{"id":805,"date":"2012-04-29T17:35:15","date_gmt":"2012-04-29T15:35:15","guid":{"rendered":"http:\/\/alfr.blogsport.de\/2012\/04\/29\/heraus-zum-1-mai-fuer-solidaritaet-und-klassenkampf\/"},"modified":"2014-11-04T23:10:18","modified_gmt":"2014-11-04T22:10:18","slug":"heraus-zum-1-mai-fuer-solidaritaet-und-klassenkampf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/?p=805","title":{"rendered":"Heraus zum 1. Mai \u2013 f\u00fcr Solidarit\u00e4t und Klassenkampf"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Bilder\/2012-05-01-karlsruhe.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.antifaschistische-linke.de\/Bilder\/2012-05-01-karlsruhe.jpg\" width=\"160\" align=\"left\" alt=\"1. Mai bundesweit\" \/><\/a>Am 1. Mai 2012 gehen wieder weltweit Millionen Menschen f\u00fcr ein bes\u00adse\u00adres Leben und eine Welt jen\u00adseits von Krise, Krieg und Ka\u00adpi\u00adta\u00adlis\u00admus auf die Stra\u00dfe. Wir mobilisieren aus Freiburg zur <strong>Revolution\u00e4ren 1. Mai-Demonstration in Karlsruhe<\/strong>. Sie beginnt 13 Uhr auf dem Werderplatz. <strong>Zugtreffpunkt:<\/strong> 10:45 Uhr Gleis 2 Hbf. &#8211; Abfahrt 11:03 Uhr<\/p>\n<p>In Freiburg selbst findet wie jedes Jahr das DGB-Fest auf dem St\u00fchlinger Kirchplatz mit zahlreichen Infost\u00e4nden (u.a. <a href=\"http:\/\/www.liz-freiburg.org\">Linkes Zentrum Freiburg<\/a>) statt. Eine Gewerkschaftsdemonstration mit antikapitalistischer Beteiligung startet von dort um 11 Uhr und zieht durch den Stadtteil St\u00fchlinger.<\/p>\n<p>Und auch in anderen St\u00e4dten im S\u00fcden finden verschiedene Aktivit\u00e4ten statt. Antikapitalistische Beteiligung an gewerkschaftlichen Demos gibt es in <a href=\"http:\/\/linkeaktion.blogsport.de\/2012\/04\/23\/1-mai-fuer-eine-revolutionaere-perspektive\/\">Villingen-Schwenningen<\/a>, <a href=\"http:\/\/rlhn.noblogs.org\/post\/2012\/04\/19\/heraus-zum-revolutionaren-1-mai\/\">Heilbronn<\/a>, <a href=\"http:\/\/roteaktion.blogsport.de\/2012\/04\/14\/aufruf-zum-antikapitalistischen-und-antifaschistischen-1-mai-2012-in-mannheim\/\">Mannheim<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.revolutionaere-aktion.org\/component\/eventlist\/details\/13-alle-auf-die-strasse\">Stuttgart<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.marxistische-aktion.de\/?p=968\">T\u00fcbingen<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.aufbau.org\/index.php\/widerstand-mainmenu-2\/allgemein-mainmenu-3\/1339-1-mai-antikapitalistischer-block-in-basel\">Basel<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.aufbau.org\/index.php\/widerstand-mainmenu-2\/allgemein-mainmenu-3\/1340-gegen-die-angriffe-von-oben-weltweit-kaempfen\">Z\u00fcrich<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.aufbau.org\/index.php\/widerstand-mainmenu-2\/allgemein-mainmenu-3\/1334-1-mai-revolutionaerer-block-in-winterthur\">Winterthur<\/a>. In <a href=\"http:\/\/1maistuttgart.blogsport.de\/\">Stuttgart<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.redside.tk\/cms\/2012\/04\/05\/revolutionarer-1-mai-2012\/\">N\u00fcrnberg<\/a> finden wie jedes Jahr zudem eigenst\u00e4ndige Revolution\u00e4re 1. Mai-Demos statt, in <a href=\"http:\/\/alf.blogsport.de\/2012\/03\/30\/internationale-solidaritaet-statt-soziale-spaltung\/\">F\u00fcrth<\/a> bereits einen Tag vorher eine antikapitalistische Vorabenddemo. In <a href=\"http:\/\/www.akantifa-mannheim.de\/ubersicht-1-mai-2012-in-mannheim\/\">Mannheim<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.hofistbunt.de\/\">Hof<\/a> und <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/59260\">Speyer<\/a> gilt es die geplanten Nazi-Aufm\u00e4rsche zu verhindern.<\/p>\n<p><strong>Mehr lesen:<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/alfr.blogsport.de\/2012\/04\/25\/kampagne-zum-1-mai-in-sued-und-mittelbaden\/\">Gemeinsam stark: 1. Mai-Kampagne von Gruppe 76, ALBA &#038; ALFR<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/alfr.blogsport.de\/2012\/04\/24\/bundesweiteraufrufkapitalismus-ueberwinden-fuer-solidaritaet-und-klassenkampf\/\">Bundesweiter Aufruf: Kapitalismus \u00fcberwinden! F\u00fcr Solidarit\u00e4t und Klassenkampf!<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/3a.blogsport.de\/2012\/04\/06\/heraus-zum-revolutionaeren-1-mai-es-gibt-keine-alternative-zur-revolution\/\">Aufruf vom [3A]-B\u00fcndnis<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/alfr.blogsport.de\/2012\/04\/26\/unsere-stadt-neunte-ausgabe-erschienen\/\">1. Mai-Ausgabe: Unsere Stadt &#8211; Kommunistische Zeitung f\u00fcr Freiburg<\/a><\/p>\n<p>Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf des <a href=\"http:\/\/1maikarlsruhe.blogsport.de\/\">Revolution\u00e4ren 1. Mai-B\u00fcndnisses Karlsruhe<\/a>:<!--more--><\/p>\n<p>Alles Krise, oder was?<\/p>\n<p><em>\u201eDiejenigen, die mit Blick auf die Finanzkrise voreilig von Licht am Ende des Tunnels gesprochen haben, m\u00fcssen nun feststellen, dass das in Wirklichkeit der entgegenkommende Zug war.\u201c<br \/>\nPeer Steinbr\u00fcck (SPD)<\/em><\/p>\n<p>Das \u201ewir\u201c uns momentan in einer Krise befinden, scheint eine allgemein bekannte und akzeptierte Tatsache. Doch in welcher Krise stecken wir eigentlich gerade? Ob Immobilienkrise, Automobilkrise oder Finanzkrise, ob Eurokrise oder Staatsschuldenkrise: Eine Krise jagt die n\u00e4chste. Dabei kann man keines dieser Ph\u00e4nomene losgel\u00f6st von den anderen betrachten, denn letztendlich ist ihre Ursache immer die gleiche. Keine dieser Krisen ein \u201eBetriebsunfall\u201c des kapitalistischen Systems, sondern die logische Konsequenz daraus. Ein zentraler Wesenszug des Kapitalismus, die Konkurrenz, f\u00fchrt unweigerlich zu \u00dcberproduktionskrisen. Es wird nicht nach den Bed\u00fcrfnissen der Gesellschaft, sondern f\u00fcr den maximalen Profit Weniger produziert. Gerade die Versuche der herrschenden Klasse, eine Krise einzud\u00e4mmen und zu bek\u00e4mpfen, tragen bereits zur n\u00e4chsten bei.<\/p>\n<p>Als aktuelles Beispiel f\u00fcr diese Zyklenhaftigkeit des Kapitalismus l\u00e4sst sich die so genannte Staatsschuldenkrise anf\u00fchren, die einen Ursprung in der vorherigen staatlichen Rettung der Banken hat. W\u00e4hrend die Banken inzwischen wieder dicke Gewinne einfahren, sind nun viele Staaten in finanzieller Notlage, einige davon sind sogar von der Insolvenz bedroht.<\/p>\n<p>Die Tatsache, dass so viele Staaten ins Wanken kommen, w\u00e4re vor einigen Jahren noch kaum denkbar gewesen. Selbst die bislang als sicher geltenden Staatsanleihen sind kaum mehr das Papier wert, auf dem sie stehen. In dieser Legitimationskrise lassen sich PolitikerInnen mehr und mehr zu hektischen Reaktionen hinrei\u00dfen, um der Bev\u00f6lkerung ein Gef\u00fchl der Sicherheit zu geben. Aber auf wen die Lasten nachher abgew\u00e4lzt werden sollen ist schon von vorneherein klar: die lohnabh\u00e4ngige Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Un\u00fcbersehbares Beispiel daf\u00fcr ist aktuell Griechenland. Auf Dr\u00e4ngen der Troika aus Internationalem W\u00e4hrungsfonds, EU-Kommission und Europ\u00e4ischer Zentralbank sollen in den n\u00e4chsten drei Jahren 150.000 \u00f6ffentlich Besch\u00e4ftigte entlassen werden, dazu kommen massive K\u00fcrzungen bei Mindestl\u00f6hnen und Sozialleistungen. Das diese Ma\u00dfnahmen sicherlich nicht im Interesse der Mehrheit der griechischen Bev\u00f6lkerung sind, liegt auf der Hand. Trotzdem werden sie in der \u00f6ffentlichen Debatte als alternativlos dargestellt.<\/p>\n<p>Diese Vorg\u00e4nge bleiben dabei keineswegs auf Griechenland beschr\u00e4nkt. Entlassungen, Lohnk\u00fcrzungen und Sozialabbau stehen in der ganzen EU auf der Tagesordnung. Hartz IV und die Rente ab 67 sind Beispiele, dass diese Entwicklung auch im reichen Deutschland vorhanden ist.<br \/>\n<strong><br \/>\nOrganisieren! Enteignen! Vergesellschaften!<\/strong><\/p>\n<p>Die st\u00e4ndige Angst um den Arbeitsplatz und damit die Sicherung der eigenen Existenz setzt die Lohnabh\u00e4ngigen in eine st\u00e4ndige Konkurrenz, die einen kollektiven Widerstand der Betroffenen im Keim ersticken soll. Genauso wie diese Mechanismen die Solidarit\u00e4t einzelner ArbeiterInnen unterbinden, wirkt die Konkurrenz verschiedener Nationalstaaten untereinander der Solidarisierung der arbeitenden Klassen aller L\u00e4nder entgegen.<\/p>\n<p>Zum einen verweisen die Herrschenden auf die angeblich besseren, billigeren oder effektiveren Produktionsbedingungen anderer L\u00e4nder und sch\u00fcren somit die Angst vor Arbeitsplatzverlust. Andererseits soll mit Blick auf die noch schlechteren Lebensbedingungen in anderen L\u00e4ndern der Kritik an der Situation der Boden entzogen werden. Die objektiv gleichen Interessen der Lohnabh\u00e4ngigen treten somit in den Hintergrund, dabei ist gerade unsere Organisierung die einzige M\u00f6glichkeit, die uns bleibt, diese Zust\u00e4nde zu \u00fcberwinden und unser Leben selbst in die Hand zu nehmen.<\/p>\n<p>Demonstrationen, Streiks oder Betriebsbesetzungen sind eine der ersten und direktesten Formen des Widerstands. Wir m\u00fcssen uns bewusst machen, dass die gesamte wirtschaftliche Produktivit\u00e4t in den H\u00e4nden der ungeheuren Mehrzahl der Bev\u00f6lkerung liegt \u2013 in unseren \u2013 w\u00e4hrend die gesamte politische Macht einer winzigen Minderheit zukommt. Der Mythos vom besonders gierigen Manager oder dem machtversessenen Politiker schafft dabei zwar ein greifbareres Feindbild, verschleiert aber die Realit\u00e4t. Die Trennung zwischen Herrschenden und Beherrschten, zwischen Besitzenden und Nicht-Besitzenden ist Basis jeder kapitalistischen Ordnung.<\/p>\n<p>Um das Bestehende zu \u00e4ndern, muss diesem System der Konkurrenz ein System der Solidarit\u00e4t entgegengesetzt werden. Diese Solidarit\u00e4t unter den ArbeiterInnen darf dabei nicht vor Grenzen halt machen und muss international sein, denn wie schon Marx wusste: \u201eDie Arbeiterklasse hat kein Vaterland!\u201c<\/p>\n<p><strong>Dem Kapitalismus den Kampf ansagen<\/strong><\/p>\n<p>Der 1. Mai ist seit 1890 der Tag, an dem \u00fcberall auf der Welt Menschen auf die Stra\u00dfe gehen, um f\u00fcr eine grundlegende Ver\u00e4nderung der bestehenden Verh\u00e4ltnisse einzutreten. Wir stehen in dieser Tradition und wollen auch 2012 laut und deutlich klar zu machen, dass diese bestehenden Verh\u00e4ltnisse und der Kapitalismus ein und dasselbe sind. Wir begr\u00fc\u00dfen die massenhaften Protestbewegungen wie sie die Occupy-Bewegung, Acta oder Generalstreiks in Griechenland zurzeit auf verschiedenste Art und Weise vorbringen. Hier fallen Menschen die Widerspr\u00fcche des Kapitalismus und die Auswirkungen auf ihr eigenes Leben besonders krass ins Auge. Doch es gilt zu begreifen, dass ohne konsequenten Antikapitalismus keiner dieser Teilbereichsk\u00e4mpfe gewonnen werden kann.<\/p>\n<p>Nur gemeinsam sind wir in der Lage, die Angriffe auf unsere Lebensbedingungen zur\u00fcckzuschlagen und die Abw\u00e4lzung der Krisenlasten abzuwenden. Nur gemeinsam und organisiert k\u00f6nnen wir die Produktionsmittel enteignen und vergesellschaften und somit unserem Ziel eines befreiten Leben ohne Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung, ohne Klassengrenzen und Nationen n\u00e4her kommen.<\/p>\n<p>Gehen wir es an: Der Kapitalismus ist nicht das Ende der Geschichte.<\/p>\n<p><em>M\u00e4rz 2012, Revolution\u00e4res 1. Mai B\u00fcndnis Karlsruhe [Antifaschistische Linke Achern\/B\u00fchl, Gruppe 76 Rastatt\/Murgtal, Antifa Karlsruhe, FAU Karlsruhe, Interventionistische Linke Karlsruhe, Libert\u00e4re Gruppe Karlsruhe, Linksjugend Solid, Trotz Alledem]<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 1. Mai 2012 gehen wieder weltweit Millionen Menschen f\u00fcr ein bes\u00adse\u00adres Leben und eine Welt jen\u00adseits von Krise, Krieg und Ka\u00adpi\u00adta\u00adlis\u00admus auf die Stra\u00dfe. Wir mobilisieren aus Freiburg zur Revolution\u00e4ren 1. Mai-Demonstration in Karlsruhe. Sie beginnt 13 Uhr auf dem Werderplatz. 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