<\/p>\n<p><strong>Weitere Zugtreffpunkte:<\/strong><br \/>\nAchern: Treffpunkt 10 Uhr \/\/ Bahnhof<br \/>\nB\u00fchl: Treffpunkt 10 Uhr \/\/ Bahnhof<br \/>\nFreiburg: Treffpunkt 08:45 Uhr \/\/ Gleis 2 HBF<br \/>\nGaggenau: Treffpunkt 10 Uhr \/\/ Bahnhof<br \/>\nHeilbronn: Treffpunkt 10:50 Uhr \/\/ HBF<br \/>\nRastatt: Treffpunkt 10:15 Uhr \/\/ Bahnhof<br \/>\nStuttgart: Treffpunkt 10:00 Uhr \/\/ Gleis 9 HBF<br \/>\nT\u00fcbingen: Treffpunkt 08:45 Uhr \/\/ HBF<br \/>\nVillingen: Treffpunkt 09:45 Uhr \/\/ Bahnhof<\/p>\n<p><strong>Ein gemeinsamer Aufruf von:<\/strong><br \/>\nAntifaschistische Linke B\u00fchl\/Achern<br \/>\nAntifaschistische Linke Freiburg<br \/>\nAntifaschistische Aktion Heilbronn<br \/>\nAntifaschistische Aktion L\u00f6rrach<br \/>\nAntifaschistische Jugend Ludwigshafen\/Mannheim<br \/>\nGruppe 76 Rastatt\/Murgtal<br \/>\nAntifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart<br \/>\nMarxistische Aktion T\u00fcbingen<br \/>\nLinke Aktion Villingen-Schwenningen <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zugtreffpunkt Freiburg: 08:45 Uhr \/\/ Gleis 2 Hauptbahnhof F\u00fcr den 21. 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